Leider nicht die richtige Wahl für engagierte Mitarbeiter! Haus 420
Gut am Arbeitgeber finde ich
Immerhin: Das Gehalt kommt pünktlich, die Lage ist top und der Blick aus der Kantine entschädigt manchmal für so manches im Arbeitsalltag.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Arbeitsatmosphäre, Führungskultur, Kommunikation, Karriere & Gleichberechtigung, Anerkennung, Arbeitsbedingungen, Work-Life-Balance, Umwelt- & Klimabewusstsein, Verbesserungskultur & HR
Verbesserungsvorschläge
Verbesserungsvorschläge? Werden gern entgegengenommen – als Deko fürs nächste Meeting. HR glänzt durch Gleichgültigkeit und schützt lieber die Führungskräfte als die Mitarbeitenden. Dass sich seit Jahren dieselben Bewertungen wiederholen, scheint niemanden zu stören.
Man fragt sich unweigerlich, ob diese Stimmen jemals beim Unternehmer ankommen. Wäre das der Fall, hätte sich längst etwas geändert. Aber klar, Hauptsache es gibt Obstteller, Rabattaktionen und hübsche Phrasen – während das eigentliche Fundament, der menschliche Umgang, weiter bröckelt.
Arbeitsatmosphäre
Arbeitsklima? Eher Überwachungszone. Abteilungsleiter achten mehr auf ihr Image bei der Geschäftsleitung als auf ihre Mitarbeiter. Es wird kontrolliert, gespitzelt und berichtet – wer sich unterhält, gilt schnell als „Tratschtante“. Vertrauen gibt es hier nur in Form von Angst.
Image
Das Unternehmen hatte einst einen hervorragenden Ruf – geprägt von Innovationskraft, Zusammenhalt und klarer Führung. Leider ist davon heute kaum noch etwas übrig. Fehlentscheidungen im Management, hohe Fluktuation und ein wachsendes Misstrauen unter den Mitarbeitenden haben das einst starke Fundament ins Wanken gebracht. Was früher als Vorzeigeunternehmen galt, wirkt inzwischen orientierungslos und ausgebrannt.
Work-Life-Balance
Work-Life-Balance ist hier eher ein schönes Schlagwort als Realität. Wer Karriere machen will, muss ständig erreichbar sein. Die hohe Krankenquote und häufiges Einspringen an freien Tagen machen es unmöglich, wirklich abzuschalten.
Karriere/Weiterbildung
Karriere- und Weiterbildungsmöglichkeiten werden im Unternehmen vielversprechend präsentiert und sind grundsätzlich vorhanden. Allerdings zeigt sich schnell, dass vor allem jene Personen gefördert werden, die mit Ellbogenmentalität agieren und für ihren eigenen Aufstieg wenig Rücksicht auf andere nehmen. Wer menschliche Werte schätzt und ein faires Miteinander erwartet, wird hier enttäuscht.
Gehalt/Benefits
Leistung wird hier großgeschrieben – die Bezahlung leider nicht. Wer viel Einsatz zeigt, bekommt vor allem neue Aufgaben, aber selten eine faire Entlohnung.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Nach außen gibt sich das Unternehmen umweltbewusst und klimafreundlich. In der Realität sieht es leider anders aus: Noch voll funktionsfähige oder verkaufbare Ware wird entsorgt, nur weil sie laut Etikett als „Altware“ gilt. Nachhaltigkeit endet hier offenbar beim Marketing.
Kollegenzusammenhalt
Teamarbeit wird hier groß angekündigt, in der Praxis aber systematisch zerstört. Verkäufer werden gegeneinander ausgespielt, Umsätze werden öffentlich verglichen, und wer nicht vorne liegt, ist schnell Gesprächsthema. Auch die Führungskräfte liefern sich ihr eigenes Konkurrenzspiel – Vertrauen sucht man hier vergeblich.
Umgang mit älteren Kollegen
Ältere Kolleginnen und Kollegen werden hier leider nicht für ihre Erfahrung geschätzt, sondern oft als Belastung betrachtet. Statt ihr Wissen zu nutzen, werden sie an den Rand gedrängt und als „nicht mehr flexibel genug“ abgestempelt. Wertschätzung für langjährige Mitarbeit? Fehlanzeige.
Vorgesetztenverhalten
Das Verhalten der Vorgesetzten ist leider sehr problematisch. Mitarbeiter werden nicht begrüßt, Kunden im Verkaufsraum ebenso wenig, und schlechte Laune der Führungsebene färbt direkt auf Bewertungen und Entscheidungen ab. Professionelles Auftreten sieht anders aus.
Arbeitsbedingungen
Die Arbeitsbedingungen lassen stark zu wünschen übrig. Veraltete Systeme und unklare Prozesse erschweren den Arbeitsalltag erheblich. Informationen fließen nur schleppend, was zu unnötigen Verzögerungen und Frust führt.
Kommunikation
Interne Kommunikation? Fehlanzeige. Mitarbeiter erfahren wichtige Informationen häufig über Kunden oder aus Gerüchten anderer Standorte. Eine klare Informationskette existiert nicht, was zu Missverständnissen und unnötigem Chaos führt.
Gleichberechtigung
Gleichberechtigung existiert hier nur auf dem Papier. Männliche Kollegen steigen deutlich schneller auf, da sie als „flexibler“ gelten. Frauen hingegen bleiben oft auf der Strecke – es sei denn, sie sind bereit, ihr Privatleben hintenanzustellen und für die Karriere ständig den Standort oder sogar das Land zu wechseln.
Interessante Aufgaben
Interessante Aufgaben gibt es durchaus, allerdings fehlt oft die nötige Zeit, um sie sinnvoll umzusetzen. Zu wenige Verkaufsmitarbeiter und eine ungleichmäßige Aufgabenverteilung führen dazu, dass man im Prinzip „Mädchen für alles“ ist und zusätzlich Aufgaben aus angrenzenden Bereichen übernehmen muss.

