Es war einmal...
Gut am Arbeitgeber finde ich
„Trotz aller Kritik möchte ich betonen, dass noch nicht alles verloren ist. Das Unternehmen hat nach wie vor die Möglichkeit, das Ruder herumzureißen. Dafür wäre jedoch die Bereitschaft notwendig, den Mitarbeitenden wirklich zuzuhören, Kritik nicht als Angriff, sondern als Chance zu verstehen und Probleme dort anzugehen, wo sie tatsächlich entstehen.
Viele der angesprochenen Punkte sind nicht über Nacht entstanden, lassen sich aber auch nicht mit Standardantworten oder kurzfristigen Maßnahmen lösen. Es braucht wieder mehr Wertschätzung, mehr Vertrauen in die Erfahrung der Mitarbeitenden und den Mut, Entscheidungen zu hinterfragen, wenn sie in der Praxis nicht funktionieren.
Die Menschen im Unternehmen sind nach wie vor die größte Stärke. Wenn man ihnen wieder Gehör schenkt und sie aktiv in Veränderungen einbindet, besteht noch die Chance, verloren gegangenes Vertrauen zurückzugewinnen. Das Ruder kann noch herumgerissen werden, aber die Zeit dafür wird nicht unbegrenzt sein.“
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Die oben erwähnten Punkte
Verbesserungsvorschläge
„Die Verbesserungsvorschläge wurden bereits mehrfach genannt und ausführlich beschrieben.
An dieser Stelle möchte ich jedoch noch anmerken, dass die Antworten des HRM häufig ein Bild vermitteln, das mit der tatsächlichen Situation aus Sicht vieler Mitarbeitender wenig zu tun hat. Insbesondere Formulierungen wie ‚Kommen Sie gerne auf uns zu, damit wir uns zusammensetzen und darüber sprechen können‘ wirken mittlerweile wie eine Standardfloskel. Die meisten Beschäftigten, die solche Kritik äußern, haben bereits versucht, Probleme intern anzusprechen und Lösungen zu finden.
Genau darin liegt die eigentliche Enttäuschung: Solange Kritik intern geäußert wird, fühlt sich oft niemand verantwortlich oder zuständig. Erst wenn eine öffentliche negative Bewertung erscheint, wird plötzlich Gesprächsbereitschaft signalisiert. Zu diesem Zeitpunkt ist das Vertrauen jedoch häufig bereits verloren gegangen.
Wer wirklich an Verbesserungen interessiert ist, sollte zuhören, solange die Kritik noch intern geäußert wird, und nicht erst dann reagieren, wenn sie öffentlich sichtbar wird. Wertschätzung zeigt sich nicht durch standardisierte Antworten auf Bewertungsportalen, sondern dadurch, dass Probleme frühzeitig ernst genommen und Veränderungen tatsächlich umgesetzt werden.“
Arbeitsatmosphäre
Innerhalb von zwei Jahren ist die Atmosphäre im Keller. Wird nur noch auf Druck gearbeitet
Kommunikation
Diese findet nicht statt. Manchmal erfährt man von den Kunden schneller etwas als intern. Wir werden größtenteils im Dunkeln gelassen. Erst wenn etwas bereits umgesetzt wird, erfährt man das Nötigste. In die Prozesse oder Entscheidungen wird man jedoch nicht eingebunden.
Kollegenzusammenhalt
Das einzige was noch funktioniert
Work-Life-Balance
„Work-Life-Balance scheint hier ein Fremdwort zu sein. Selbst wenn man darauf hinweist, dass die Balance längst nicht mehr stimmt, geht es offenbar nur um das Wohl des Unternehmens. Nach dem Motto: ‚Wird schon gutgehen.‘ Und wenn es im schlimmsten Fall zu einem Burnout kommt, wird einfach jemand Neues geholt, bis auch diese Person an ihre Grenzen stößt.“
Vorgesetztenverhalten
„Die direkten Vorgesetzten sind oft selbst nur Befehlsempfänger. Entscheidungen werden weit oben getroffen, der daraus entstehende Druck wird nach unten weitergegeben. Statt deutlich zu machen, dass die Belastung so nicht mehr tragbar ist, wird sie an die Mitarbeitenden weitergereicht.“
Interessante Aufgaben
Die Aufgaben sind ansich schon Interessant mit Menschen zuarbeiten bietet shr viel Abwechslung. Aber auch hier wurde es geschaft mit sogennaten Verbesserungen es zu einer Bürde zu machen. Die Neuen Vorgensweisen beim Audiometrieren sind nicht mehr als nur Show für den Kunden, HNO-Ärzten usw..
Gleichberechtigung
„Die Aufgaben an sich sind durchaus interessant. Die Arbeit mit Menschen bringt viel Abwechslung mit sich und macht den Beruf eigentlich spannend. Doch selbst das wurde durch sogenannte ‚Verbesserungen‘ zunehmend zu einer Belastung gemacht.
Besonders die neuen Vorgehensweisen beim Audiometrieren wirken für mich weniger wie eine tatsächliche Verbesserung der Versorgungsqualität, sondern vielmehr wie eine Inszenierung nach außen. Es entsteht der Eindruck, dass hier vor allem Kunden, HNO-Ärzte und andere Beteiligte beeindruckt werden sollen. Der tatsächliche Nutzen für die tägliche Arbeit oder die Mitarbeitenden bleibt dabei fraglich. Statt Abläufe zu vereinfachen, werden sie oft komplizierter und zeitaufwendiger, wodurch zusätzlicher Druck entsteht.“
Umgang mit älteren Kollegen
„Alter und Berufserfahrung werden kaum wertgeschätzt. Dabei bringen gerade langjährige Mitarbeitende einen enormen Wissens- und Erfahrungsschatz mit. Auf die besonderen Belastungen und gesundheitlichen Herausforderungen, die mit zunehmendem Alter ganz natürlich einhergehen können, wird jedoch wenig Rücksicht genommen. Statt die Erfahrung dieser Mitarbeiter zu nutzen und die Arbeitsbedingungen entsprechend anzupassen, wird häufig erwartet, dass dieselbe Leistung unter unveränderten Bedingungen erbracht wird.“
Arbeitsbedingungen
Denke darüber habe ich schon genung geschrieben.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
„Früher wurde in der Firma Wertschätzung noch großgeschrieben. Heute scheint vor allem der Umsatz zu zählen. Grundsätzlich ist das nachvollziehbar, denn jedes Unternehmen muss wirtschaftlich arbeiten, wachsen und Gewinne erzielen. Dennoch hat man gerade im sozialen Bereich spürbar zurückgeschraubt.
Früher gab es echte Anerkennung für besondere Leistungen. Heute wird oft eine große Packung Merci verteilt. Natürlich geht es dabei um das dahinterstehende ‚Danke‘, doch genau hier liegt das Problem: Wertschätzung sollte mehr sein als eine symbolische Geste. Nicht jeder mag Schokolade, und manche dürfen sie aus gesundheitlichen Gründen gar nicht essen. Das zeigt, wie wenig darüber nachgedacht wird, was die einzelnen Menschen tatsächlich schätzen würden.
Ein aufrichtiges Gespräch, persönliches Feedback, mehr Verständnis für Belastungen oder eine echte Anerkennung der geleisteten Arbeit hätten oft einen deutlich höheren Wert als jede Packung Schokolade. Wertschätzung sollte bei den Menschen ankommen und nicht nur gut aussehen. Ein ‚Danke‘ ist wichtig, aber bitte in Form von echter Anerkennung und Respekt und nicht nur auf Französisch oder in Schokolade verpackt.“
Gehalt/Benefits
„Karriere ist bis zu einem gewissen Grad möglich, allerdings entsteht häufig der Eindruck, dass sie vor allem denjenigen offensteht, die sich anpassen, mittragen und möglichst wenig Widerspruch äußern. Kritische Stimmen oder konstruktive Einwände werden dagegen nicht immer als Bereicherung wahrgenommen. Dabei entsteht echter Fortschritt durch den Austausch unterschiedlicher Meinungen, durch neue Ideen und auch durch die Bereitschaft, Kritik anzuhören und bestehende Prozesse kritisch zu hinterfragen. Wer Verbesserung will, muss auch andere Sichtweisen zulassen.
Auch das Gehalt wäre grundsätzlich in Ordnung, wenn die neue Form der Provisionsregelung nicht eingeführt worden wäre. Während früher die eigene Leistung und der tatsächliche Verkaufserfolg maßgeblich für die Vergütung waren, hängt die Provision heute von einer Vielzahl vorgegebener Kennzahlen ab. Diese Ziele erscheinen oftmals bereits im Vorfeld unrealistisch hoch angesetzt. Dadurch hat man immer weniger Einfluss auf den eigenen Verdienst.
Früher wurde man für das belohnt, was man selbst geleistet und verkauft hat. Heute ist man von Kennzahlen und Ergebnissen abhängig, die durch viele Faktoren und andere Personen im Team b
Image
„Die Stimmung und das Ansehen des Unternehmens sinken zunehmend – sowohl intern bei den Mitarbeitenden als auch extern bei Kunden, Partnern und anderen Beteiligten. Entscheidungen, die kurzfristig wirtschaftlich sinnvoll erscheinen mögen, hinterlassen langfristig Spuren bei Motivation, Identifikation und Vertrauen. Ein Unternehmen lebt nicht nur von Zahlen, sondern vor allem von den Menschen, die es tragen.“
Karriere/Weiterbildung
Weiterbildung nur über E-Learning oftmals auch nur in Englisch

