Stark angefangen, stark nachgelassen
Gut am Arbeitgeber finde ich
Viele Kollegen und Kolleginnen sind wirklich top und haben die Defizite mancher Kollegen (und insbesondere vieler Führungskräfte) ausgeglichen.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Befördert wurden meist die, die nie dagegengeredet haben, sich gut eingeschleimt haben, somit keine Gefahr waren. Richtig lange im Betrieb zu sein zählt mehr als Können und Weiterbildungen. Karriereentwicklung kann man nur in der Produktion und im Frischdienst, in der Verwaltung ist es absolut furchtbar - da kommt man nicht weiter, in fast keiner Abteilung. Wenn man zu gut ist, bleibt man ewig wo man ist.
Verbesserungsvorschläge
Weniger Führungskräfte auf Zwischenstufen - so viel Management braucht es überhaupt nicht. Dann lieber Persönlichkeitsweiterbildungen für manche Führungskräfte, die zwar fachlich und organisatorisch top sind, aber nicht mit Mitarbeitenden umgehen können. Potentiale bei Mitarbeitenden frühzeitig entdecken und diese auch fördern. Jobrotation überlegen bzw. wenn Personen in andere Abteilungen wechseln wollen, dies auch mal unterstützen und nicht nur Personen mit Lebenslauf XY dafür auswählen, weil das vermeintlich besser ist. So gingen während meiner Zeit bei Ölz viele extrem gute Leute verloren. Und nie hat man daraus gelernt.
Arbeitsatmosphäre
Angenehm mit manchen Kollegen, teilweise Mikromanagement durch Führungskräfte
Image
War früher mal besser.
Work-Life-Balance
Überstundenpauschale ist nicht mehr zeitgemäß
Karriere/Weiterbildung
Trotz berufsbegleitenden Weiterbildungen wurde die interne Karriereentwicklung überhaupt nicht unterstützt bzw. viel zu wenig und zu spät gefördert. Da gibt es viel Potential nach oben, sowohl vom HR Bereich als auch von den abteilungseigenen Führungskräften. Das war über fast alle Abteilungen hinweg ein Problem, dass gute Mitarbeiter lieber dort behalten wurden, wo sie gut waren, aber nicht mehr sein wollten, als dass sie gefördert wurden. Lieber wurden externe Personen geholt, die etwas vergleichbares schon bei anderen Unternehmen (am liebsten großen Konzernen) schon einmal gemacht haben. Aber man muss auch den eigenen Leuten mal etwas zutrauen - wie sollen sie sonst zeigen, dass sie etwas können? Nur weil man etwas noch nicht gemacht hat, heißt es nicht, dass man es nicht kann.
Gehalt/Benefits
Das Gehalt war schon gut.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Das Marketing beschäftigt sich zumindest viel damit und schreibt viel darüber. Es gibt aber schon auch viele Bemühungen, soziale oder umweltfreundliche Projekte tatsächlich umzusetzen. Finde ich schon in Ordnung.
Kollegenzusammenhalt
Der war mit den meisten wirklich gut.
Umgang mit älteren Kollegen
Die werden wertgeschätzt und gut behandelt.
Vorgesetztenverhalten
Manche Vorgesetzte wurden einfach nur aufgrund langer Betriebszugehörigkeit befördert, haben nun aber eigentlich nicht genug Arbeit und surfen den halben Tag im Internet, buchen Hotels und Restaurants, während andere ihre ehemalige Arbeit erledigen, auf die sie wohl keine Lust mehr hatten. Andere Vorgesetzte haben offensichtlich Angst gute Mitarbeiter zu fördern, weil sie von ihnen überholt werden könnten. Verkaufen fremde Ideen als ihre eigenen und erhalten dafür Lob.
Arbeitsbedingungen
Sind ganz gut, da wird Wert drauf gelegt.
Kommunikation
Oft unnötig viele Meetings, damit neu eingeführte Führungskräfte in Zwischenstufen beschäftigt sind. Mehrere Gespräche mit der Personalabteilung über Probleme haben überhaupt keine Veränderung gebracht. Keine Ahnung, was sie mit den Informationen anfangen - vermutlich nichts.
Gleichberechtigung
Es sind nicht alle gleich - Männer werden häufig bevorzugt und ihnen wird mehr zugetraut. Das zeigt sich sicher auch im Gehalt.
Interessante Aufgaben
Gab Abwechslung aber viele Ideen für Kurse oder Weiterbildungen wurden zwar immer wieder aufgenommen aber einfach nie umgesetzt, obwohl über Jahre hinweg immer wieder konkret darum gebeten wurde.

