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Bewertung

Durchwachsene Bilanz: Noch gut aber Ausblick schlecht

2,6
Nicht empfohlen
Angestellte/r oder Arbeiter/inHat zum Zeitpunkt der Bewertung bei Oesterreichische Nationalbank (OeNB) in Wien gearbeitet.

Schlecht am Arbeitgeber finde ich

Bürokratismus
Mangelndes Vertrauen in Mitarbeiter:innen (aber auch in das Management)
Vorausgehorsam der jeweiligen Regierung
Politische Postenbesetzungen
Scheinlösungen für echte Probleme
Arbeitsklima, dass Egoismus fördert

Verbesserungsvorschläge

Die OeNB hat viele ihrer Probleme erkannt, jedoch sind die Maßnahmen dagegen reine Kosmetik. Beispiel Burn-Out-Prävention. Es gab vor einigen Jahren einen Schwerpunkt auf Burn-Out-Prävention. Hierfür gab es eine Reihe von Vorträgen in der Bank, wie man Burn-Out erkennen kann. Es wurde aber nichts an den Strukturen in der Bank geändert, die zu Burn-Out führen. Im Gegenteil, die Verantwortung dafür ist auf die Mitarbeiter:innen abgewälzt worden. Da es die Veranstaltungen auch nur einmal gab, haben vermutlich die Mitarbeitenden, die Burn-Out-Prävention am nötigsten brauche, die Vorträge auch nicht besuchen können.

Arbeitsatmosphäre

Durch Einführung von Stacked Ranking haben das neue Management und die Personalabteilung die Arbeitsatmosphäre vergiftet. Das Direktorium hat nämlich eine Quote festgelegt, wie viele Prozent der Mitarbeitenden einen Bonus erhalten dürfen, wer nicht (harte Grenze!) und gleichzeitig keine transparenten, öffentlich zugänglich und verbindlichen Richtlinien mitzugeben.

Image

Besser als die Bank es verdient.

Work-Life-Balance

Generell sehr gut mit Spitzen je nach Arbeitsbereich (zB Buchhaltung bei der Bilanzerstellung). Belastung aber vor allem bei der Vor-Ort-Prüfung bei der Bankenaufsicht.

Karriere/Weiterbildung

Man steht immer in Konkurrenz mit den Leuten, die entsprechendes Vitamin B haben.

Kollegenzusammenhalt

Das neue Bonussystem fördert toxisches Verhalten: Mitarbeitende haben Incentives, andere zu sabotieren, Wissen für sich zu behalten, Hilfe für andere abzulehnen, da Team- und Zusammenarbeit nicht durch die Handlungen des Direktorium honoriert werden.

Umgang mit älteren Kollegen

Ältere Kollegen mit ihrer Expertise werden nicht wertgeschätzt. Die vorhergehenden Direktorien blieben untätig bei Einschnitten in die Pensionen der entsprechenden Personen.

Das aktuelle Direktorium setzt seinen Fokus auf junge Leistungsträger:innen. Diesen werden diverse Veranstaltungen und Vernetzungen angeboten - jedoch keine unbefristeten Arbeitsplätze, weil Personal eingespart werden muss.

Vorgesetztenverhalten

Es gibt kein offensichtliches und gravierendes Missverhalten. Jedoch ist man Vorgesetzten hilflos ausgeliefert und der Betriebsrat in der OeNB ist schwach aufgestellt.

Arbeitsbedingungen

Vor 15 Jahren war die Bank noch top, seitdem gab es mit jedem neuen Direktorium Einsparungen und Verschlechterungen, obwohl man immer wieder betont hat, dass man jetzt "marktgerecht" sei.

Insbesondere wird immer wieder nach innen betont, dass wir alle Expert:innen sind, nach draußen wird das Bild jedoch nicht getragen.

Kommunikation

Mitarbeitende erfahren vieles meistens über Flurfunk und Standard (Zeitung). Das aktuelle Direktorium bemüht sich zumindest jetzt, direkt mit den Mitarbeitenden zu kommunizieren - nachdem sie die Entscheidungen getroffen haben.

Sprachlich werden ältere Mitarbeitende durch das Direktorium benachteiligt zB in dem Mitarbeitendenbrief diesen Sommer, in dem nur mehr von jungen Leistungsträger:innen gesprochen wurde und der Förderung der Jungen.

Gehalt/Benefits

Noch gut, aber nicht das Schlaraffenland, dass gerne in den Medien dargestellt wird. Vor allem darf man sich nur auf die fixen Gehaltszahlungen verlassen, weil alles andere jederzeit durch das Direktorium gestrichen werden kann bzw. nur einem exklusiven Kreis zur Verfügung gestellt wird.

Gleichberechtigung

Formal wird auf Gleichstellung zwischen Frauen und Männern geachtet. Aufgrund der Bevorzugung von Frauen bei Beförderungen bzw. Programmen und Ausbildungen, die lediglich Frauen zur Verfügung stehen, gibt es eine strukturelle Benachteiligung von Männern, die keinen "Sponsor" in der Bank haben.


Umwelt-/Sozialbewusstsein

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Arbeitgeber-Kommentar

OeNB, HR-Team
OeNBHR-Team

Liebe:r Kolleg:In,

vielen Dank, dass Sie sich die Zeit genommen haben, diese Bewertung zu verfassen - kritische Rückmeldungen helfen uns, Prozesse zu reflektieren und weiterzuentwickeln.

Gleichzeitig möchten wir Sie bitten, die Teile Ihrer Bewertung nochmals zu überdenken, in denen Sie schwerwiegende Vorwürfe wie Diskriminierung oder die Benachteiligung männlicher Mitarbeitender äußern. Hierbei handelt es sich um ernsthafte Anschuldigungen, die wir nicht hinnehmen können und entschieden zurückweisen. Unsere Unternehmenskultur basiert auf Wertschätzung, Gleichbehandlung und Diversität – unabhängig von Alter, Geschlecht oder Herkunft. Ein respektvoller und diskriminierungsfreier Umgang hat für uns oberste Priorität.

Wir verstehen, dass Veränderungen im Rahmen des neuen Direktoriums zu Verunsicherung führen können. Solche Übergangsphasen bringen naturgemäß viele Fragen und neue Prozesse mit sich. Auch Einsparungsmaßnahmen sind herausfordernd und verständlicherweise nicht erfreulich – sie sind jedoch Teil einer verantwortungsvollen und nachhaltigen Weiterentwicklung der Organisation.

Da Sie offenbar schon lange Teil unseres Teams sind, würden wir uns über einen persönlichen Austausch sehr freuen. Bitte wenden Sie sich dazu vertrauensvoll an Ihre zuständige HR-Business Partnerin oder eine andere Ansprechperson in der Abteilung „People and Culture“. Der direkte Dialog ist uns wichtig – gerade bei kritischen Themen.

Herzliche Grüße
das OeNB-Personalentwicklungsteam

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