Leider viel vergeudetes Potential
Gut am Arbeitgeber finde ich
Bonusprogramm, Offene Kollegen, interessante Branche in Nö vertreten. Auch Quereinsteigern wurden Chancen ermöglicht, durch den Neuaufbau der relativ jungen Site hat man alles von anfang an miterlebt und konnte den Aufbau mitgestalten.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Fehlende transparenz, Informationsfluss von oben nach unten. Nur Auserwählte bekommen wichtige Infos mit, aber nicht die relevanten Leute die die Info tatsächlich betrifft. Hauptsache dann eine Tier card darüber wie man Gerüchte vermeiden kann ausschicken. Relativ neue Site, es wird oft mit umstrukturierungen gearbeitet, was enorme Belastungen und langfristige Auswirkungen auf die Arbeitsatmosphäre hat.
Verbesserungsvorschläge
Bessere Fehlerkultur etablieren. Managements benötigen von Grund auf eine Ausbildung für vernünftigen Führungsverhalten. Professionelles Verhalten dringend notwendig
Arbeitsatmosphäre
Krems ist grundsätzlich offen und freundlich, aber dann gibt es Abteilungen da brodelt es unter der Oberfläche. Besonders die ganzen Q Abteilungen sind eine einzige Katastrophe. Dauergestresst, gereizt und in sich geschlossen, schiefe Blicke sowie Abweisungen in einem respektlosem Ton gegenüber Außenstehende. Angespannte Verhältnisse werden nicht addressiert und fragwürdige Vorgesetzte werden toleriert. Künstlich gemachter nicht endender Druck.
Image
Von außen gut, schöne Homepage und Kampagnen. Aber es macht sich schon die Runde was für Missstände es hier passiert, auch bei Kollegen anderer Standorte.
Work-Life-Balance
Je nach Abteilung/Job mehr oder weniger Home Office möglich. Manchmal musste ich schon um 1 Tag Urlaub kämpfen. Allgemein ist die psychische Belastung sehr hoch, oft kann man außerhalb der Arbeit kaum abschalten.
Karriere/Weiterbildung
Pos: man kann intern wechseln an sich kein Problem
Neg: Teilzeit oder (damals) bildungskarenz war nicht akzeptiert/erwünscht.
das gute Verhältnis zu bestimmten Leuten ist das A und O zum Aufsteigen der Karriereleiter. Die Leistung wird überhaupt nicht fair bewertet
Gehalt/Benefits
Für die mentale Belastung und Verantwortungen ist der Gehalt definitiv unterdurchschnittlich.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Es ist eine Pharmaproduktion, dementsprechend ist die Müllbelastung hoch. Manche Prozesse könnten sehr wohl verbessert werden, aber es ist einfach keine Ressource dafür da. Alles in allem aber trotzdem i. O., die EHS ist um korrekten Umgang mit dem Müll bemüht.
Kollegenzusammenhalt
Abteilungsabhängig. Es gibt Abteilungen, da wird unglaublich gelästert und die Abteilungen, die einst einen extrem guten Zusammenhalt hatten, haben die Vorgesetzten mit Umstrukturierungen schließlich auch zunichte gemacht. Es herrscht unglaublich angespanntes Klima.
Umgang mit älteren Kollegen
Können die älteren besser bewerten. Ich kann nur als aussenstehende Person sagen, dass dieser Pace und Druck von außen in der Arbeitswelt eher den jüngeren vorbehalten ist. Ich kann mir nicht vorstellen, dass das im Alter noch machbar ist. Außerdem wissen die älteren, wo der Hase läuft und würden sich nicht alles gefallen lassen.
Vorgesetztenverhalten
Für mich das belastendste an der Firma. Das Management hat keinerlei Führungsqualitäten, kann über Mitarbeiter drüberfahren ohne mit Konsequenzen rechnen zu müssen. Wenn es nicht gut läuft mit den timelines wurden schon die eigenen Produktionsmitarbeiter (die in dieser Firma extrem engagiert sind) offen von hochpositionierten Managern beschuldigt. Fleißige werden bestraft mit mehr Arbeit, in bestimmten Abteilungen gibt es Fälle von täglichem Mobbing/Terrorisierung seitens des Managers und trotz mehrfacher Meldungen und Massenkündigungen passiert nichts. Es gab leider einige wirklich gute Mitarbeiter, die dadurch gekündigt haben.
Arbeitsbedingungen
Moderne saubere Ausstattung, gratis Kaffee, Obst und Parkplätze, Betriebsrestaurant ist mittelmäßig, aber auch von der Teuerung betroffen. Es wird jedoch langsam eng mit den Büroplätzen. Es ist jedoch nicht einheitlich, beispielsweise haben manche 2 Monitore, obwohl da keine Ressource freigegeben wird. Die neuen haben sozusagen Pech gehabt.
Kommunikation
Es wird stets ermuntert offen reden zu dürfen. Aber man ist unten durch wenn man sich doch überwindet. Rechtzeitig kommunizierte issues werden so lange ignoriert, bis es einfach nicht mehr zu übersehen ist. Dann wenn es von allen Nähten platzt sucht man nach schuldigen zum finger pointen. Und selbst wenn man sich an Manager/Betriebsrat/HR wendet, es passiert. Einfach. Nichts. Das kratzt extrem an der Motivation der Mitarbeiter.
Gleichberechtigung
DE&I ist recht aktiv, es ist in Ordnung. Wobei man sagen muss je weiter obere Etage desto verstärkt weisse Männer repräsentativ (mit Ausnahmen)
Interessante Aufgaben
An sich ja wenn man mit GxP umgehen kann. Manche Projekte sind sehr spannend, andere widerum zu schade um Masterabsolventen dafür einzusetzen, was ein HTL Absolvent genauso hinbekommen sollte