Ihr Unternehmen?

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Silent4 
GmbH
Bewertung

Ihr Unternehmen?

Interessante Einblicke in ein Unternehmen mit besonderem Führungsstil

1,3
Nicht empfohlen
Ex-Angestellte/r oder Arbeiter/inHat zum Zeitpunkt der Bewertung nicht mehr für dieses Unternehmen in Wien gearbeitet.

Gut am Arbeitgeber finde ich

Einmal ein Workshop, ansonsten Weihnachts- und Sommerfeste.

Schlecht am Arbeitgeber finde ich

Fast alles: Umgang mit Mitarbeiter:innen, fehlende Kommunikation, miserable Bezahlung, toxische Atmosphäre in Anwesenheit des Chefs und seiner “rechten Hand”, null Empathie, keine Wertschätzung der Freizeit.

Verbesserungsvorschläge

Empathie entwickeln, die Realität wahrnehmen und Mitarbeiter:innen ernst nehmen – das wäre schon ein Anfang.

Arbeitsatmosphäre

Das Team hielt sehr gut zusammen – vor allem dank des gemeinsamen Humors über den abwesenden Chef. Sobald dieser oder seine „ergänzenden Kräfte“ auftauchten, kippte die Stimmung deutlich.

Image

Das Unternehmen ist völlig unbekannt und hat kein nennenswertes Profil. Den Namen zu nennen, war eher peinlich.

Work-Life-Balance

Urlaub konnte zwar genommen werden – solange der Chef nicht spontan andere Pläne hatte. Legendär war der dreieinhalbwöchige Betriebsurlaub mitten im Lockdown. Auch im Urlaub war man nicht sicher: Anrufe auf dem privaten Handy waren völlig normal.

Umwelt-/Sozialbewusstsein

Nachhaltigkeit spielte keine Rolle. Verpackungen bestanden aus billigstem Material und Unmengen an Plastik und Klebeband.

Karriere/Weiterbildung

Es gab keinerlei Entwicklungsmöglichkeiten. Ein einziger zweitägiger Workshop für drei Leute bleibt als Ausnahme erwähnenswert, ansonsten musste eine Blinkist-Lizenz fürs ganze Unternehmen als „Weiterbildung“ reichen.

Kollegenzusammenhalt

Die Kolleg:innen haben super zusammengearbeitet, das Team hat sich gegenseitig gestützt. Störfaktoren kamen einzig aus dem erweiterten Führungskreis.

Vorgesetztenverhalten

Der Chef hatte einen „einzigartigen“ Führungsstil, geprägt von Selbstüberschätzung, passiver Aggression und einer Mischung aus Guru-Geschwätz und realitätsfernen Zielsetzungen. Entscheidungen traf er allein, oft ohne Rücksicht auf Mitarbeiter:innen.

Arbeitsbedingungen

Als Hersteller von Akustiklösungen arbeitete man in einem Großraumbüro mit katastrophaler Akustik – Slogan „der Schuster hat die schlechtesten Schuhe“. Laptops gab es lange nicht, Homeoffice galt als Feindbild.

Kommunikation

Meetings gab es regelmäßig, Themen waren aber meist zufällig gewählt. Über Erfolge wurde nicht gesprochen – entweder gab es keine oder sie waren „nicht unser Thema“. Stattdessen mussten wir an den Selbstverwirklichungsexperimenten des Chefs teilnehmen. Eine klare Strategie oder nachvollziehbare Kommunikation war nicht erkennbar.

Gehalt/Benefits

Die Gehälter waren niedrig und entsprachen in keiner Weise der Verantwortung. Sozialleistungen gab es keine, nicht einmal einen Zuschuss zum Arbeitsweg. Auch Folgendes gehört: während Kurzarbeit wurde offiziell 10 % Workload gemeldet, gearbeitet wurde allerdings 85 % – bezahlt wurde von der Firma natürlich nur das Minimum (die restlichen 75% der Gehälter durch die staatliche Förderung erhalten). Das Unternehmen war stets bemüht, die Gehälter pünktlich auszubezahlen.

Gleichberechtigung

Karrierechancen gab es praktisch keine - also ziemlich gleich für fast alle. „Aufstieg“ war allein engen Vertrauten des Chefs vorbehalten.

Interessante Aufgaben

Es gab vereinzelt interessante Projekte, etwa die Entwicklung eines neuen Produkts oder spezielle Installationen mit bestehenden Produkten. Einmal durften wir sogar kurz in der Produktion aushelfen und Pakete einpacken. Der Alltag bestand jedoch überwiegend aus monotonen Routinen ohne echten Gestaltungsfreiraum.

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Anonym · Sieh, ob’s deinen Kolleg:innen auch so geht.