Meine größte Enttäuschung war leider Neuroth.
Gut am Arbeitgeber finde ich
Die theoretischen Unterlagen und der Unterricht von der Zentrale sind wirklich top. Die Inhalte sind gut aufbereitet und für die Ausbildung sehr hilfreich.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Wie bereits erwähnt, habe ich den Umgang in der Filiale und seitens der Gebietsleitung als nicht fair und nicht korrekt empfunden. Meiner Erfahrung nach wurde häufig nur eine Seite angehört, ohne auch meine Sichtweise zu berücksichtigen.
Besonders enttäuschend finde ich, dass ich nach meiner Erfahrung auch außerhalb des Unternehmens mit Aussagen über mich konfrontiert wurde, die meinem Ruf geschadet haben. Davon habe ich unter anderem über die Stiftung und das AMS erfahren. Das hat mein Vertrauen in das Unternehmen zusätzlich stark beeinträchtigt.
Verbesserungsvorschläge
Ich kann mir nach meinen Erfahrungen hier leider keine wirkliche Verbesserung vorstellen. Wenn sich etwas ändern soll, wäre es wichtig, alle Beteiligten anzuhören und zumindest nach ihrer Sichtweise zu fragen, bevor eine Entscheidung getroffen wird. Eine einseitige Entscheidung zu treffen, ohne die betroffene Person anzuhören, empfinde ich als unfair und nicht wertschätzend.
Arbeitsatmosphäre
Leider habe ich die Arbeitsatmosphäre als sehr unangenehm empfunden. Nach meiner Wahrnehmung wurde teilweise hinter meinem Rücken über mich gesprochen. Wenn bestimmte Gespräche nicht für mich bestimmt waren, wurde in der Werkstatt sogar das Radio eingeschaltet, sodass ich nicht verstehen konnte, worüber gesprochen wurde.
Für mich hat das kein Gefühl von Offenheit, Respekt oder Teamarbeit vermittelt.
Karrierechancen
Nach der Art und Weise, wie ich von Neuroth behandelt wurde, möchte ich dort keine weitere Karriere machen und auch nicht mehr für dieses Unternehmen arbeiten.
Die Ausbilder
Auch mit dem Ausbilder war meine Erfahrung leider enttäuschend. Ich hatte nicht das Gefühl, dass meine Fragen und Bedenken ernst genommen wurden. Besonders bei prüfungsrelevanten Themen wurden mir teilweise andere Aussagen vermittelt, obwohl ich darauf hingewiesen habe, dass diese Inhalte für die Prüfung wichtig sind. Eine klare und einheitliche Vorbereitung auf die Prüfung hätte ich mir anders vorgestellt.
Spaßfaktor
Die Arbeit mit den Hörgeräten und vor allem der Kontakt mit den Kunden hat mir sehr viel Spaß gemacht. Ich habe mich in diesem Bereich wirklich wohlgefühlt. Auch das viele Trinkgeld von den Kunden war für mich eine schöne Bestätigung dafür, dass ich einen guten Umgang mit den Kunden hatte und meine Arbeit geschätzt wurde.
Respekt
Leider habe ich mich während meiner Zeit dort mehrfach mit ungerechten Vorwürfen konfrontiert gesehen. Besonders enttäuschend war für mich eine Situation mit einer Kollegin.
Sie hatte mehrmals erwähnt, dass sie am 24. Juli wegen ihres Geburtstags nicht arbeitet. Ich wollte ihr eine Freude machen und habe ihr deshalb am 23. Juli einen großen Blumenstrauß geschenkt. Ihre Reaktion darauf war sinngemäß: „Woher soll ich wissen, dass sie Geburtstag hat? Bin ich eine Stalkerin?“
Diese Reaktion hat mich sehr verletzt und enttäuscht, weil meine Geste ausschließlich nett gemeint war.
Noch schwerwiegender finde ich, dass mir später von derselben Kollegin vermittelt wurde, dass eine Zusammenarbeit mit mir angeblich nicht möglich sei. Nach meiner Wahrnehmung haben diese wiederholten Konflikte letztlich dazu beigetragen, dass meine Ausbildung nach nur einem Monat beendet wurde.
Für mich war das besonders bitter, weil ich sehr viel Zeit, Anreise und persönliches Engagement in diese Ausbildung investiert hatte. Ich hätte mir von einem Ausbildungsbetrieb vor allem Respekt, faire Kommunikation und eine faire Chance gewünscht.

