Wenig echte Benefits, subjektive Bewertungen und Rücknahme von Flexibilität
Gut am Arbeitgeber finde ich
+Kollegialer Zusammenhalt
+Fachlich interessante Aufgaben
+Modernes Produkt und grundsätzlich gutes Marktpotenzial
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
-Subjektive Leistungsbewertungen
-Kaum Gehalts- und Karriereentwicklung
-Fehlende Wertschätzung für Mehrarbeit
-Rücknahme von Flexibilität (Full Remote → 4 Tage Präsenz)
-Keine Feedback- und Unternehmenskultur
-Entscheidungen ohne spürbare Mitarbeiterbeteiligung
-Abgesehen von Homeoffice (jetzt nur noch 1 Tag) kaum echte Benefits
Verbesserungsvorschläge
-Realistische und erreichbare Bonusziele definieren
-Objektive, nachvollziehbare Performance-Kriterien einführen
-Persönliche Sympathie aus Bewertungen und Entscheidungen herausnehmen
-Überstunden und Zusatzverantwortung anerkennen
-Remote-Vereinbarungen respektieren und Präsenzpflichten überdenken
-Feedback aus Surveys ernst nehmen und sichtbar umsetzen
-Attraktive und zeitgemäße Benefits einführen
Arbeitsatmosphäre
Ich empfinde die Arbeitsatmosphäre als zunehmend angespannt. Trotz hoher Einsatzbereitschaft, Mehrarbeit und Überstunden entsteht der Eindruck, dass Leistung nicht angemessen anerkannt wird. Statt Motivation zu fördern, wirken viele Entscheidungen demotivierend.
Image
Nach außen modernes, flexibles und mitarbeiterorientiertes Image, das meiner Erfahrung nach intern nicht konsequent gelebt wird.
Work-Life-Balance
Die Work-Life-Balance hat sich deutlich verschlechtert. Viele Mitarbeitende haben ursprünglich Full-Remote- oder Remote-Verträge abgeschlossen. Trotz dessen wurde kürzlich ein Wechsel zu vier Tagen Präsenzarbeit pro Woche eingeführt. Diese Änderung empfinde ich als schwer nachvollziehbar und belastend, insbesondere in Kombination mit regelmäßigem Mehraufwand und Überstunden.
Karriere/Weiterbildung
Karrierepfade sind wenig transparent. Zusätzliche Verantwortung führt nicht automatisch zu Weiterentwicklung oder Anerkennung.
Kollegenzusammenhalt
Der Zusammenhalt unter Kolleg:innen ist gut und stellt einen der positiven Aspekte dar. Unterstützung findet vor allem innerhalb der Teams statt und weniger durch formale Strukturen oder Führungskräfte.
Vorgesetztenverhalten
Das Verhalten von Vorgesetzten empfinde ich als wenig konsistent und teilweise subjektiv. Leistungsbewertungen scheinen aus meiner Sicht häufig von persönlicher Sympathie oder dem Verhältnis zur Führungskraft beeinflusst zu sein, anstatt auf klaren, messbaren Kriterien zu beruhen. Dadurch fehlt ein Gefühl von Fairness und Gleichbehandlung.
Arbeitsbedingungen
Über längere Zeit war das Büro aus meiner Sicht keine geeignete Arbeitsumgebung (Baustelle, Lärm, fehlende Heizung). Trotz dieser Bedingungen wurde die Präsenzpflicht erhöht. Nun steht zusätzlich ein erneuter Büroumzug an, der ebenfalls nicht als Verbesserung wahrgenommen wird. Die Begründung, damit Zusammenarbeit zu fördern, erscheint mir widersprüchlich, da viele Führungskräfte selbst remote aus dem Ausland arbeiten.
Kommunikation
Kommunikation erfolgt aus meiner Sicht überwiegend von oben nach unten. Mitarbeitende werden zwar um Feedback gebeten, etwa im Rahmen eines Engagement Surveys, jedoch habe ich nicht den Eindruck, dass dieses Feedback in konkrete Verbesserungen übersetzt wird. Kürzlich getroffene Entscheidungen stehen sogar im klaren Widerspruch zu den geäußerten Rückmeldungen.
Gehalt/Benefits
PlanRadar wirbt mit einem Bonusmodell, setzt dafür jedoch meiner Wahrnehmung nach niedrigere Grundgehälter an. Die Bonusziele empfinde ich als unrealistisch und kaum erreichbar, da Unternehmensziele sehr hoch angesetzt werden.
Gehaltserhöhungen erscheinen nahezu unmöglich. Trotz Mehrarbeit, Überstunden und zusätzlicher Verantwortung wird die Performance regelmäßig nur als „durchschnittlich“ bewertet, mit der Begründung, man könne immer noch mehr leisten.
Gleichberechtigung
Gleichberechtigung wird zwar kommuniziert, spiegelt sich aus meiner Sicht jedoch nicht immer in Gehalts-, Rollen- und Karriereentscheidungen wider.
Interessante Aufgaben
Die Aufgaben an sich sind interessant und fachlich anspruchsvoll. Dieses Potenzial wird jedoch durch strukturelle Entscheidungen, fehlende Anerkennung und begrenzte Entwicklungsmöglichkeiten abgeschwächt.

