Mehr Schein als Sein
Gut am Arbeitgeber finde ich
In der Vergangenheit waren vor allem die Mitarbeiter, das Produkt sowie die Arbeitsatmosphäre große Stärken dieses Arbeitgebers. Vor einigen Jahren herrschte ein sehr positives Klima: motivierte Teams, guter Zusammenhalt und eine angenehme Zusammenarbeit.
Leider hat sich dies in den letzten ein bis zwei Jahren deutlich verändert. Viele erfahrene und leistungsstarke Mitarbeitende haben das Unternehmen verlassen, wodurch Dynamik und Teamgeist spürbar verloren gegangen sind. Aktuell ist die Stimmung stark von Unsicherheit geprägt. Gespräche über Bewerbungen, Jobwechsel und externe Möglichkeiten sind allgegenwärtig.
Seit Einführung der sehr strikten Rückkehr-ins-Büro-Regelung steht dieses Thema im Mittelpunkt. Es beeinflusst die Arbeitsatmosphäre stark und erschwert konzentriertes Arbeiten. Insgesamt ist von der früher positiven Unternehmenskultur leider nur noch wenig übrig.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Das Gehalt und die Gehaltsentwicklung stellen einen klaren Schwachpunkt dar. Die Vergütung liegt im Marktvergleich eher im unteren Bereich, und reale Anpassungen an Inflation, Leistung oder steigende Verantwortung erfolgen nur sehr eingeschränkt. In Kombination mit dem Wegfall der Flexibilität verliert das Gesamtpaket deutlich an Attraktivität.
Besorgniserregend ist auch die aktuelle strategische Ausrichtung des Unternehmens. Entscheidungen werden sehr kurzfristig, starr und ohne echten Austausch mit den Mitarbeitenden getroffen. Dadurch entsteht der Eindruck, dass wichtige Maßnahmen wenig durchdacht sind und kaum Rücksicht auf die tatsächlichen Arbeitsrealitäten nehmen.
Leistung wird zunehmend über physische Anwesenheit bewertet, statt über Ergebnisse. Dabei wurde über Jahre hinweg erfolgreich im Remote- oder Hybridmodell gearbeitet. Viele Mitarbeitende haben ihr Privatleben bewusst an diese Flexibilität angepasst, was nun kaum berücksichtigt wird.
Von den angebotenen Benefits ist nichts mehr übrig. Die frühere Flexibilität hat diesen Mangel ausgeglichen, dieser Vorteil ist nun weggefallen. Zwar werden regelmäßig Umfragen durchgeführt, jedoch sind daraus kaum sichtbare Veränderungen entstanden.
Verbesserungsvorschläge
Statt starrer Vorgaben braucht es flexible, moderne Arbeitsmodelle. Sinnvoll wären beispielsweise monatliche Präsenzquoten mit freier Einteilung oder hybride Modelle, die von den Teams selbst festgelegt werden können.
Wenn mehr Anwesenheit gewünscht ist, sollten dafür echte Anreize geschaffen werden, etwa durch Zuschüsse zu Fahrtkosten oder Essensangebote. Besonders wichtig ist, dass Feedback ernst genommen und sichtbar in Entscheidungen umgesetzt wird. Nur so können Vertrauen, Motivation und langfristige Bindung wieder gestärkt werden.
Arbeitsatmosphäre
Die Atmosphäre im Unternehmen ist seit längerer Zeit deutlich getrübt. Spätestens seit der Bekanntgabe der neuen Remote-Policy hat sich die Stimmung sowohl im Büro als auch unter den Mitarbeitenden spürbar verschlechtert. Das Arbeitsklima ist von Frustration, Demotivation und Vertrauensverlust geprägt - ein Zustand, auf den hier eigentlich gar nicht weiter eingegangen werden müsste, da er für viele ohnehin offensichtlich ist.
Kommunikation
Ein zentraler Kritikpunkt ist die mangelhafte interne Kommunikation, insbesondere auf Ebene des oberen Managements. Strategische Entscheidungen werden häufig ohne ausreichende Erklärung oder nachvollziehbaren Kontext getroffen und anschließend einfach umgesetzt
Kollegenzusammenhalt
Kollegen sind wirklich toll und ein Grund warum man gerne noch hier arbeitet. Wir helfen einander und pflegen trotz bestehender Herausforderungen ein respektvolles Miteinander. Da aber leider viele tolle Kollegen das Unternehmen verlassen, ist es auch hier nur eine Frage der Zeit.
Work-Life-Balance
Die Work-Life-Balance wurde über Jahre hinweg als wichtiger Benefit verkauft und plötzlich wurde genau dieses zentrale Benefit wieder gestrichen. Eine schrittweise Einführung mit Feedback der Mitarbeitenden wäre deutlich sinnvoller gewesen, statt einfach Entscheidungen über die Köpfe der Mitarbeitenden hinweg zu treffen. Das Problem: Ein Benefit wurde genommen, ohne dass etwas dafür angeboten wird. Die Firma nimmt viel gibt aber kaum etwas zurück
Interessante Aufgaben
Die Aufgaben sind in Ordnung. Es kommt auch immer auf die Abteilung und deine Position drauf an.
Gleichberechtigung
Spürt man in der Firma nicht viel. Für eine IT Firma sind schon relativ viele Frauen angestellt aber man merkt in den Führungspositionen dominieren die Männer
Umgang mit älteren Kollegen
Da wir ein relativ junges Team haben, kann man hier keine genaue Beurteilung abgeben.
Arbeitsbedingungen
Die Arbeitsbedingungen in dem aktuellen Office sind miserabel. Seit Jahren arbeiten wir auf einer Baustelle und jetzt wo die Baustelle dem Ende zugeht ziehen wir um.
Gehalt/Sozialleistungen
Das Gehalt ist ein großer Kritikpunkt. Im Vergleich zu ähnlichen Unternehmen fällt die Bezahlung deutlich niedrig aus. Gehaltsverhandlungen sind ineffektiv und man muss oft intensiv für jede Erhöhung kämpfen. Auch langjährige Mitarbeitende erhalten kaum Anerkennung oder eine Anpassung. Erfahrung und Leistung werden kaum berücksichtigt, stattdessen scheint das Ziel zu sein, die Gehälter so niedrig wie möglich zu halten.
Image
Nach außen präsentiert sich die Firma als perfekt und professionell – intern sieht die Realität jedoch deutlich anders aus. Hinter der glänzenden Fassade herrscht oft ein Umfeld, das von Problemen und Zerfall geprägt ist
Karriere/Weiterbildung
In manchen Positionen besteht eine Aufstiegsmöglichkeit, in anderen nicht. Hier könnte man sich auch mehr eingefallen lassen um die Motivation von den Leuten zu stärken.

