Durchwachsene Bilanz: Noch gut aber Ausblick schlecht
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Bürokratismus
Mangelndes Vertrauen in Mitarbeiter:innen (aber auch in das Management)
Vorausgehorsam der jeweiligen Regierung
Politische Postenbesetzungen
Scheinlösungen für echte Probleme
Arbeitsklima, dass Egoismus fördert
Verbesserungsvorschläge
Die OeNB hat viele ihrer Probleme erkannt, jedoch sind die Maßnahmen dagegen reine Kosmetik. Beispiel Burn-Out-Prävention. Es gab vor einigen Jahren einen Schwerpunkt auf Burn-Out-Prävention. Hierfür gab es eine Reihe von Vorträgen in der Bank, wie man Burn-Out erkennen kann. Es wurde aber nichts an den Strukturen in der Bank geändert, die zu Burn-Out führen. Im Gegenteil, die Verantwortung dafür ist auf die Mitarbeiter:innen abgewälzt worden. Da es die Veranstaltungen auch nur einmal gab, haben vermutlich die Mitarbeitenden, die Burn-Out-Prävention am nötigsten brauche, die Vorträge auch nicht besuchen können.
Arbeitsatmosphäre
Durch Einführung von Stacked Ranking haben das neue Management und die Personalabteilung die Arbeitsatmosphäre vergiftet. Das Direktorium hat nämlich eine Quote festgelegt, wie viele Prozent der Mitarbeitenden einen Bonus erhalten dürfen, wer nicht (harte Grenze!) und gleichzeitig keine transparenten, öffentlich zugänglich und verbindlichen Richtlinien mitzugeben.
Image
Besser als die Bank es verdient.
Work-Life-Balance
Generell sehr gut mit Spitzen je nach Arbeitsbereich (zB Buchhaltung bei der Bilanzerstellung). Belastung aber vor allem bei der Vor-Ort-Prüfung bei der Bankenaufsicht.
Karriere/Weiterbildung
Man steht immer in Konkurrenz mit den Leuten, die entsprechendes Vitamin B haben.
Kollegenzusammenhalt
Das neue Bonussystem fördert toxisches Verhalten: Mitarbeitende haben Incentives, andere zu sabotieren, Wissen für sich zu behalten, Hilfe für andere abzulehnen, da Team- und Zusammenarbeit nicht durch die Handlungen des Direktorium honoriert werden.
Umgang mit älteren Kollegen
Ältere Kollegen mit ihrer Expertise werden nicht wertgeschätzt. Die vorhergehenden Direktorien blieben untätig bei Einschnitten in die Pensionen der entsprechenden Personen.
Das aktuelle Direktorium setzt seinen Fokus auf junge Leistungsträger:innen. Diesen werden diverse Veranstaltungen und Vernetzungen angeboten - jedoch keine unbefristeten Arbeitsplätze, weil Personal eingespart werden muss.
Vorgesetztenverhalten
Es gibt kein offensichtliches und gravierendes Missverhalten. Jedoch ist man Vorgesetzten hilflos ausgeliefert und der Betriebsrat in der OeNB ist schwach aufgestellt.
Arbeitsbedingungen
Vor 15 Jahren war die Bank noch top, seitdem gab es mit jedem neuen Direktorium Einsparungen und Verschlechterungen, obwohl man immer wieder betont hat, dass man jetzt "marktgerecht" sei.
Insbesondere wird immer wieder nach innen betont, dass wir alle Expert:innen sind, nach draußen wird das Bild jedoch nicht getragen.
Kommunikation
Mitarbeitende erfahren vieles meistens über Flurfunk und Standard (Zeitung). Das aktuelle Direktorium bemüht sich zumindest jetzt, direkt mit den Mitarbeitenden zu kommunizieren - nachdem sie die Entscheidungen getroffen haben.
Sprachlich werden ältere Mitarbeitende durch das Direktorium benachteiligt zB in dem Mitarbeitendenbrief diesen Sommer, in dem nur mehr von jungen Leistungsträger:innen gesprochen wurde und der Förderung der Jungen.
Gehalt/Benefits
Noch gut, aber nicht das Schlaraffenland, dass gerne in den Medien dargestellt wird. Vor allem darf man sich nur auf die fixen Gehaltszahlungen verlassen, weil alles andere jederzeit durch das Direktorium gestrichen werden kann bzw. nur einem exklusiven Kreis zur Verfügung gestellt wird.
Gleichberechtigung
Formal wird auf Gleichstellung zwischen Frauen und Männern geachtet. Aufgrund der Bevorzugung von Frauen bei Beförderungen bzw. Programmen und Ausbildungen, die lediglich Frauen zur Verfügung stehen, gibt es eine strukturelle Benachteiligung von Männern, die keinen "Sponsor" in der Bank haben.


