Quester – Kommunikation? Ein Mythos. Führung? Eine Vermutung.
Gut am Arbeitgeber finde ich
Gut am Arbeitgeber? Der Parkplatz (für den man bezahlt)! Und die Tatsache, dass man hier lernt, selbst im größten Durcheinander professionell zu wirken. Ein idealer Ort, um Resilienz, Sarkasmus und Geduld gleichzeitig zu trainieren – täglich, praxisnah, All-Inclusive.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Der Mix aus Baustelle und Ballgesellschaft. Außen Glanz und Gala, innen Staub und Beton. Man redet wie im Palais, entscheidet wie im Hinterhof – Hauptsache, der Auftritt sitzt.
Verbesserungsvorschläge
Vielleicht ein internes Pilotprojekt: „Kommunikation 1.0 – Reden hilft!“ Dazu ein Workshop „Wie informiere ich, bevor ich entscheide?“ und als Bonusmodul „Führungskräfte dürfen auch Menschen sein“. Revolutionär, ich weiß – aber man muss ja irgendwo anfangen.
Arbeitsatmosphäre
Zwischen motivierten Mitarbeitern und einem Management, das per Glaskugel entscheidet.
Image
Nach außen gibt man sich gern wie der feine Herr aus Wien 19 – elegant, wichtig und natürlich mit der Nase ein Stück höher als der Rest. Innen sieht’s dann eher nach Kaffeehaus mit Baustellenflair aus. Viel Show, wenig Plan – aber Hauptsache, die Nase bleibt oben.
Work-Life-Balance
Durchwachsen. Die gute Nachricht: Wer nie weiß, was morgen passiert, kann auch schlecht Überstunden planen.
Karriere/Weiterbildung
Fachwissen bringt dich hier nur bis zur Tür. Danach zählt die Kunst, nach oben zu lächeln und nach unten zu schweigen. Weiterbildung ist bestenfalls ein Alibi-Wort in der Mitarbeiterbroschüre.
Gehalt/Benefits
Von-bis-Modell. Überraschungsmoment inklusive. Es heißt ja, Vielfalt sei etwas Positives.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Gerüchte besagen, dass schon ganze Wälder verschont wurden, weil Informationen lieber gar nicht gedruckt werden.
Kollegenzusammenhalt
Erstaunlich stark – geteiltes Leid verbindet eben. Die internen Kommunikationswege funktionieren meistens über Flurfunk oder Telepathie
Umgang mit älteren Kollegen
Ältere Kollegen werden offiziell als „geschätzte Stützen“ gefeiert – inoffiziell wirken sie eher wie historische Exponate: ein Glanz aus längst vergangenen Tagen. Sie wissen genau, was schiefläuft, doch niemand fragt sie – vielleicht, weil Wahrheit nicht mehr zum Zeitgeist passt.
Vorgesetztenverhalten
„Führung“ ist hier eher ein poetischer Begriff. Entscheidungen fallen, wie Äpfel vom Baum – zufällig, unkoordiniert, manchmal direkt auf den Kopf. Wer im inneren Kreis ist, weiß Bescheid. Wer nicht, darf später in der E-Mail-Signatur raten, worum es ging.
Arbeitsbedingungen
Stabil – wie ein alter Opel Astra: läuft, solange keiner daran rüttelt.
Kommunikation
Lavaartig: langsam, unkontrolliert, mit verbrannter Erde.
Gleichberechtigung
Alle dürfen gleichermaßen rätseln, was gerade passiert.
Interessante Aufgaben
Definitiv. Meistens entstehen sie spontan, wenn man versucht, eine Entscheidung nachzuvollziehen.