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Ringana 
GmbH
Bewertung

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Beim Lesen der anderen Beiträge hier ist mir aufgefallen, dass schlechtes Management das wiederkehrende Thema ist

1,9
Nicht empfohlen
Angestellte/r oder Arbeiter/inHat zum Zeitpunkt der Bewertung im Bereich Marketing / Produktmanagement bei Ringana GmbH in Hartberg gearbeitet.

Gut am Arbeitgeber finde ich

Das einzig wirklich Positive: Meine Kolleg:innen im Marketing waren herzlich und hilfsbereit. Es gab viel Empathie unter uns, weil wir alle wussten, dass wir, was schlechte Mitarbeiterführung betrifft, im selben Boot sind.

Schlecht am Arbeitgeber finde ich

Ich musste wohl selbst eine Zeit lang dort arbeiten, von 2024 bis 2026, um zu erkennen, dass so viele aktuelle und ehemalige Mitarbeiter:innen nicht irren können. Trotz aller Auszeichnungen: Das ist kein guter Arbeitgeber.

Ich habe lange genug in der Marketingabteilung gearbeitet, um mir ein klares Bild davon zu machen, wie die Dinge dort wirklich laufen. Das erste Warnsignal kam bereits in meiner ersten Arbeitswoche: In einem Einzelgespräch erklärte mir die Marketingleiterin (aktuelle Marketing-Direktorin), sie sei rund um die Uhr telefonisch erreichbar, auch am Wochenenden. Die Einstellung „Arbeit ist mein Leben" trug sie wie eine Auszeichnung vor sich her, und diese Mentalität überträgt sich auf alle anderen.

Der gemeinsame Nenner unter den Menschen, die ich dort kennengelernt habe: Sie fühlten sich überlastet, oft ohne erkennbaren Grund. Alles war von einer unnötigen Dringlichkeit geprägt, und Prioritäten änderten sich ständig ohne nachvollziehbare Begründung. Mehrere Kolleg:innen erzählten mir, dass der Stress ihre psychische Gesundheit beeinträchtigt hatte; einige waren in der Vergangenheit krank gewesen, und manche beschrieben sich als mental erschöpft und ausgebrannt. Einzelne Mitarbeiter:innen verloren ihren Job sogar während eines Krankenstands. Die meisten schienen trotz ihrer Unzufriedenheit auszuharren, statt zu gehen. Eine Person aus meinem engeren Kollegenkreis, die später woanders eine Stelle fand, erzählte mir, wie sehr sich ihr Wohlbefinden seit dem Ausstieg verbessert hat.

Ich habe Vetternwirtschaft miterlebt. Beide Söhne der Eigentümer sitzen in Führungspositionen im Unternehmen, und dabei bleibt es nicht — die Ehefrau des älteren Sohnes wurde zur Geschäftsführerin der unternehmenseigenen Tourismusagentur gemacht. Ein weiteres unglückliches Beispiel ist die Landesgesellschaft in Spanien (Barcelona): Deren Geschäftsführer hat bereits seine ältere Tochter als Regionaldirektorin im Unternehmen, und seine jüngere Tochter wurde zufällig vor wenigen Monaten ebenfalls eingestellt. Dem eigenen Motto „Familienunternehmen" macht man hier wirklich alle Ehre.

Schlechtes Management zieht sich durch alle Ebenen; ganz gleich, was die bezahlten Auszeichnungen behaupten. In meinem Fall fehlten meinem direkten Vorgesetzten grundlegende soziale und kommunikative Fähigkeiten, und aus meiner Sicht zeigte er keinerlei wirksame Führungskompetenz. Er war der Typ Mensch, der sein Berufsleben damit verbringt, Brände zu löschen, statt einen Plan zu entwickeln, mit dem sein Team erfolgreich sein kann — und jemand, der alles tun würde, um seinen Job zu behalten, einschließlich zu lügen. Er ist mit Abstand die inkompetenteste Führungskraft, mit der ich je gearbeitet habe.

Das Unternehmen hat außerdem ein Fairnessproblem. Hochrangige Partner (Leute die Produkte verkaufen) genießen großzügige Benefits und Privilegien, während normale Angestellte unterbezahlt und überlastet sind. Bevorzugt eingestellt werden hochqualifizierte Personen unter 30; offensichtlich, weil sie mehr Arbeit für weniger Geld übernehmen können. Und als mein Dienstverhältnis beendet wurde, meinte der Vorgesetzte meines Vorgesetzten, man habe Senior-Leistung erwartet — obwohl mein Vertrag für eine Nicht-Senior-Position abgeschlossen war. Wer hier die Karriereleiter hinaufklettern will, sollte bereit sein, nach Hartberg zu ziehen und so zu tun, als würde man sich mit Direktoren und Geschäftsführern gut verstehen.

Und jetzt wird HR vermutlich antworten, ich könne ihnen gerne eine E-Mail schreiben, um offene Fragen zu klären. Dafür hatten sie jedenfalls Zeit, als ich nachfragte, warum es weder eine Überprüfung meiner vereinbarten Ziele noch Feedback gab. Der E-Mail-Verlauf mit der HR-Abteilung endete mit dem Satz: „Zudem ist nach österreichischem Recht bei einer Beendigung des Dienstverhältnisses keine Angabe von Gründen durch den Arbeitgeber erforderlich."

Verbesserungsvorschläge

Investieren Sie in echte Führungskräfteentwicklung. Wer ein Team leitet, sollte über nachweisbare soziale und kommunikative Kompetenzen verfügen — fachliche Seniorität oder lange Betriebszugehörigkeit allein qualifizieren nicht zur Mitarbeiterführung. Regelmäßige, anonyme Upward-Feedbacks würden Probleme sichtbar machen, bevor Mitarbeiter:innen kündigen oder krank werden.
Führen Sie die Zielvereinbarungs- und Feedbackgespräche, die Sie selbst ansetzen, auch tatsächlich durch. Wenn Ziele definiert, aber nie überprüft werden, und Erwartungen (etwa Senior-Leistung bei einer Nicht-Senior-Position) erst beim Beendigungsgespräch ausgesprochen werden, hatte die betroffene Person nie die Chance, sich zu verbessern.
Nehmen Sie das Thema Arbeitsbelastung ernst. Wenn sich quer durch Teams Überlastung, Stress und Krankenstände häufen, ist das kein individuelles Problem, sondern ein strukturelles. Klare Prioritäten statt ständiger künstlicher Dringlichkeit würden bereits viel bewirken — nicht jede Aufgabe kann gleichzeitig „dringend" sein.
Überdenken Sie die Vorbildwirkung von Führungskräften in Sachen Work-Life-Balance. Wer 24/7-Erreichbarkeit als Tugend kommuniziert, setzt implizit einen Standard, der auf Dauer Menschen ausbrennt.
Sorgen Sie für Fairness zwischen den Hierarchieebenen. Das Gefälle zwischen den Benefits der Partner und den Bedingungen der regulären Angestellten ist spürbar und schadet der Motivation.
Und schließlich: Hören Sie auf die Bewertungen hier. Wenn sich dieselben Themen über Jahre und über viele Beiträge hinweg wiederholen, liegt das Problem nicht bei den Bewertenden.


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Umgang mit älteren Kollegen

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Arbeitsbedingungen

Kommunikation

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Arbeitgeber-Kommentar

RINGANA Geschäftsleitung

Liebe:r Mitarbeiter:in,

vielen Dank für dein Feedback. Wir bedauern, dass du deine Zeit bei RINGANA so erlebt hast. Situationen werden oft unterschiedlich wahrgenommen, weshalb man im Berufsleben nicht immer einer Meinung ist. Unser Unternehmen entwickelt sich kontinuierlich weiter.

Für deinen weiteren beruflichen Weg wünschen wir dir alles Gute und viel Erfolg.

Dein RINGANA HR-Team

Dieser Kommentar bezieht sich auf eine frühere Version der Bewertung.
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Anonym · Sieh, ob’s deinen Kolleg:innen auch so geht.