Gut am Arbeitgeber finde ich
Leider fällt es mir schwer, etwas wirklich Positives zu nennen. Einzelne nette Kollegen haben den Arbeitsalltag zumindest etwas erträglicher gemacht. Ansonsten überwiegen für mich die negativen Erfahrungen deutlich.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Den respektlosen Umgang mit Lehrlingen, die ständig wechselnden Ausbilder und das toxische Arbeitsklima. Probleme werden zwar angesprochen, aber von der Geschäftsführung meiner Erfahrung nach ignoriert oder heruntergespielt. Statt einer richtigen Ausbildung stehen Putzen, Auspacken und Möbelschleppen im Vordergrund. Dazu kommen lautstarke Streitigkeiten, mangelnde Wertschätzung und Probleme bei der Gehaltsauszahlung. Besonders enttäuschend finde ich, dass ausgerechnet die Personen, die Lehrlinge unterstützen und fördern sollten, oft selbst Teil des Problems waren.
Verbesserungsvorschläge
Lehrlinge sollten endlich als Menschen gesehen werden, die etwas lernen wollen, und nicht nur als günstige Arbeitskräfte. Es braucht feste, kompetente Ausbilder, die unterstützen, statt zusätzliche Probleme zu verursachen. Kritik sollte ernst genommen werden und nicht nur mit leeren Versprechungen abgetan werden.
Auch die Geschäftsführung sollte bei Konflikten endlich Verantwortung übernehmen, statt wegzusehen. Mehr Respekt, ein professioneller Umgang miteinander, abwechslungsreiche Aufgaben und eine ordentliche Ausbildung wären ein guter Anfang. Denn Lehrlinge sind zum Lernen da und nicht nur zum Putzen, Auspacken und Möbelschleppen.
Arbeitsatmosphäre
Ich ging fast täglich mit Bauchschmerzen und Kopfschmerzen zur Arbeit, weil man nie wusste, welcher Streit einen wieder erwartet. Lautstarke Konflikte zwischen Kollegen oder innerhalb der Familie wurden teilweise sogar vor Kunden ausgetragen. Die Atmosphäre empfand ich als extrem unangenehm und belastend.
Karrierechancen
Aufstiegsmöglichkeiten gibt es kaum. Da weder richtige Abteilungen noch Positionen wie Storemanager vorhanden sind, sehe ich wenig Chancen, über die Tätigkeit als Verkäuferin hinauszukommen.
Arbeitszeiten
Arbeitszeiten von 10 bis 18 Uhr mit nur einer halben Stunde Mittagspause. Viel Freizeit bleibt unter der Woche nicht, besonders wenn zusätzlich noch Teammeetings oder Besprechungen stattfinden. Work-Life-Balance sieht für mich anders aus.
Ausbildungsvergütung
Gehälter kamen meiner Erfahrung nach teilweise zu spät oder wurden falsch ausbezahlt. Auch Provisionen fehlten öfter. Besonders fragwürdig fand ich, dass Mitarbeiter sich fehlende Beträge angeblich einfach aus der Kasse nehmen sollten.
Die Ausbilder
Ständig wechselnde Ausbilder, zeitweise hatte ich sogar gar keinen. Meine letzte Ausbilderin notierte sich, wann wir Lehrlinge krank waren und was wir hatten. Außerdem hatte ich das Gefühl, dass sie versuchte, uns gegeneinander auszuspielen. Das Verhalten empfand ich als extrem toxisch. Die Geschäftsführung ignorierte die angesprochenen Probleme weitgehend, obwohl viele Konflikte ausgerechnet von der Person ausgingen, die uns eigentlich unterstützen sollte.
Spaßfaktor
Wer eine Ausbildung sucht, in der man hauptsächlich Aufgaben erledigt, die Lehrlinge schon vor 40 Jahren gemacht haben, ist hier richtig. Statt etwas über Einrichtung, Möbel oder Beratung zu lernen, lernt man hauptsächlich, wie man Waren richtig auspackt und putzt.
Aufgaben/Tätigkeiten
Drei Jahre lang fast jeden Tag dasselbe: auspacken, putzen und Möbel schleppen. Herumstehen war nicht erlaubt, also musste man sich ständig irgendeine Beschäftigung suchen. Wirklich ausgebildet habe ich mich dabei selten gefühlt.
Variation
Abwechslung gab es kaum. Neben Putzen und Auspacken mussten wir auch schwere Möbel schleppen oder teilweise alleine im Geschäft stehen. Statt neue Dinge zu lernen, erledigte man täglich dieselben körperlich belastenden Arbeiten.
Respekt
Wenn man Probleme angesprochen hat, wurde einem versprochen, dass sich etwas ändern würde. Passiert ist letztendlich nichts. Als Lehrling fühlte man sich weder ernst genommen noch wirklich wertgeschätzt.