Ein Unternehmen mit Potenzial – aber eine Geschäftsführung, die jahrelang Vertrauen zerstört hat
Gut am Arbeitgeber finde ich
Der außergewöhnliche Zusammenhalt unter den Mitarbeitenden.
Ohne die Teams und die gegenseitige Unterstützung wäre das Unternehmen längst nicht mehr funktionsfähig.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Die jahrelang fehlgeleitete und destruktive Führungsarbeit der bisherigen Geschäftsführung hat Vertrauen, Motivation und Kultur massiv beschädigt. Viele Entscheidungen sind unverständlich, unbedacht oder wirken bewusst gegen die Mitarbeitenden gerichtet.
Verbesserungsvorschläge
- Mitarbeitende wieder als Menschen behandeln und nicht als Kostenstelle.
- Wertschätzung zeigen, nicht demonstrativ verweigern.
- Kommunikation und Respekt müssen wieder gelebt, nicht nur eingefordert werden.
- Führung muss Verantwortung übernehmen und nicht Druck abladen.
- Und am dringendsten: Eine Neuausrichtung der Geschäftsführung ist aus Sicht vieler überfällig.
Das Unternehmen braucht an der Spitze wieder jemanden, der erreichbar, präsent, kompetent und integer handelt und nicht jemanden, der das Vertrauen einer ganzen Belegschaft verspielt hat.
Arbeitsatmosphäre
Die Arbeitsatmosphäre hat sich in den letzten Jahren dramatisch verschlechtert. Es wirkt, als würde jede Entscheidung nur noch gegen das Wohl der Mitarbeitenden getroffen. Streichungen, Einschränkungen, zusätzliche Hürden. Alles hat sich in eine Richtung entwickelt, die mit Wertschätzung oder einem gesunden Arbeitsalltag nichts mehr zu tun hat.
Man fühlt sich längst nicht mehr wie ein Mensch mit Fähigkeiten, sondern wie eine Nummer, die möglichst viel Leistung bringen soll, während gleichzeitig immer weniger Ressourcen zur Verfügung stehen.
Image
Das Image ist in den letzten Jahren massiv beschädigt worden. Intern herrscht Frust, Externe spüren die Verunsicherung, und viele ehemalige Mitarbeitende sprechen offen über den Niedergang der Unternehmenskultur.
Der Inhaber sollte sich ernsthaft fragen, wie stark die derzeitige Geschäftsführung zum negativen Bild beiträgt und was durch ihre Entscheidungen bereits unwiederbringlich verloren gegangen ist.
Die Außenwirkung wird immer mehr zum Spiegel der internen Probleme.
Work-Life-Balance
Die Geschäftsführung definiert Vorgaben, die für viele schlicht unrealistisch sind. Versäumnisse, die durch mangelhafte Führung entstanden sind, müssen anschließend von den Mitarbeitenden ausgebadet werden.
Diese Schieflage führt zu einem erheblichen Druck, der auf die Teams abgewälzt wird. Rücksichtnahme oder ein Bewusstsein für Belastungsgrenzen sind kaum zu erkennen.
Karriere/Weiterbildung
Die Entwicklungsmöglichkeiten sind begrenzt, da die Führung häufig in Bereiche eingreift, in denen wenig aktuelles Fach- oder Marktverständnis vorhanden ist.
Moderne Ansätze werden ausgebremst, Mitarbeitende können ihr Potenzial kaum entfalten.
Kollegenzusammenhalt
Der Zusammenhalt im Team ist das Einzige, das hier noch trägt. Viele halten nur wegen ihrer Kolleginnen und Kollegen durch. Ohne diesen Rückhalt hätten zahlreiche Mitarbeitende längst das Weite gesucht.
Der Gedanke, dass es ohne die aktuelle Geschäftsführung besser wäre, ist weit verbreitet und wird im Alltag immer wieder ausgesprochen oder unausgesprochen bestätigt.
Umgang mit älteren Kollegen
Ältere Mitarbeitende erfahren nach meinem Eindruck wenig Wertschätzung. Entscheidungen wirken manchmal hart, unüberlegt und ohne Anerkennung für lange Betriebszugehörigkeit.
Das führt zu Unsicherheit, Enttäuschung und dem Gefühl, dass Erfahrungswissen nicht mehr geschätzt wird.
Vorgesetztenverhalten
Das Verhalten der Geschäftsführung wird von vielen Mitarbeitenden als laut, impulsiv und frei von Selbstreflexion erlebt. Fehler werden selten eingestanden und stattdessen entsteht der Eindruck, dass Verantwortung regelmäßig weitergeschoben wird.
Ein respektvoller Umgang oder konstruktive Kritikfähigkeit sind kaum wahrnehmbar. Viele Mitarbeitende fühlen sich dadurch klein gemacht, verunsichert oder einfach frustriert.
Arbeitsbedingungen
Viele Teams sind dauerhaft unterbesetzt. Die Mitarbeitenden versuchen verzweifelt, den Betrieb aufrechtzuerhalten, während Nachbesetzungen ausbleiben und Entscheidungen verzögert werden.
Die Prioritäten der Führung wirken oft realitätsfern.
Kommunikation
Die Kommunikation ist inzwischen praktisch zerbrochen. Bei Feiern oder im Büro wird die Geschäftsführung von vielen Mitarbeitenden bewusst ignoriert allerdings nicht aus Respektlosigkeit, sondern aus reiner Resignation.
Gleichzeitig meidet die Geschäftsführung den Austausch mit bestimmten Mitarbeitenden sichtbar und konsequent. Manche werden gezielt übergangen oder schlicht ignoriert. Dadurch entsteht ein Klima der Unsicherheit, Angst und Sprachlosigkeit.
Gehalt/Benefits
Sparmaßnahmen prägen den Alltag: Kürzungen, gestrichene Leistungen, fehlende Wertschätzungsgesten.
Das vermittelt den Eindruck, dass jede Form von Gemeinschaft unerwünscht sei.
Gleichberechtigung
Gleichbehandlung ist stark abhängig davon, wie man bei der Geschäftsführung „ankommt“. Manche Personen werden konsequent übergangen, andere bevorzugt.
Die Stimmung im Unternehmen vermittelt eher das Gefühl, dass Loyalität zur Geschäftsführung wichtiger ist als Leistung oder Erfahrung.
Interessante Aufgaben
Die Aufgaben an sich könnten interessant sein aber viele Tätigkeiten verlieren ihren Reiz, weil man permanent das Gefühl hat, nur noch Schadensbegrenzung zu betreiben.
Statt Weiterentwicklung oder Eigenverantwortung gibt es immer mehr Einschränkungen, Vorgaben und Kontrollmechanismen. Viel Potenzial wird durch schlechte Führung und falsche Prioritäten erdrückt.