Intransparente Kommunikation & Arbeitsprozesse treffen auf eine lethargische Arbeitsatmosphäre
Gut am Arbeitgeber finde ich
Den lieben Bürohund, der allen ein Lächeln ins Gesicht zaubert.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Ich wurde in der Probezeit genauso schnell entlassen wie ich eingestellt wurde. Die Begründungen dafür waren für mich nicht wirklich nachvollziehbar. Unter anderem wurde mir gesagt, es sei erst ein Bruchteil der zu erledigenden Aufgaben erledigt worden. Nur wurde mein Tätigkeitsbereich im Arbeitsvertrag weder näher beschrieben noch wurde mir in der Einschulung ein vollständiges Bild dessen vermittelt, was wirklich alles zu meinen Aufgaben zählen soll. Ich habe den Eindruck, dass strukturelle Probleme des Unternehmens mir zugeschrieben wurden. Es werden unrealistische Erwartungen in Neulinge gesetzt. Schon bei meinem sehr kurzfristig einberäumten Vorstellungsgespräch machte die Führungsebene einen unprofessionellen und chaotischen Eindruck. Mir wurde z.B. gesagt, dass meine Vorgängerin ihnen zu langsam war und ich sicher besser sein würde. Meine Kündigung kam sehr unerwartet, da ich meine Aufgaben stets aufmerksam und zügig erledigt habe. Meine Bürokolleg:innen wussten anscheinend vorher nichts davon und waren sichtlich schockiert und verwirrt als ich mich verabschieden musste...
Der Kaffee schmeckt auch nicht, aber das nur so nebenbei.
Verbesserungsvorschläge
Neulingen eine Chance geben und nicht direkt verheizen! Bessere Arbeitsprozessdokumentation, faire Erwartungen an neue Mitarbeiter:innen stellen, ehrlicher kommunizieren!
Arbeitsatmosphäre
Seltsam unangenehm, man fühlt sich nicht sehr willkommen. Die Kolleg:innen wirken größtenteils lethargisch bzw. demotiviert.
Kommunikation
Es gibt Produktschulungen und der Austausch erfolgt regelmäßig via Telefon, E-Mail & Co.
Kollegenzusammenhalt
Die Kolleg:innen sind hilfsbereit, wenn man eine Frage hat und helfen sich gegenseitig bei Problemen bzw. bei zu bearbeitenden Geschäftsfällen. Leider wird man als Neuling trotzdem mit eher wenig Herzlichkeit und ehrlichem Interesse aufgenommen, was Teil der Unternehmenskultur sein dürfte.
Work-Life-Balance
Es gibt wenig Flexibilität bei den Arbeitszeiten, da es keine Gleitzeit gibt und in meinem Fall fixe Arbeitstage vorgeschrieben sind. Homeoffice gibt es auch nicht. Grundsätzlich hatte ich aber den Eindruck, dass Arbeit und Privatleben strikt voneinander getrennt werden. Man wird in der Freizeit nicht kontaktiert.
Vorgesetztenverhalten
Die Vorgesetzten sind teilweise merkbar gestresst bzw. haben nicht genug Zeit und Geduld, neue Mitarbeiter:innen einzuschulen. Es wird erwartet, dass man neue Aufgaben nach einer einmaligen Erklärung sofort auswendig weiß. Der Umgang ist gezwungen freundlich, unehrlich, intransparent und nur teilweise nachvollziehbar.
Interessante Aufgaben
Die Aufgaben sind monoton und bürokratisch. Eigenen Gestaltungsspielraum gibt es keinen.
Gleichberechtigung
Es gibt im Büro Frauen in allen möglichen Positionen, diese werden auch respektvoll behandelt. Leider fallen hin und wieder Kommentare, die als transphob und homophob eingestuft werden können. Queere Menschen werden sich hier nicht wohlfühlen.
Umgang mit älteren Kollegen
Ältere Kolleg:innen werden geschätzt und haben auch höhere Positionen inne. Mir ist während meiner kurzen Zeit dort keine Altersdiskriminierung aufgefallen.
Arbeitsbedingungen
Die verwendeten PC-Programme könnten etwas moderner sein. Auf Nachfrage bekommt man unkompliziert eine Ersatzmaus, Ersatztastatur, etc. für den PC. Die Innenräume sind gut beleuchtet und es gibt eine Klimaanlage.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Mülltrennung findet statt. Leider wird hier extrem viel Papier gedruckt und in Aktenordner abgelegt, was nicht mehr zeitgemäß ist.
Gehalt/Benefits
Das Gehalt ist wirklich so schlecht, dass man im Einzelhandel mehr verdienen würde. Benefits werden keine geboten, abgesehen vom Kaffee.
Image
Kann ich nur schwer beurteilen. Es scheint sowohl vonseiten der Kund:innen als auch vonseiten der Mitarbeiter:innen gemischte Gefühle zu geben.
Karriere/Weiterbildung
Kann ich nicht beurteilen, da mir dazu nicht die Gelegenheit gegeben wurde. Im Vorstellungsgespräch wurden mir Weiterentwicklungsmöglichkeiten für die Zukunft in Aussicht gestellt.