Leider nicht so wie früher
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Wenn man einen so großen Konzern wie die EVN langfristig vor massive Probleme stellen möchte, dann war die Entscheidung, Fabasoft durch Microsoft Dynamics zu ersetzen, wohl ein bemerkenswerter Schritt in diese Richtung. Seit der Systemumstellung hat sich vieles nicht zum Besseren, sondern im Gegenteil sogar verschlechtert. Nur scheint diese Erkenntnis in der oberen Führungsebene bis heute noch nicht angekommen zu sein.
Dinge, die früher innerhalb kürzester Zeit erledigt werden konnten, entwickeln sich inzwischen zu monatelangen unlösbaren Vorgängen. Zuständigkeiten werden hin- und hergeschoben, Fälle von einer Person zur nächsten weitergereicht oder in Excel Listen eingetragen, in denen sie anschließend über Monate liegen bleiben. Gleichzeitig fehlt es offensichtlich an einer Stelle, an der sich jemand tatsächlich verantwortlich fühlt und die Probleme konsequent bis zur Lösung verfolgt.
Der Aufschrei innerhalb des Unternehmens ist mittlerweile deutlich spürbar. Nach außen wird jedoch weiterhin der Eindruck vermittelt, dass alles bestens funktioniert. Und wenn etwas nicht funktioniert, landet die Verantwortung bei Mitarbeitern, die an der Front sitzen und mit den Folgen dieses Systems täglich arbeiten müssen.
Besonders absurd ist dabei die Entwicklung des Außendienstes. Aus Mitarbeitern, die eigentlich für Beratung und Vertrieb eingesetzt werden sollten, sind mittlerweile Innendienst bzw. CR Mitarbeiter geworden. Statt sich auf die eigentliche Aufgabe konzentrieren zu können, verbringt man einen erheblichen Teil der Arbeitszeit damit, systembedingte Fehler zu klären, Fälle nachzuverfolgen und Probleme zu lösen, die es in dieser Form früher schlicht nicht gegeben hat.
Dass diese Situation zwangsläufig auf die Arbeitsatmosphäre und die Stimmung innerhalb der Teams schlägt, scheint ebenfalls kaum jemanden zu interessieren. Am Ende des Tages wird man trotzdem an Kennzahlen gemessen, die unter diesen Bedingungen zwangsläufig schlechter ausfallen.
Grundsätzlich könnte die EVN ein sehr guter Arbeitgeber sein. Doch anstatt die Ursachen zu beheben, werden die Auswirkungen auf die Mitarbeiter abgewälzt und genau das ist langfristig keine Lösung.
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Außen hui, innen pfui. Auch die Kunden bekommen diese Probleme mittlerweile zu spüren und wechseln zunehmend zu namhaften Konkurrenten, weil selbst einfache Anliegen wie eine Rechnungskorrektur bei der EVN nicht mehr erledigt werden können.
Kollegenzusammenhalt
Ich hatte bisher noch nie so tolle Kollegen. Der Zusammenhalt innerhalb des Teams ist wirklich außergewöhnlich. Man hilft sich gegenseitig und greift einander unter die Arme. Aus dieser Zusammenarbeit haben sich mittlerweile sogar Freundschaften entwickelt, die weit über das Arbeitsleben hinausgehen.
Die Zusammenarbeit mit anderen Abteilungen ist dagegen leider eher mäßig bis schlecht.
Kommunikation
Leider eine Stille Post. Oft kursieren Wochen vor Bekanntmachung bereits Gerüchte, die bei einer offenen Kommunikation gar nicht erst entstehen müssten. Wichtige Hard Facts erfährt man hingegen häufig nur durch Zufall oder aus den Medien.

