Wer kündigt-wird bestraft, wer bleibt-leidet
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Der Betriebsrat ist weitgehend inaktiv. In vielen Fällen wird nicht reagiert oder nur formal geantwortet. Echte Unterstützung sieht anders aus.
Der Einstieg ins Unternehmen ist bereits abschreckend. Neue Mitarbeitende erhalten kaum strukturierte Einarbeitung, dafür oft zynische Hinweise, dass es besser wäre, sich gleich wieder umzuorientieren. Wer diesen Ratschlag tatsächlich ernst nimmt und kündigt, wird in den letzten Tagen regelrecht ausgegrenzt und spürt deutlich die Missachtung durch Führung und Kollegen.
Arbeitsatmosphäre
Die Arbeitsatmosphäre hat sich in den letzten 2 Jahren kontinuierlich verschlechtert. Es erfolgt kein Ersatz für ausgeschiedene Mitarbeitende, was einem Personalabbau gleichkommt. Die Fluktuation ist hoch und das aus gutem Grund.Vertrauen, Offenheit und gegenseitige Unterstützung fehlen nahezu vollständig. Stattdessen herrscht ein Klima der Unsicherheit, Kontrolle und Ausgrenzung. Viele Mitarbeitende gehen mit großem Unwohlsein zur Arbeit.
Image
In Salzburg hat der Arbeitgeber aktuell einen eher kritischen Ruf. Dieser Eindruck hat sich zuletzt weiter verstärkt, insbesondere im Zusammenhang mit der Streichung des Pflegebonus, die ausschließlich das Bundesland Salzburg betrifft.
Work-Life-Balance
Das Thema Work-Life-Balance findet keinerlei Beachtung und wird als unnötiger Trend abgetan.
Karriere/Weiterbildung
Aus meiner Perspektive ist nicht immer klar erkennbar, dass beruflicher Aufstieg konsequent an objektive Kriterien wie Leistung, Kompetenz und Verantwortungsübernahme geknüpft ist. In manchen Fällen entsteht der Eindruck, dass persönliche Nähe oder informelle Beziehungen eine überproportionale Rolle spielen.
Gehalt/Benefits
Im Vergleich zu anderen Krankenhäusern schneidet dieses Haus deutlich schlechter ab.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Während Recycling andernorts zum Alltag gehört, wird es hier weitgehend ignoriert.
Kollegenzusammenhalt
Im täglichen Miteinander überwiegen Konflikte. Mobbing unter Kollegen ist bekannt, wird aber weder aktiv unterbunden noch thematisiert.
Umgang mit älteren Kollegen
Mitarbeitende werden körperlich wie psychisch stark beansprucht, oft bis an die Belastungsgrenze. Rücksicht auf Gesundheit oder persönliche Umstände fehlt weitgehend. Kündigungen während des Krankenstands kommen vor. Auch schwer erkrankte Kollegen wurden noch kurz vor ihrem Ableben aus dem Dienstverhältnis entlassen. Ein Umgang, der ethisch kaum vertretbar ist.
Vorgesetztenverhalten
Fehler werden vor versammelter Belegschaft und vor Patienten thematisiert, um Hierarchien und Machtverhältnisse zu demonstrieren. Die Führung erfolgt überwiegend autoritär, oft ohne das Vertrauen oder die Unterstützung der Mitarbeitenden. Die Führungskultur lässt stark zu wünschen übrig.
Arbeitsbedingungen
Die Situation im Unternehmen ist aus Mitarbeitendensicht mehr als besorgniserregend. Die Fluktuation ist extrem hoch. Viele Beschäftigte halten der Belastung nicht lange stand oder werden systematisch aussortiert. Einsparungen finden vor allem am Personal statt. Aufgabenverdichtung, Personalmangel und Outsourcing sensibler Bereiche wie der Hygiene an Fremdfirmen mit fragwürdigen Standards sind an der Tagesordnung.
Kommunikation
Es gibt keine offene Kommunikation. Stattdessen wird hinter dem Rücken getuschelt bis Entscheidungen längst gefallen sind.
Gleichberechtigung
Für Mütter in Teilzeit ist eine Führungsrolle faktisch ausgeschlossen. Ein besonders gravierender Missstand betrifft den Umgang mit Kolleginnen aus dem Ausland. Diese werden häufig ohne ausreichende Sprachkenntnisse oder fachliche Vorbereitung eingesetzt und dann im Arbeitsalltag systematisch ausgeschlossen. Es fehlt an echter Integration. Statt Unterstützung erfahren sie häufig abfällige Kommentare, Geringschätzung und direkten Mobbingdruck.