Von außen unscheinbar – hinter den Kulissen zeigt sich: Hierarchie ersetzt keine Führung
Gut am Arbeitgeber finde ich
Auch nach längerer Überlegung fällt mir hierzu leider nichts ein.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Besonders negativ empfand ich den Umgang der Geschäftsführung mit den Mitarbeitern. In Gesprächen hinter verschlossenen Türen wurden Mitarbeiter wiederholt kritisiert, verspottet und aus meiner Wahrnehmung teilweise lächerlich gemacht. Auch im sogenannten „Führungskräfte-Meeting“ wurden Disponenten beider Standorte sowie Mitarbeiter aus dem Lager wiederholt zum Thema gemacht und abwertend kommentiert.
Auch private Themen von Mitarbeitern wurden dabei nicht ausgespart. So wurden beispielsweise langjährige Mitarbeiter, die in ihrer Freizeit Persönlichkeitsentwicklungskurse besuchen, thematisiert und ins Lächerliche gezogen. Ebenso wurden Mitarbeiter, die einen Vorschuss benötigten, abwertend beurteilt.
Darüber hinaus fehlen aus meiner Sicht wesentliche Aspekte eines attraktiven Arbeitgebers: keine nennenswerten Benefits, kaum Mitarbeiterförderung, wenig Entwicklungsmöglichkeiten, keine besonders spannenden Aufgabenbereiche und ein fehlender respektvoller Umgang.
Verbesserungsvorschläge
Die Liste würde den Rahmen sprengen. Ein paar Punkte wären aus meiner Sicht jedoch ein guter Anfang:
Führungskultur: Respektvoller und professioneller Umgang mit Mitarbeitern.
Kommunikation: Weniger persönliche Kommentare über Mitarbeiter, mehr sachliche und lösungsorientierte Kommunikation.
Arbeitsabläufe: Prozesse modernisieren und unnötige Bürokratie reduzieren.
Digitalisierung: Weniger Papier und Excel, mehr zeitgemäße Systeme.
Weiterbildung: Mitarbeiter fördern und Weiterbildungen überhaupt erst anbieten.
Arbeitsatmosphäre: Eine Umgebung schaffen, in der man morgens gerne zur Arbeit kommt.
Benefits: Das Angebot könnte grundsätzlich ausgebaut werden. Als erster Schritt wäre es vielleicht sinnvoll, zumindest den kostenpflichtigen Kaffeeautomaten von der Ameisenplage zu befreien. Kaffee mit tierischer Beilage dürfte selbst bei großzügiger Auslegung kaum als Benefit gelten.
Arbeitsatmosphäre
sobald man das Gebäude betritt, spürt man eine gedrückte Stimmung und einer negative Energie.
Image
Das Unternehmen ist in der Speditionsbranche nach meiner Erfahrung nicht besonders bekannt. Im vergangenen Jahr habe ich mich mit mehreren Personen aus der Branche über das Unternehmen und die Geschäftsführung ausgetauscht. Die Rückmeldungen waren dabei überwiegend kritisch, was mich angesichts meiner eigenen Erfahrungen nicht überrascht hat.
Work-Life-Balance
Gibt es nicht: All-In Verträge, KEIN Home Office, Überstunden und am besten 24/7 als würde einem das Unternehmen selbst gehören
Karriere/Weiterbildung
Weiterbildungen wurden in meiner Zeit bei diesem Unternehmen nicht angeboten und auf die Entwicklung der Mitarbeiter wurde wenig Wert gelegt. Insgesamt wirkt es, als wäre das Unternehmen in diesem Bereich vor 20 Jahren stehen geblieben.
Gehalt/Benefits
Das Gehalt für meine Position war unterer Durchschnitt. Zusätzliche Benefits werden meines Wissens nicht angeboten.
Vorgesetztenverhalten
Gerade in der obersten Führungsebene fehlt mir ein grundlegendes Verständnis dafür, wie man mit Mitarbeitern und letztlich auch mit Menschen innerhalb einer Gemeinschaft angemessen umgeht. Es geht um Respekt, Anstand, gegenseitige Wertschätzung und darum, wie man miteinander spricht.
Kommunikation
Es wird über die Mitarbeiter getratscht, sich über sie lustig gemacht, verspottet und abgewertet. In der großen Runde wird darüber gesprochen, wer einen Vorschuss erhalten hat und für was Mitarbeiter privat ihr Geld ausgeben und infolgedessen eben kein Geld haben.
Interessante Aufgaben
Das Tätigkeitsfeld ist grundsätzlich interessant, wird aber leider nicht entsprechend genutzt. Viele Abläufe sind unnötig umständlich und teilweise veraltet. Excel-Tabellen und Papierwirtschaft prägen noch immer den Arbeitsalltag.