Schade um diesen Arbeitgeber
Gut am Arbeitgeber finde ich
Es besteht grundsätzlich die Möglichkeit, unkompliziert mit allen Kolleginnen und Kollegen das Gespräch zu suchen, ohne sich dabei strikt an Hierarchien halten zu müssen.
Aktuelle Einschätzung:
Diese Frage ist jedoch schwer zu beantworten, da in den letzten zwei bis drei Jahren viele der zuvor positiven Aspekte leider verloren gegangen sind.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Die aktuelle Führung wirkt orientierungslos und gibt den Mitarbeitenden keine klare Richtung vor. Viele Beschäftigte haben das Gefühl, um ihren Arbeitsplatz fürchten zu müssen und gezwungen zu sein, nach veralteten Strukturen zu arbeiten.
Es wäre wünschenswert, wenn die etablierten Entscheidungsträger diese Situation erkennen und aktiv daran arbeiten, wieder ein positives Arbeitsumfeld zu schaffen sowie die notwendigen Schritte in Richtung Zukunft zu gehen. Es wäre sehr bedauerlich, wenn das Unternehmen, das über viele Jahre hinweg erfolgreich aufgebaut wurde, durch fehlende Anpassung an moderne Anforderungen Schaden nimmt.
Verbesserungsvorschläge
Bitte richtet den Fokus wieder stärker auf die Mitarbeiter. Durch die deutliche Reduzierung der HR-Kapazitäten bleibt kaum noch Zeit, das Tagesgeschäft angemessen zu bewältigen. Der Zusammenhalt im Unternehmen hat spürbar nachgelassen, und es fehlt an aktiven Maßnahmen, diesen zu fördern. Das einstige positive Arbeitsumfeld sowie die Bemühungen, eine angenehme Unternehmenskultur zu schaffen, sind weitgehend verloren gegangen. Es ist sehr bedauerlich, welche Entwicklung das Unternehmen in dieser Hinsicht genommen hat.
Eine nachhaltige Motivation und Bindung der Mitarbeiter lässt sich nicht erreichen, wenn bei vergleichsweise niedrigem Lohn immer nur höhere Anforderungen gestellt, jedoch kaum Anreize oder Wertschätzung geboten werden.
Arbeitsatmosphäre
Es gibt kleinere Zusatzangebote wie kostenlose Sehtests oder Obst in der Küche – insgesamt jedoch mit überschaubarem Nutzen. Die Stimmung ist durch die wirtschaftliche Lage und mehrere Kündigungswellen gedämpft. Mit dem Weggang zahlreicher langjähriger Kolleg:innen ist viel Erfahrung verloren gegangen, was den Austausch und die Stabilität im Alltag belastet. Im Vergleich zu vor rund vier Jahren wirkt die Kultur weniger verbindend; der frühere Team-Spirit ist derzeit kaum noch spürbar.
Die Mitarbeiterevents die angepriesen werden gibt es eigentlich kaum noch und wenn dann organisieren sie die MA selber.
Mit Obst und Kaffee lockt man keine neuen Mitarbeiter mehr...
Image
Überholtes Image, seit Jahren kaum erneuert. Bei jüngeren Generationen findet die Marke wenig Resonanz.
Work-Life-Balance
Regeln vorhanden, Praxis inkonsistent: Homeoffice wird je nach Bereich von „Dauer-Remote“ bis „kaum möglich“ gehandhabt. Die Überstundenpauschale gilt mancherorts als implizite Verpflichtung. Viele Führungskräfte sind flexibel, einzelne erwarten „always on“. Das erzeugt unterschiedliche Belastungen und Frust über Ungleichbehandlung – echte Work-Life-Balance ist aktuell teamabhängig.
Karriere/Weiterbildung
Defacto nicht vorhanden. Es gibt viele Bereiche die eine Weiterbildung bedürfen (Stichwort digitales Unternehmen). Im besten Fall gibt es einen Onlinekurs. Aber ansonsten ist Weiterbildung so gut wie nicht vorhanden außer in der Freizeit.
Gehalt/Benefits
Katastrophal. Handels-KV. Selbst mit der Überstundenpauschale deutlich zu wenig
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Ich finde keinen Punkt der hier Erwähnenswert wäre.
Kollegenzusammenhalt
Innerhalb der Abteilungen oft sehr gut, natürlich gibt es auch mal Reibungspunkte.
Auf Grund der vielen Abgänge und vielen neuen (meist sehr jungen) Mitarbeitern ist dies derzeit auch verbesserungswürdig.
Umgang mit älteren Kollegen
Gibt es kaum noch, da zu teuer. Viele wurden gekündigt,
Vorgesetztenverhalten
Gute Führung im Tagesgeschäft – aber zu häufig zählt Nähe mehr als Leistung. Wer einer Führungskraft „näher“ ist, erhält spürbar leichter attraktive Aufgaben und schnellere Entscheidungen. Das demotiviert Teams, fördert Flurfunk und untergräbt Vertrauen in faire Prozesse
Arbeitsbedingungen
Schönes Büro und gute IT Ausstattung. An die offnenen Büros muss man sich gewöhnen. Genügend Parkplätze vorhanden. Obst und Kaffe werden zur Verfügung gestellt.
Kommunikation
Die interne Kommunikation beschränkt sich häufig auf das Mindestmaß und bleibt inhaltlich vage. Entscheidungen werden selten mit Zielbild, Kontext und Auswirkungen erläutert; Verantwortlichkeiten sind nicht klar benannt. Es fehlt ein erkennbarer Lead sowie ein verbindlicher Kommunikationsrhythmus (z. B. monatliche All-Hands, Quartals-Roadmaps). Folge sind Informationslücken, unterschiedliche Interpretationen und unnötige Reibungsverluste im Tagesgeschäft.
Gleichberechtigung
Ich hätte nichts negatives bemerkt
Interessante Aufgaben
Interessante Aufgaben kommen derzeit oft zu kurz. Gewachsene Strukturen und knappe Ressourcen lassen wenig Raum für Neuerungen oder Weiterentwicklung im Tagesgeschäft. In mehreren Bereichen arbeitet man vor allem an Linienaufgaben und kämpft teils schon damit, diese zuverlässig umzusetzen. Das gilt nicht für alle Abteilungen – es gibt punktuell spannende Projekte –, aber insgesamt überwiegt das Abarbeiten gegenüber dem Gestalten.