Führungskrise und Intransparenz zerstören engagierte Teams
Gut am Arbeitgeber finde ich
Mittlerweile leider nichts mehr!!
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Mittlerweile leider alles!!
Verbesserungsvorschläge
Ein konsequenter Austausch von Fehlbesetzungen auf Bereichsleitungsebene ist dringend notwendig. Es gibt dort Führungskräfte, die nach einer massiven Kündigungswelle de facto keinen einzigen Mitarbeiter mehr unter sich haben. Ein „Bereichsleiter ohne Bereich“ ist organisatorisch nicht vermittelbar.
Ehrliche Aufarbeitung statt HR-Floskeln: Bitte seht von den üblichen, standardisierten Rechtfertigungen unter dieser Bewertung ab.
Ein Schönreden der Zustände ist zwecklos. Sämtliche hier geschilderten Missstände, Kündigungswellen und Gehaltstaktiken sind lückenlos intern belegt und dokumentiert. Nutzt die Energie lieber für echte Veränderungen!!
Arbeitsatmosphäre
Hier muss strikt getrennt werden: Der Zusammenhalt und die Stimmung im direkten Team (inkl. Abteilungsleitung) waren hervorragend, allerdings wurde diese Struktur zerschlagen.
Die Atmosphäre, die von den oberen Entscheidungsträgern ausging, war dagegen extrem belastend. Fehlende Selbstreflexion, Intransparenz, fehlendes Wissen und ein spürbarer Mangel an Empathie standen an der Tagesordnung. Die gesetzliche Fürsorgepflicht, die eine gesetzliche Pflicht und kein Kavaliersdelikt ist, wurde völlig missachtet, was bei einigen Kollegen zu schweren psychischen Belastungen und Tränenausbrüchen führte – ohne dass seitens der Firma interveniert wurde. Die gelebte Realität widerspricht den offiziellen Werten und Führungsregeln des Unternehmens komplett. Keine Empfehlung, solange sich hier personell nichts ändert.
Image
Einfach nur schlecht!
Work-Life-Balance
War ok.
Karriere/Weiterbildung
Schnelle Übernahme von Verantwortung, allerdings nur aufgrund von Planungsfehlern der Führungsebene.
Das Management lässt die Mitarbeiter die Lücken füllen. Eine angemessene Gehaltsanpassung für die höhere Verantwortung wird jedoch verwehrt.
Gehalt/Benefits
Bei gleichen Positionen gibt es eine enorme Gehaltsspanne – die Kriterien für die Einstufung blieben mir bis heute ein Rätsel. Es war auffällig, dass die Gunst der Vorgesetzten eine große Rolle bei der Bezahlung und
Förderung spielte. Wer beliebt war, wurde mehr als angemessen entlohnt. Andere, die enorme Arbeit leisteten und ohnehin weniger verdienten, mussten hart um jede Erhöhung kämpfen.
Selbst bei einer Zusage wurde dann taktiert:
Gehaltserhöhungen wurden monatelang hinausgezögert, um sie dann mit den anstehenden Kollektivvertrags-Verhandlungen (KV) gegenzurechnen und so zu schmälern. Sehr traurig, wie ich finde.
Die angebotenen Benefits sind Standard und können das schlechte Betriebsklima auch nicht aufwiegen.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Umweltbewusstsein - andeutungsweise
Sozialbewusstsein - nicht vorhanden
Kollegenzusammenhalt
Der Zusammenhalt in meinem direkten Team war absolut TOP! Auch die Zusammenarbeit mit einigen Kollegen außerhalb des Teams lief wirklich gut. Auf den höheren Etagen war von echtem Zusammenhalt oder Solidarität
allerdings nichts zu spüren. Das Bittere daran: Mein gesamtes Team und alle, die monatelang gemeinsam alles für das Projekt gegeben haben, wurden am Ende vom Management einfach eiskalt fallen gelassen.
Umgang mit älteren Kollegen
Kein Unterschied zwischen älteren und jüngeren Kollegen.
Vorgesetztenverhalten
Verantwortungsloses und unnahbares Verhalten von Führungskräften, das intern keine Konsequenzen hatte.
Um das „Bild nach außen“ zu wahren, hielt man an Fehlbesetzungen fest. Das bittere Resultat dieser Strategie:
Das Projekt wurde eingestellt und circa 20 % der Angestellten wurden gekündigt. Diese Form der Schadensbegrenzung ist absolut unverständlich und bewirkt in puncto Außenwirkung genau das Gegenteil.
Arbeitsbedingungen
Die Arbeit findet in einem Großraumbüro statt. Da viele Kollegen sehr gerne viel und laut reden, war eine Konzentration auf die eigenen Aufgaben oft kaum möglich. Für Tätigkeiten, die Ruhe und Fokus erfordern, ist die Geräuschkulisse eine enorme Belastung.
Kommunikation
Die Kommunikation der oberen Führungsebene ist intransparent und unprofessionell.
Relevante Informationen werden zurückgehalten, während Arbeitsanweisungen oft erst fünf vor zwölf mit utopischen Zeitvorgaben weitergegeben werden.
Zudem gibt es schwerwiegende Defizite beim Thema Datenschutz
und Vertrauen: Gespräche, die explizit im Vertrauen mit dem zuständigen Bereich geführt werden, dringen regelmäßig nach außen, was viele Spannungen zwischen Kollegen und Vorgesetzten entstehen ließen. Abgerundet wird dieses Bild durch eine völlig fehlende Feedback- und
Anerkennungskultur. Ein ehrliches „Danke“ vonseiten der Entscheidungsträger existiert schlichtweg nicht.
Gleichberechtigung
Leider Mangelware. Bestimmte Nationalitäten scheinen bei der Jobvergabe chancenlos zu sein.
Zudem ist der Umgangston gegenüber Frauen teilweise absolut unangebracht und grenzüberschreitend.
Es regiert das Prinzip der Sympathie: Wer nicht ins persönliche Bild der Führungsebene passt, wird das eiskalt zu spüren bekommen.
Interessante Aufgaben
Alles, was das Projekt, an dem ich gearbeitet habe, betroffen hat.