Ihr Unternehmen?

Kein Logo hinterlegt

places 
to 
be
Bewertung

Ihr Unternehmen?

Ein Arbeitgeber der drei/vierwöchige Arbeitnehmer mit viel Geld anlockt und unter Mindestlohn bei über Vollzeit liefert

2,0
Nicht empfohlen
Ex-Zeitarbeiter/inHat bis 2026 bei Places to Be GmbH in Wien gearbeitet.

Gut am Arbeitgeber finde ich

Man kann Interessante Orte und Menschen kennenlernen, zumindest oberflächlich

Schlecht am Arbeitgeber finde ich

Kompetitives Arbeitsklima, Arbeitsbedingungen, Mangelnde Vorbereitung auf neue Mitarbeiter

Verbesserungsvorschläge

Ein realistischeres Bild für Ferien- und Studentenjobler schaffen.
Je nach Jahreszeit bessere Arbeitsumstände schaffen, das heißt vor allem im Sommer Getränke oder Abkühlungsmöglichkeiten bereitstellen.
Tatsächlich Schulungen oder Kurse durchführen um die angehenden Arbeitskräfte auf den Job vorzubereiten.
An der eigenen Organisation / Vorbereitung auf neue Mitarbeiter arbeiten.

Arbeitsatmosphäre

Es ist von Tag 1 an super Kompetitiv. Jeden Tag wird sich ein persönliches Tagesziel gesetzt welches natürlich am nächsten Tag überboten werden soll, auch bei Neuwerbern wohlgemerkt.
Gleichzeit herrscht ein Mindset von wegen, dass es die Anderen zu überbieten gilt

Image

Vor allem die Altwerber und die, die vor haben den Job langfristig zu machen schwärmen nur so von dem Job, vergöttern ihn sogar beinahe. Nach außen hin genießt die Firma auch ein gutes Image, unter anderem wegen Seiten wie dieser hier.
Unter Neuwerbern die bereits im Job sind würde ich sagen, ist das Image so ungefähr mittelmäßig

Work-Life-Balance

Deine Gesamte Freizeit find nach 20/21 Uhr statt und beschränkt sich auf das was der Einsatzort oder die Ferienwohnung zu bieten hat. Ist man in einem eher kleineren Ort oder ist die Wohnung nicht so toll, dann kann das gerne mal absolut nichts sein. Anders gesagt viel Spaß beim Doomscrollen.
Man hat 2 Tage die Woche Frei, Sonntag und Montag. Leider aber nur in der Theorie. Sonntags ist nämlich die Abreise zum nächsten Einsatzort und am Montag ist Teamaktivität. Man könnte jetzt meinen, dass das heißt, dass sich alle im Team zusammensetzen und besprechen was man denn gerne so tolles machen will. An sich setzen sich aber nur die Teamleiter zusammen und entscheiden dann über die Teamaktivität. Man ist an sich nicht gezwungen mitzumachen, jedoch ist man damit meist alleine und viel Spaß zu Fuß herauszufinden was man den so in einer Stadt die man noch nie zuvor gesehen den so tolles machen kann.

Achja und je nach dem mit wem man in der Wohnung ist kann es gerne mal sein, dass man bis 3 Uhr in der Früh wach ist obwohl am nächsten Tag um 10 / 11 Uhr die Arbeit losgeht.

Umwelt-/Sozialbewusstsein

Wie's in der Firma selbst ist kann ich nur schwer sagen. Ich weis dahingehend nur, dass sie was den nächsten Einsatzort in der nächsten Woche angeht sich einen Ort aussuchen der nicht allzuweit entfernt ist damit sie nicht jedes mal quer durch Deutschland und Österreich fahren.
Unter den Kollegen kann ich da aber ganz klar sagen, Umwelt- oder Sozialbewusstsein ist nicht vorhanden. Es wird sich täglich Fastfood vor dir Haustür bestellt oder mit irgendwelchen Instantnudeln durchgefüttert.

Karriere/Weiterbildung

Für Ferien- / Studentjobler bietet der Job so ziemlich nichts, höchstens das man selbstständig lernt wie man ein bisschen leichter mit Fremden Menschen ins Gespräch kommt.
Für Altwerber und Leute die den Job langfristig machen wollen bestehen durchaus Aufstiegs- und Weiterbildungsmöglichkeiten hin zum Team- oder Kampagnenleiter oder in die Verwaltung der Firma.

Kollegenzusammenhalt

Es wird regelmäßig über andere Kollegen gelästert.
Sollte es bei einem Kollegen mal eine Woche gar nicht gut laufen, aka man hat niemanden zum spenden überzeugt oder unter 100€ an Monatspenden zusammenbekommen, dann sagen einem dir Kollegen nur, dass das ja normal / nicht so schlimm sei und dass es ja nächste Woche besser laufen würde.
Bei Altwerbern welche mehr Ehrfahrung haben, den Job langfristig machen und insgesamt auch im Durchschnitt mehr Leute mit überdurchschnittlichen Beiträgen anwerben mag diese herangehensweise auch Sinn machen, bei einem Neuwerber der den Job auch nur 3 oder 4 Wochen macht jedoch nicht. Da kann es nämlich leicht vorkommen, dass man in der ersten Woche nur das Grundgehalt von 60€ pro Arbeitstag abzüglich der Quartieskosten von 168€ die Woche ausgezahlt bekommt. Zusammen mit Verpflegung ist man da locker leicht gute 50-100€ im Minus. Kommt man jetzt in seiner letzen Wochen dann mal endlich auf so 200€ angeworbenen Monatsbeitrag, kommt man auf ein Gehalt unter Minijob aber bei Vollzeitarbeitszeit.
Einer meiner Neuwerber Kollegen hatte so eine erste Woche, wollte kündigen, aber wurde vom Rest überredet weiter zu machen.

Umgang mit älteren Kollegen

Ist jetzt eher wie der Umgang von älteren Kollegen mit jüngeren ist (selbst die "alten" sind allerhöchstens so 30")
Noch im Bewerbungsgespräch wurde mir die Firmenhierachie so vermittelt als wäre es eine große entspannte Familie. In der Realität schaut es dann aber eher so aus: Teamleiter haben teils stark autoritäre Züge und der Familienvibe besteht höchstens in der Freizeit. Ansonsten ist es eher wie in einer WG die nur, aber wirklich ausschließlich nur aus finanziellen Gründen existiert.

Vorgesetztenverhalten

Ich habe mehrmals Streitigkeiten zwischen Teammitgliedern und einem der Teamleiter mitbekommen, von lappalien hin zu Witzen über Traumata und dem ignorieren von tatsächlichen medizinischen Konditionen wie Reiseübelkeit bei einem der Teammitglieder

Ebenso sind Krankheiten oder andere körperliche leiden egal. Ich war einen Tag Zuhause, weil ich starke Krämpfe hatte und ich dementsprechend nicht laufen konnte (Arbeit war Door to Door), bei einem Kollegen, weil er mit Allergieen zu Kämpfen hatte. Durften am nächsten Tag als Strafe die Küche sauber machen-

Arbeitsbedingungen

Die Arbeit findet statt, egal unter welchen Witterungsbedingungen. Das hies bei mir, dass ich bei so 35° Treppenhäuser hoch und runter laufen durfte und mir und meinen Kollegen dabei keinerlei Getränke oder Abkühlungsmöglichkeiten bereitgestellt wurden.
Meine einzige Wasserversorgung war dann für einen 8-9 Stunden Tag der genau zu heißesten Zeit beginnt meine 1,5l Flasche und das bisschen Wasser was man sich von Anwohnern erbettelt hat. Wenigsten hat es mir an Toilettenpausen nicht gemangelt. Warum? Weil die 1,5 Liter die meist so 2 bis höchstens 3 Stunden gereicht haben direkt wieder rausgeschwitzt hab.

Noch dazu wird einem vom Arbeitgeber eine Ferienwohnung gestellt. In meinem Fall war diese für mein Team zu klein und da ich der neue war durfte ich auf einer Couch schlafen, wohlgemerkt kein Couchbett. Den Raum musste ich mir mit einem Kollegen teilen, dieser schlief auf einem Couchbett. Später durfte ich dann alleine auf diesem Couchbett in dem nicht klimatisierten Wohnzimmer schlafen. Einem Wohnzimmer entsprechend war meine persönliche Privatsphäre buchstäblich nicht vorhanden, vorallem auch deswegen nicht da das Wohnzimmer der einzige Zugang zum gemeinschaftlichen Balkon war.

Kommunikation

Ich brechs mal auf drei Aspekte runter

Vorm Job Antritt:
Man kriegt "Schulungsmaterialien" zugeschickt zu der jeweiligen Organisation für die man wirbt aber auch für allgemeines Rhetorik Zeug.
Die Infos zu meiner Orga waren so etwa 15min lang.
Die Rhetorik"schulungen" waren random Videos aus dem Internet die auch ungefähr so hilfreich waren.
Ich sollte dann noch einen Gesprächsleitfaden lernen, dieser würde nämlich abgefragt.
Mir wurde mitgeteilt wann mein erster Arbeitstag sei und vor Ort sollte ich auch noch eine Schulung erhalten.

Im Job:
Vor Ort gab es keine Schulung und mir wurde mitgeteilt, dass mein erster Arbeitstag erst einen Tag später ist.
An meinem tatsächlichen ersten Arbeitstag musste mir ein Altwerber, nicht Teamleiter dann nochmal grundlegendste Sachen erklären weil das bis dato niemand gemacht hatte. Vor der Arbeit gab es auch noch ein 10min Trochkentraining(Tt).
Und erst nach meinem ersten Arbeitstag hab ich den Gesprächsleitfaden bekommen nachdem ich mehrfach darum bat.

Feierabend:
Du erhältst wenig bis kein direktes Feedback nach der Arbeit, nur halt eben im Tt davor, dementsprechend ist es nicht leicht sich zu verbessern, vorallem ohne Grundkenntnisse.

Gehalt/Benefits

Hier muss ich der Fairness halber klar Differenzieren.
Hat man vor diesen Job langfristig zu machen, hat Erfahrung in dem Bereich oder ist dort schon länger dabei, dann kann man durchaus überdurchschnittlich gut in dem Job verdienden, bis zu so 4k oder 5k netto im Monat.
Hat man aber vor diesen Job einmalig für 3 oder 4 Wochen am Stück zu arbeiten als eine Art Ferien- / Studentenjob und hat dementsprechend nicht wirklich Erfahrung oder gute Rhetorikkenntnisse, so kann es im schlimmsten Fall sogar dazu kommen, dass man im dreistelligen Minus landet (Quatierskostenpauschale welche vom Gehalt abgezogen wird, als auch Verpflegungskosten für die man 100% selbst aufkommen muss).
Im besten Fall kommst du realistisch gesehen mit so 1,8k da raus. Da du diese 4 Wochen Vollzeit, teilweise sogar noch mehr, arbeitest kommst du da nicht mal auf den Mindestlohn (eher so 10,50€/h) und bist nochdazu kein bisschen versichert.

Interessante Aufgaben

Als Neuwerber hast du keinerlei Einfluss auf irgendwas. In welchen Gebieten musst du werben? Darfst du in dein Einsatzgebiet fahren oder musst du eben hin laufen? Arbeitest du an dem Tag mit jemandem zusammen der sich dessen Bewusst ist, dass du Anfänger bist oder wirst du so behandelt als ob du den Job schon 3 Jahre machst? Es wird einem wirklich nicht leicht gemacht sich in dem Job zu verbessern und am Ende des Tages ist vieles auch einfach Glück.

HilfreichHilfreich?ZustimmenZustimmen?MeldenTeilen
Loading...
Puls

Bewertungen zeigen das große Ganze. Puls zeigt den Moment.

Wie läuft deine Arbeitswoche?

Anonym · Sieh, ob’s deinen Kolleg:innen auch so geht.