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ÖJAB 
– 
Österreichische 
Jungarbeiterbewegung
Bewertung

Veraltete Strukturen und mangelnde Unterstützung im Arbeitsalltag

1,1
Nicht empfohlen
Hat zum Zeitpunkt der Bewertung nicht mehr im Bereich Administration / Verwaltung bei ÖJAB-Pflegewohnhaus Neumargareten in Wien gearbeitet.

Gut am Arbeitgeber finde ich

Pünktliche Gehaltszahlung

Schlecht am Arbeitgeber finde ich

Die starren Hierarchien und die mangelnde Kommunikation, die oft nur informell in Raucherpausen stattfindet. Zudem fehlt es an Wertschätzung für neue Mitarbeiter und an psychologischer Unterstützung (Supervision) bei der Arbeit mit Demenz und Tod.

Verbesserungsvorschläge

Es sollten dringend strukturierte Kommunikationswege geschaffen werden, damit wichtige Informationen für alle Mitarbeiter gleichzeitig zugänglich sind und nicht nur informell während der Raucherpausen fließen. Zudem ist die Einführung regelmäßiger Supervision und psychologischer Begleitung essenziell, um das Personal bei der belastenden Arbeit mit Demenz und Tod nicht allein zu lassen. Eine fairere Dienstplangestaltung, die neue Mitarbeiter nicht benachteiligt, sowie die Förderung von Diversität und moderner Führungskompetenz in den oberen Hierarchieebenen würden die Arbeitsatmosphäre und die Mitarbeiterbindung massiv verbessern.

Arbeitsatmosphäre

Die mangelnde Wertschätzung für die geleistete Arbeit hat mein Wohlbefinden am Arbeitsplatz stark beeinträchtigt.

Image

Das Image nach außen wirkt modern und sozial, doch intern herrscht ein sehr traditionelles und festgefahrenes Bild. Die Werte, die öffentlich kommuniziert werden, kommen im Arbeitsalltag bei den Mitarbeitern leider nicht an.

Work-Life-Balance

Die Dienstplangestaltung wirkt oft einseitig. Länger beschäftigte Kollegen scheinen bei der Vergabe von freien Tagen oder Wunschdiensten bevorzugt zu werden, was zu Lasten der restlichen Belegschaft geht.

Karriere/Weiterbildung

Theoretische Weiterbildungen sind vorhanden, aber die essenzielle Begleitung im Arbeitsalltag fehlt. Es gibt keine dauerhaften Angebote zur Psychohygiene oder Nachbesprechungen nach belastenden Ereignissen, was auf Dauer eine enorme psychische Belastung darstellt.

Gehalt/Benefits

Die Entlohnung erfolgt strikt nach Kollektivvertrag. Das Gehalt ist somit transparent und wird immer pünktlich ausgezahlt, lässt jedoch wenig Spielraum für individuelle Leistungsanreize oder Gehaltsverhandlungen.

Umwelt-/Sozialbewusstsein

Nach außen hin präsentiert sich die Organisation als sozial, doch intern spiegelt sich dieser Wert im Umgang mit den Mitarbeitern kaum wider. Soziales Bewusstsein sollte beim eigenen Personal anfangen, was hier leider oft versäumt wird.

Kollegenzusammenhalt

Es herrscht eine deutliche Kluft zwischen den Hierarchieebenen. Aufgaben werden ohne Rücksprache delegiert, wobei jegliche Wertschätzung für die geleistete Arbeit fehlt. Man hat das Gefühl, lediglich für unbeliebte Tätigkeiten zuständig zu sein, die niemand rechtfertigen möchte.

Umgang mit älteren Kollegen

Karrierepfade scheinen primär an die Betriebszugehörigkeit gekoppelt zu sein. Es drängt sich der Eindruck auf, dass langjährige Mitarbeiter auch ohne entsprechende Qualifikation in Führungspositionen aufsteigen, für die sie fachlich oder menschlich nicht vorbereitet sind.

Vorgesetztenverhalten

Die Führungskräfte sind bei Problemen oder Unterstützungsbedarf kaum greifbar. Sie treten primär dann in Erscheinung, wenn Aufgaben delegiert oder unangenehme Tätigkeiten abgewälzt werden sollen. Ein kooperativer Führungsstil sieht anders aus.

Arbeitsbedingungen

Die Arbeitsbedingungen sind wenig motivierend. Es fehlt an modernen Strukturen und technischen Hilfsmitteln, die den Arbeitsalltag effizienter gestalten würden. Man hat das Gefühl, dass in veraltete Prozesse investiert wird, statt die tägliche Arbeit der Mitarbeiter aktiv zu erleichtern.

Kommunikation

Wichtige Informationen werden oft informell in den Raucherpausen ausgetauscht. Als Nichtraucher ist es daher sehr schwierig, zeitnah an relevante Neuigkeiten zu gelangen, was zu einer spürbaren Informationslücke führt.

Gleichberechtigung

Das Unternehmen wirkt sehr konservativ und verharrt in traditionellen Rollenbildern. Für Diversität und moderne Ansätze schein hier wenig Platz zu sein, da man sehr schnell merkt, dass klassische Mann-Frau-Strukturen bevorzugt werden.

Interessante Aufgaben

Leider fehlen jegliche intellektuelle Herausforderungen. Die Tätigkeiten sind sehr einseitig gestrickt und bieten keine Möglichkeit, eigene Stärken oder Fachwissen sinnvoll einzubringen.

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Anonym · Sieh, ob’s deinen Kolleg:innen auch so geht.