Ihr Unternehmen?

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Meusburger 
Georg 
GmbH 
& 
Co 
KG
Bewertung

Ihr Unternehmen?

Stabil finanziert, fachlich entkernt – wenn Fachlichkeit durch Zustimmung ersetzt wird.

1,2
Nicht empfohlen
FührungskraftHat zum Zeitpunkt der Bewertung im Bereich Administration / Verwaltung bei Meusburger Georg GmbH & Co KG in Wolfurt gearbeitet.

Gut am Arbeitgeber finde ich

Positiv hervorzuheben ist, dass Gehälter zuverlässig und pünktlich ausbezahlt werden. Zudem besteht grundsätzlich eine wirtschaftliche Stabilität.

Schlecht am Arbeitgeber finde ich

Entscheidungsstrukturen sind stark auf einen engen Personenkreis konzentriert, wodurch Abhängigkeiten entstehen. Fachliche Kompetenz und Führungsqualität sind dabei nicht immer klar nachvollziehbar, was zu einseitigen Entscheidungen und fehlender Ausgewogenheit in der Führung führen kann.

Verbesserungsvorschläge

Verbesserungsbedarf besteht insbesondere bei Kommunikation, Führung und Transparenz. Entscheidungswege sollten nachvollziehbarer und weniger hierarchisch gestaltet werden, da sich über die Zeit verfestigte Abhängigkeiten gebildet haben. Diese sollten kritisch reflektiert und durch klarere Governance-Strukturen ersetzt werden. Entscheidungen sollten stärker an Kompetenz, Leistung und Verantwortung ausgerichtet sein. Ergänzend wären eine offenere Feedbackkultur, klare Entwicklungsperspektiven sowie eine faire Verteilung von Verantwortung sinnvoll. Auch ein glaubwürdiges internes Bekenntnis zu Gleichbehandlung sowie zu Umwelt- und Sozialthemen wäre wünschenswert.

Arbeitsatmosphäre

Die Unternehmenskultur wirkt stark von informellen Loyalitäten geprägt, bei denen Nähe wichtiger erscheint als fachliche Substanz. Kritische Meinungen scheinen wenig Raum zu haben und werden teilweise eher als störend wahrgenommen. Zustimmung wird stärker honoriert als inhaltliche Auseinandersetzung.

Leistung im fachlichen Sinn spielt aus meiner Sicht eine untergeordnete Rolle, während angepasstes Verhalten stärker zählt. Eigeninitiative und kritisches Denken verlieren dadurch an Bedeutung, wodurch Arbeit häufig eher nach Vorgabe als aus Überzeugung erfolgt.

Zudem entsteht der Eindruck einer ausgeprägten internen Beobachtungskultur: Informationen werden nicht immer offen geteilt, Rückmeldungen selten transparent diskutiert. Das erschwert eine konstruktive Fehler- und Lernkultur.

Image

Das externe Image wirkt aus meiner Perspektive deutlich positiver als die interne Realität. Außenauftritt und Kommunikation vermitteln ein stabileres und moderneres Bild, als es im Arbeitsalltag tatsächlich erlebt wird.

Work-Life-Balance

Die Work-Life-Balance ist insgesamt sehr uneinheitlich verteilt. Einzelne Personen verfügen über große Freiräume, da ihnen – berechtigt oder nicht – ein hohes Maß an Vertrauen entgegengebracht wird. Andere profitieren aufgrund geringer Auslastung ebenfalls von mehr zeitlichem Spielraum. Gleichzeitig gibt es Mitarbeitende, die strukturelle Defizite ausgleichen müssen und dadurch dauerhaft stärker belastet sind.

Karriere/Weiterbildung

Karriere- und Weiterbildungsmöglichkeiten sind nur eingeschränkt vorhanden. Entwicklung erfolgt weniger systematisch oder leistungsbezogen, sondern stark abhängig von Nähe zu Entscheidungsträgern. Strukturierte Förderprogramme oder gezielte Qualifizierungsmaßnahmen sind kaum erkennbar, wodurch fachliche und persönliche Weiterentwicklung häufig dem Zufall überlassen bleibt.

Gehalt/Benefits

Gehalt und Sozialleistungen waren über längere Zeit auf einem guten Niveau. Inzwischen ist jedoch eine zunehmende Zurückhaltung erkennbar, wodurch sich das Gesamtpaket spürbar verschlechtert. Diese Entwicklung wirkt strukturell bedingt und wird nur eingeschränkt transparent kommuniziert.

Umwelt-/Sozialbewusstsein

Ein ausgeprägtes Umwelt- oder Sozialbewusstsein ist intern nur eingeschränkt erkennbar. Während nach außen entsprechende Werte kommuniziert werden, lassen sich diese im Arbeitsalltag nur teilweise nachvollziehen. Konkrete Maßnahmen oder gelebte Strukturen, die dieses Selbstbild stützen, sind begrenzt sichtbar.

Kollegenzusammenhalt

Der Kollegenzusammenhalt ist innerhalb einzelner Teams oder Silos durchaus vorhanden, entsteht jedoch häufig aus gegenseitiger Absicherung gegenüber übergeordneten Ebenen. Zwischen den Bereichen ist der Zusammenhalt deutlich geringer, da Austausch und Vertrauen durch strukturelle Abgrenzung und Unsicherheit eingeschränkt wirken.

Umgang mit älteren Kollegen

Ältere Mitarbeitende werden teilweise als Kostenfaktor mit geringerer Leistungsfähigkeit wahrgenommen. Erfahrung, Wissen und langjährige Kompetenz scheinen in Entscheidungsprozessen nicht immer den Stellenwert zu haben, den sie verdienen. Dadurch entsteht der Eindruck, dass ihr Beitrag weniger als Ressource gesehen wird.

Vorgesetztenverhalten

Das Verhalten vieler Vorgesetzter wirkt aus heutiger Sicht wenig zeitgemäß. Führungsstil und Entscheidungsprozesse erscheinen stark hierarchisch und nur begrenzt dialogorientiert. Akzeptanz entsteht weniger durch fachliche oder soziale Kompetenz, sondern eher durch formale Autorität oder Abhängigkeiten. Dieses Führungsverständnis wird von vielen Mitarbeitenden eher hingenommen als aktiv mitgetragen.

Arbeitsbedingungen

Die Arbeitsbedingungen waren lange Zeit gut und grundsätzlich solide. Inzwischen zeigen sich jedoch deutliche Unterschiede je nach Bereich und Rolle. Während einzelne Rahmenbedingungen weiterhin passen, wirken Strukturen und Abläufe teilweise wenig klar und uneinheitlich, was die tägliche Arbeit erschwert.

Kommunikation

Die interne Kommunikation ist häufig von informellem „Buschfunk“ geprägt, statt von klaren und offiziellen Informationen. Inhalte werden aus meiner Sicht nicht immer einheitlich oder transparent weitergegeben, wodurch Gerüchte entstehen und Sachverhalte unnötig aufgebauscht werden. Informationen scheinen teilweise selektiv zu fließen, sodass nicht alle Mitarbeitenden gleichermaßen eingebunden sind. Eine verlässliche, offene und nachvollziehbare Kommunikationsstruktur ist für mich nur eingeschränkt erkennbar.

Gleichberechtigung

Gleichberechtigung ist formal gegeben, wird in der Praxis jedoch uneinheitlich gelebt. Entwicklungschancen hängen aus meiner Sicht weniger von Leistung als von Nähe zu Entscheidungsträgern ab. Frauen werden teilweise eher als organisatorische Herausforderung wahrgenommen, was sich in Zurückhaltung bei Verantwortung und Förderung widerspiegelt.

Interessante Aufgaben

Interessante Aufgaben gab es früher durchaus. Viele der heute genutzten Inhalte und Systeme können vom aktuellen Personal jedoch kaum weiterentwickelt oder verändert werden. Weiterentwicklung scheint dabei nicht ausdrücklich gefördert zu werden. Gestaltungsspielräume sind entsprechend begrenzt.

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Wie läuft deine Arbeitswoche?

Anonym · Sieh, ob’s deinen Kolleg:innen auch so geht.