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Bewertung

Leider nicht so wie früher

3,1
Empfohlen
Ex-Angestellte/r oder Arbeiter/inHat zum Zeitpunkt der Bewertung nicht mehr bei EVN Energieservices GmbH in Maria Enzersdorf gearbeitet.

Schlecht am Arbeitgeber finde ich

Wenn man einen so großen Konzern wie die EVN langfristig vor massive Probleme stellen möchte, dann war die Entscheidung, Fabasoft durch Microsoft Dynamics zu ersetzen, wohl ein bemerkenswerter Schritt in diese Richtung. Seit der Systemumstellung hat sich vieles nicht zum Besseren, sondern im Gegenteil sogar verschlechtert. Nur scheint diese Erkenntnis in der oberen Führungsebene bis heute noch nicht angekommen zu sein.

Dinge, die früher innerhalb kürzester Zeit erledigt werden konnten, entwickeln sich inzwischen zu monatelangen unlösbaren Vorgängen. Zuständigkeiten werden hin- und hergeschoben, Fälle von einer Person zur nächsten weitergereicht oder in Excel Listen eingetragen, in denen sie anschließend über Monate liegen bleiben. Gleichzeitig fehlt es offensichtlich an einer Stelle, an der sich jemand tatsächlich verantwortlich fühlt und die Probleme konsequent bis zur Lösung verfolgt.

Der Aufschrei innerhalb des Unternehmens ist mittlerweile deutlich spürbar. Nach außen wird jedoch weiterhin der Eindruck vermittelt, dass alles bestens funktioniert. Und wenn etwas nicht funktioniert, landet die Verantwortung bei Mitarbeitern, die an der Front sitzen und mit den Folgen dieses Systems täglich arbeiten müssen.

Besonders absurd ist dabei die Entwicklung des Außendienstes. Aus Mitarbeitern, die eigentlich für Beratung und Vertrieb eingesetzt werden sollten, sind mittlerweile Innendienst bzw. CR Mitarbeiter geworden. Statt sich auf die eigentliche Aufgabe konzentrieren zu können, verbringt man einen erheblichen Teil der Arbeitszeit damit, systembedingte Fehler zu klären, Fälle nachzuverfolgen und Probleme zu lösen, die es in dieser Form früher schlicht nicht gegeben hat.

Dass diese Situation zwangsläufig auf die Arbeitsatmosphäre und die Stimmung innerhalb der Teams schlägt, scheint ebenfalls kaum jemanden zu interessieren. Am Ende des Tages wird man trotzdem an Kennzahlen gemessen, die unter diesen Bedingungen zwangsläufig schlechter ausfallen.

Grundsätzlich könnte die EVN ein sehr guter Arbeitgeber sein. Doch anstatt die Ursachen zu beheben, werden die Auswirkungen auf die Mitarbeiter abgewälzt und genau das ist langfristig keine Lösung.

Image

Außen hui, innen pfui. Auch die Kunden bekommen diese Probleme mittlerweile zu spüren und wechseln zunehmend zu namhaften Konkurrenten, weil selbst einfache Anliegen wie eine Rechnungskorrektur bei der EVN nicht mehr erledigt werden können.

Kollegenzusammenhalt

Ich hatte bisher noch nie so tolle Kollegen. Der Zusammenhalt innerhalb des Teams ist wirklich außergewöhnlich. Man hilft sich gegenseitig und greift einander unter die Arme. Aus dieser Zusammenarbeit haben sich mittlerweile sogar Freundschaften entwickelt, die weit über das Arbeitsleben hinausgehen.
Die Zusammenarbeit mit anderen Abteilungen ist dagegen leider eher mäßig bis schlecht.

Kommunikation

Leider eine Stille Post. Oft kursieren Wochen vor Bekanntmachung bereits Gerüchte, die bei einer offenen Kommunikation gar nicht erst entstehen müssten. Wichtige Hard Facts erfährt man hingegen häufig nur durch Zufall oder aus den Medien.


Arbeitsatmosphäre

Work-Life-Balance

Karriere/Weiterbildung

Vorgesetztenverhalten

Gehalt/Benefits

Interessante Aufgaben

HilfreichHilfreich?ZustimmenZustimmen?MeldenTeilen

Arbeitgeber-Kommentar

Miriam OrgonPersonalwesen, EVN Konzern

Liebe Kollegin, lieber Kollege,

vielen lieben Dank, dass du dir die Zeit für diese ausführliche und differenzierte Bewertung genommen hast.

Besonders freut uns natürlich, dass du den Zusammenhalt im Team so positiv beschreibst. Wenn aus guter Zusammenarbeit sogar Freundschaften entstehen, ist das etwas sehr Wertvolles.
Gleichzeitig sprichst du Themen an, die viele Mitarbeitende in den vergangenen Jahren stark beschäftigt haben. Die Umstellung von Systemen, veränderte Prozesse, neue Abläufe und zusätzliche Anforderungen haben in manchen Bereichen zu Belastungen geführt und Arbeitsweisen verändert. Dass das im Arbeitsalltag Frust auslösen kann, können wir nachvollziehen.

Die vergangenen Jahre waren für die EVN und die gesamte Energiebranche von tiefgreifenden Veränderungen geprägt. Dass diese Entwicklungen nicht für alle Bereiche und Mitarbeitenden gleich spürbar sind und teilweise auch als sehr herausfordernd erlebt werden, zeigen Rückmeldungen wie deine deutlich. Umso wichtiger ist es, offen darüber zu sprechen, unterschiedliche Perspektiven einzubeziehen und dort nachzuschärfen, wo Verbesserungen notwendig sind.

Gerade die Themen Zusammenarbeit über Bereichsgrenzen hinweg, klare Zuständigkeiten, transparente Kommunikation und die Entlastung der Mitarbeitenden stehen weiterhin auf der Agenda. Nicht alles lässt sich von heute auf morgen lösen, es wird bereits an vielen Stellen intensiv daran gearbeitet.

Danke auch für deinen Hinweis, wie sich solche Entwicklungen auf Arbeitsatmosphäre, Motivation und den täglichen Arbeitsalltag auswirken können. Dieser erinnert daran, dass hinter Prozessen und Systemen immer Menschen stehen und dass Veränderungen nicht nur für Mitarbeitende, sondern letztlich auch für unsere Kund*innen spürbar werden können.

An dieser Stelle möchten wir allen Kolleg*innen ein herzliches Dankeschön aussprechen, die tagtäglich viel Geduld, Engagement und persönlichem Einsatz einbringen, um Herausforderungen zu meistern und unseren Kund*innen und Partner*innen bestmöglich zur Seite zu stehen. Das verdient Anerkennung und Wertschätzung, die wir gerne weitergeben.

Danke nochmal, dass du dir die Zeit für diese ausführliche Rückmeldung genommen hast. Wenn du Lust auf einen persönlichen Austausch hast, sind meine Kolleg*innen aus dem Recruiting-Team und ich gerne für dich da.

Für deine berufliche Zukunft alles Gute!

Liebe Grüße
Miriam
Personalwesen, EVN Konzern

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