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Bewertung

Geld ist nicht alles

2,2
Nicht empfohlen
Ex-Angestellte/r oder Arbeiter/inHat bis 2026 bei Privatklinik Confraternität & Goldenes Kreuz in Wien gearbeitet.

Verbesserungsvorschläge

Weniger auf Zahlen und Geld und mehr auf das Wohlbefinden der Mitarbeiter schauen.
Personal kürzen und Aufnahmen steigern ist nicht nur unfair für Mitarbeiter, sondern auch für Patienten. Das Personal läuft nach der Reihe davon und man sollte handeln, bevor die Eröffnung des neuen Hauses aufgrund von fehlenden Pflegerpersonal nicht möglich ist!

Arbeitsatmosphäre

Die ersten Jahre waren toll, leider wurde die Arbeitsatmosphäre mit Wechsel der Führungsebene und der beginnenden Planung der Schließung immer schlechter.
Das Lob der Stationsleitung war ein täglicher Fixpunkt, man hat sich wertgeschätzt und als wichtiger Teil des Teams gefühlt. Leider kann man dies von der Kollegialen Führung nicht behaupten, da sie sich leider vor allem an stressigen Tagen nie blicken hat lassen. Es kam leider nie Lob für unsere Arbeit, stattdessen wurde die Zahl der Aufnahmen erhöht und die Anzahl der Mitarbeiter gekürzt und somit die komplette Arbeitsatmosphäre zerstört. Das Ganze leider auch auf Kosten der Patienten - es wurden Leute frühzeitig entlassen, damit Platz für die nächsten freigemacht wurde. Aufnahmen und Entlassungen im Fließband-System während man den Blick auf das auf das es ankommt komplett verloren hat: die kranken Menschen, die auf uns angewiesen waren und die mehr Zeit und Fürsorge gebraucht hätten, die aber an gewissen Tagen einfach nicht drinnen war.

Image

Das Image war lange gut, die Mitarbeiter meistens unzufrieden, jedoch sind viele Jahrzehnte geblieben, weil es doch sehr familiär war.

Work-Life-Balance

Freie Dienstplangestaltung von Seiten der Stationsleitung TOP und 3 Wunschfreie Tage pro Monat. Leider wurde der Dienstplan erst am 15. des Vormonats herausgegeben (anscheinend Gesetzlich vorgegeben, jahrelang davor nie ein Problem gewesen) da die PDL diesen noch kontrollieren und ggf komplett umgeschrieben hat.
Familien und Menschen mit Kindern werden definitiv bevorzugt, teilweise sogar etwas zu sehr. Mütter können sich einiges mehr erlauben als die anderen
Das Arbeitszeitgesetz existierte hier nicht, 60 Stunden Wochen waren die Norm. Der Arbeitsvertrag mit 42Stunden als Vollzeit ist veraltet und menschenunwürdig, noch dazu wenn erwartet wird, dass man (vor allem wenn man keine Kinder hat) jederzeit einspringt. Um 7:00 angerufen werden weil die Kollegin den Dienstplan falsch gelesen hat und man einspringen soll? Kam einige Male vor. Krank in den Dienst gehen weil man wusste es würde niemand einspringen und man wollte niemanden im Stich lassen? Standard.

Karriere/Weiterbildung

Jährliche „Fortbildungen“ im internen Programm waren schön und gut, haben nur nicht wirklich irgendwas gebracht. Sich entscheiden zu müssen ob man eine Fortbildung selber bezahlt und die Arbeitszeit bekommt oder es bezahlt bekommt und das Ganze dann in der Freizeit macht war einfach eine Frechheit.

Gehalt/Benefits

Das Gehalt wurde immer pünktlich ausbezahlt und über die Jahre angepasst. Das jährliche Geburtstagsgeld und der Zuschuss wenn man eine Private Versicherung hat waren ein schöner Benefit.
Die jährliche Weihnachtsfeier und das Sommerfest waren jahrelang das Highlight.

Kollegenzusammenhalt

Auf der Station wurde gut zusammen gearbeitet, Abteilungsübergreifend leider genau das Gegenteil- Streitereien am Wochenende über Zusatzaufnahmen und Bettenvergabe, damit ja keiner einen Finger zu viel bewegt, der sich dafür zu schade ist. (Vor allem wenn „chirurgische Schwestern“ vor der Herausforderung stehen Grundpflege betreiben zu müssen)
Die Zusammenarbeit mit den Belegsärzten war gemischt, die meisten waren sehr wertschätzend, einige leider oft „von der alten Schule“.

Vorgesetztenverhalten

Die Stationsleitung hat das gesamte Team in alle Entscheidungen mit einbezogen, hat Konflikte gelöst und Entscheidungen klar und fair getroffen.
Der Kollegialen Führung waren die Mitarbeiter leider egal, der Profit aber umso wichtiger.

Arbeitsbedingungen

Papierdokumentation wie aus der Steinzeit, ein Computerprogramm das eigentlich nur für einen Bruchteil benutzt wird, für das man es eigentlich verwenden könnte. Ein Haus das schon kurz vor dem Einsturz war (und jetzt Gott sei Dank abgerissen wurde), wo Platten aus der Decke gefallen sind oder Kühlflüssigkeit auf den Boden getropft ist. Im Sommer war die Klimaanlage meistens nutzlos, da sehr oft kaputt.

Kommunikation

Es gab alle paar Monate Teamsitzungen, die von der Stationsleitung liebevoll und wertschätzend gestaltet wurden. Die Kommunikation der Kollegialen Führung lässt zu wünschen übrig, Entscheidungen waren teilweise nicht nachvollziehbar. Es wurde jedoch deutlich, dass es „Team GK“ und „Team Confra“ gibt und die einen geschätzt und die anderen halt einfach akzeptiert wurden.

Interessante Aufgaben

Dem Pflegepersonen ist aus Prinzip alles umgehängt worden, ganz egal ob es deren Kompetenzbereich war oder nicht, was zu einer permanent steigenden Arbeitsbelastung geführt hat. Die Pflege machte nicht nur ihre eigenen Aufgaben, sondern es wurden permanent neue Dinge gefunden die übernommen werden konnten (Blutabnahmen, manchmal Essen austeilen, ab und an mal putzen) und man durfte sich vor den Hausärzten rechtfertigen, wenn man einmal keine Zeit hatte einen Zugang zu legen.


Umwelt-/Sozialbewusstsein

Umgang mit älteren Kollegen

Gleichberechtigung

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Wie läuft deine Arbeitswoche?

Anonym · Sieh, ob’s deinen Kolleg:innen auch so geht.