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Neuroth 
Österreich
Bewertung

Aus einem guten Arbeitgeber wurde ein schwieriges Arbeitsumfeld

1,2
Nicht empfohlen
Hat zum Zeitpunkt der Bewertung nicht mehr bei Neuroth International AG in Graz gearbeitet.

Gut am Arbeitgeber finde ich

Mittagessen an den Hauptstandorten, ansonsten leider gar nichts mehr.

Schlecht am Arbeitgeber finde ich

Ständige Umstrukturierungen, eine fehlende langfristige Ausrichtung und eine stark hierarchische Unternehmenskultur. Eigeninitiative und die Meinungen von Mitarbeitenden finden kaum Berücksichtigung, während viele Personalentscheidungen schwer nachvollziehbar sind.

Verbesserungsvorschläge

Hierarchieebenen reduzieren und direkte Kommunikation fördern. Mitarbeitende sollten die Möglichkeit haben, Feedback wirksam auch nach oben zu platzieren. Rückmeldungen aus Befragungen und anderen Feedbackformaten sollten transparenter behandelt und in konkrete Maßnahmen übersetzt werden.
Führungskräfte sollten stärker auf Vertrauen, klare Kommunikation und die Erfahrungen ihrer Mitarbeitenden setzen. Mikromanagement sollte reduziert und Eigenverantwortung gefördert werden.
Die Personalabteilung sollte Mitarbeitende bei Personalthemen unabhängiger begleiten und unterschiedliche Perspektiven berücksichtigen.
Mehr Stabilität, weniger Umstrukturierungen und eine klare langfristige Ausrichtung würden zusätzlich zu einem besseren Arbeitsumfeld beitragen.

Arbeitsatmosphäre

Die Arbeitsatmosphäre ist geprägt von Unsicherheit und fehlender Stabilität. Durch die laufenden Umstrukturierungen sowie für Mitarbeitende oft schwer nachvollziehbare Kündigungen und Freistellungen geht das Vertrauen in das Unternehmen zunehmend verloren. Motivation und Eigeninitiative nehmen ab, da klare Ziele und eine langfristige Perspektive fehlen. Zwar gibt es offizielle Anlaufstellen für Feedback und Probleme, aus Mitarbeitersicht verlaufen Anliegen jedoch ohne erkennbare Konsequenzen.

Kommunikation

Die Kommunikation ist insgesamt sehr hierarchisch aufgebaut. Es gibt so viele Führungsebenen, dass wichtige Informationen und Feedback auf dem Weg verloren gehen. Entscheidungen werden über zu viele Ebenen abgestimmt und dadurch unnötig verzögert. Kritische Rückfragen oder konstruktive Einwände werden aus Mitarbeitersicht häufig nicht als wertvoller Beitrag zur Verbesserung verstanden, sondern eher als Kritik oder Widerstand. Das fördert eine Kultur des „Dienstes nach Vorschrift“ statt Eigeninitiative und offenem Austausch.
Es gibt verschiedene Formate, um Feedback einzubringen. Rückmeldungen werden zwar gesammelt, konkrete Maßnahmen oder nachvollziehbare Ergebnisse bleiben jedoch aus. Dadurch verlieren diese Formate zunehmend an Glaubwürdigkeit.
Die Ombudsstelle bietet zwar die Möglichkeit, Probleme anzusprechen. Aus Mitarbeitersicht führen diese Gespräche jedoch zu keinen erkennbaren Konsequenzen oder nachhaltigen Lösungen.

Kollegenzusammenhalt

Innerhalb einzelner Teams funktioniert die Zusammenarbeit gut. Abteilungsübergreifend dominieren Eigeninteressen und politische Dynamiken. Auch auf Führungsebene ist der eigene Verantwortungsbereich wichtiger als eine bereichsübergreifende Zusammenarbeit.

Work-Life-Balance

Die Urlaubsplanung ist wenig flexibel, da Urlaub teilweise bis zu einem Jahr im Voraus eingetragen werden muss. Zudem ist die Mitnahme von Resturlaub ins Folgejahr nicht vorgesehen.

Vorgesetztenverhalten

Der Führungsstil ist stark kontrollierend und gleichzeitig wenig unterstützend. Eigeninitiative wird häufig ausgebremst, während Erwartungen und Prioritäten fast nie klar kommuniziert werden. Herausforderungen und Konflikte werden oft nicht aktiv gelöst, sondern ausgesessen. Feedback erfolgt überwiegend in eine Richtung. Eine offene Diskussions- oder Fehlerkultur ist nicht vorhanden. Dies führt zu Frustration und einer spürbar schlechten Stimmung im Team.
Im Umgang mit Mitarbeitenden ist die Einschätzung der direkten Führungskraft häufig ausschlaggebend. Andere Perspektiven werden aus Mitarbeitersicht nicht berücksichtigt. Dadurch entsteht, auch im Zusammenspiel mit der Personalabteilung, der Eindruck, dass die Meinung der Führungskraft deutlich mehr Gewicht hat als jene der Mitarbeitenden.

Interessante Aufgaben

Der Arbeitsalltag besteht mittlerweile überwiegend aus operativem Tagesgeschäft. Gestaltungsspielraum und strategische Mitwirkung sind kaum noch vorhanden. Eigene Ideen und Verbesserungsvorschläge finden nur selten Gehör, wodurch Eigeninitiative zunehmend verloren geht. Budgetkürzungen schränken zusätzlich die Möglichkeit ein, neue Themen voranzutreiben oder Innovationen umzusetzen.
Eine langfristige Ausrichtung ist kaum erkennbar. Ziele und Prioritäten ändern sich laufend, wodurch Projekte häufig unterbrochen oder neu priorisiert werden. Statt Themen nachhaltig weiterzuentwickeln, steht das kurzfristige Abarbeiten aktueller Anforderungen im Vordergrund.

Gleichberechtigung

Gleichberechtigung war nie ein Thema.

Umgang mit älteren Kollegen

Umgang mit älteren Kollegen war ebenfalls nie ein Thema.

Arbeitsbedingungen

Der Arbeitsplatz ist entsprechend dem heutigen Standard ausgestattet. Für das Homeoffice sind Mitarbeitende vollständig selbst für ihre Ausstattung verantwortlich. Zuschüsse oder finanzielle Unterstützung werden dafür nicht angeboten.

Umwelt-/Sozialbewusstsein

Ich wüsste nicht, welche Maßnahmen das Unternehmen im Bereich Umwelt- oder Sozialbewusstsein setzt.

Gehalt/Benefits

Pünktliche Gehaltszahlungen sowie kostenloses Mittagessen an den Hauptstandorten.

Image

Die Außendarstellung des Unternehmens steht in deutlichem Widerspruch zur internen Realität. Werte wie Vertrauen und Teamspirit werden nach außen stark betont, spiegeln sich im Arbeitsalltag jedoch nicht wider. Schwer nachvollziehbare Personalentscheidungen, wiederholte Kündigungen und Freistellungen sowie der Umgang mit Mitarbeitenden vermitteln ein anderes Bild als jenes, das das Unternehmen nach außen präsentiert.

Karriere/Weiterbildung

Grundsätzlich gibt es Weiterbildungsangebote. In der Praxis scheitert deren Nutzung jedoch häufig an fehlenden Ressourcen, Zeitmangel oder mangelnder Unterstützung durch Führungskräfte. Dadurch bleiben Entwicklungsmöglichkeiten oft theoretischer Natur.

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Arbeitgeber-Kommentar

Dein HRM-TeamEmployer Branding

Liebe Kollegin, lieber Kollege,

vielen Dank, dass du dir die Zeit genommen hast, deine Erfahrungen bei Neuroth so ausführlich zu teilen.

Deine Bewertung zeigt, dass du die aktuellen Veränderungen im Unternehmen sehr kritisch wahrnimmst. Veränderungsprozesse bringen oft Herausforderungen mit sich und werden von Menschen unterschiedlich erlebt. Wir befinden uns derzeit in einem umfassenden Change-Prozess und sind dabei auf das Vertrauen, die Unterstützung und die aktive Mitwirkung unserer Mitarbeiter*innen angewiesen.

Viele der von dir angesprochenen Themen betreffen die Zusammenarbeit mit Führungskräften. Sie sind eine zentrale Säule in diesem Prozess und sollten daher auch immer die erste Ansprechperson für Feedback, Fragen und Anliegen sein. Falls das Gespräch auf diesem Weg nicht möglich oder nicht zielführend erscheint, besteht jederzeit die Möglichkeit, die nächsthöhere Führungsebene oder unser Ombudsteam unter ombudsteam@neuroth.com einzubeziehen.

Auch die Ergebnisse unserer Mitarbeiterbefragungen werden sehr ernst genommen. Diese wurden mit allen Führungskräften besprochen und werden nun schrittweise in konkrete Maßnahmen übersetzt. Wir bitten hier um etwas Geduld und laden gleichzeitig dazu ein, aktiv nachzufragen und sich einzubringen.

Zum Thema Benefits möchten wir ergänzen, dass unser Angebot deutlich über das kostenlose Mittagessen hinausgeht. Wir empfehlen einen Blick in das NeuroNet bzw. die Teilnahme an unseren Benefits-Webinaren. Unser Angebot wird regelmäßig mit jenem vergleichbarer Unternehmen abgeglichen und laufend weiterentwickelt.

Auch die Arbeit des Ombudsteams möchten wir an dieser Stelle hervorheben. Alle Anliegen werden vertraulich behandelt und die weitere Begleitung erfolgt immer im Ausmaß, das die betroffene Person selbst wünscht. Unsere Erfahrung zeigt, dass Gespräche, Vermittlungen und Mediationen häufig positive Entwicklungen anstoßen können. Gleichzeitig respektieren wir, wenn Mitarbeiter*innen nach einem Erstgespräch keine weiteren Maßnahmen wünschen. Die Tür des Ombudsteams steht daher jederzeit für einen vertraulichen Austausch offen.

Beim Thema Gleichberechtigung setzen wir mit Initiativen wie „Fair. Fit. Forward.“ und dem Ombudsteam bewusst Maßnahmen, um Chancengleichheit und Fairness im Unternehmen zu fördern. Auch hierzu finden sich viele Informationen im NeuroNet.

Vielen Dank für deine offenen Hinweise. Sie helfen uns, unterschiedliche Perspektiven sichtbar zu machen und Themen in unsere gemeinsame Weiterentwicklung einfließen zu lassen.

Danke, dass du jeden Tag dein Bestes gibst, um Menschen zu ihrer Hörstärke zu begleiten!

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Puls

Bewertungen zeigen das große Ganze. Puls zeigt den Moment.

Wie läuft deine Arbeitswoche?

Anonym · Sieh, ob’s deinen Kolleg:innen auch so geht.