Ihr Unternehmen?

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SuperCycle 
GmbH
Bewertung

Ihr Unternehmen?

Ein Image, das nicht zur gelebten Realität passt

1,6
Nicht empfohlen
Angestellte/r oder Arbeiter/inHat zum Zeitpunkt der Bewertung für dieses Unternehmen in Wien gearbeitet.

Verbesserungsvorschläge

Obwohl das Unternehmen kein junges mehr ist, da es mittlerweile seit vielen Jahren besteht und deutlich gewachsen ist, spiegeln die internen Strukturen diesen Reifegrad nicht ausreichend wider. Es mangelt an klaren Prozessen, professionellen Standards und einer wertschätzenden internen Kommunikationskultur. Um dem eigenen Anspruch gerecht zu werden und nachhaltiges Wachstum zu ermöglichen, wären strukturelle Anpassungen, ein höheres Maß an Professionalität sowie gezielte Maßnahmen dringend empfehlenswert.

Arbeitsatmosphäre

Die Arbeitsatmosphäre ist phasenweise von einer gewissen Unzufriedenheit geprägt. Entscheidungen wurden häufig ohne Einbindung des Teams getroffen und mussten anschließend umgesetzt werden, obwohl sie nicht logisch erschienen und nachvollziehbar kommuniziert wurden. Veränderungen wurden teilweise intransparent kommuniziert und wirkten in der praktischen Umsetzung wenig durchdacht. Feedback wurde bei kleineren Themen gelegentlich angenommen, insgesamt jedoch ohne klare Linie. Die fehlende Begründung für viele Entscheidungen erschwerte das Verständnis. Sowohl interne Anliegen als auch Probleme in den Studios – etwa im Bereich Wartung (Lüftung, Sanitäranlagen) oder technisches Equipment (wie Mikrofone) – wurden oftmals aufgeschoben oder nicht ausreichend berücksichtigt. Dies führte zu einer spürbaren Demotivation im Team, da man das Gefühl bekommt, mit konstruktivem Feedback und Verbesserungsvorschlägen nicht gehört zu werden. Zudem entstand durch die vorherrschende Unsicherheit und Austauschbarkeit der Mitarbeitenden ein Klima, in dem kritische Rückmeldungen nur zögerlich geäußert wurden.

Work-Life-Balance

Die Dienstzeiten können in Absprache individuell gestaltet werden, wobei in der Regel Rücksicht auf anderweitige berufliche Verpflichtungen oder das Studium genommen wird. Die Dienste finden morgens, abends, an Wochenenden und an Feiertagen statt. Außerhalb der offiziellen Arbeitszeit wird Erreichbarkeit –über Slack – erwartet. Wichtige Informationen werden mitunter kurzfristig und außerhalb der regulären Arbeitszeit kommuniziert, was die Abgrenzung zwischen Berufs- und Privatleben erschwert. Oft werden gesetzte Deadlines nicht eingehalten, insbesondere wenn es um die Absage von Classes geht. Diese kurzfristigen Änderungen – teilweise nur wenige Stunden vor dem geplanten Beginn eines Dienstes – wirken sich direkt auf die Einsatzplanung und Schichtverteilung aus.

Umwelt-/Sozialbewusstsein

Gegenstände, die über Monate in den Lost-&-Found-Boxen verbleiben, und nicht abgeholt werden, werden regelmäßig entsorgt, anstatt sie – wie mehrfach vorgeschlagen – an karitative Organisationen (z.B. Caritas) weiterzugeben. Trotz wiederholter Hinweise von Kolleg*innen auf diese Problematik wurde bislang keine alternative Lösung umgesetzt,

Karriere/Weiterbildung

Interne Aufstiegschancen sind stark eingeschränkt. Das Potenzial bestehender Mitarbeitender bleibt damit weitgehend ungenutzt, was demotivierend wirken und langfristig die Mitarbeiterbindung beeinträchtigen kann.

Vorgesetztenverhalten

Im Umgang mit der obersten Führungsebene herrscht häufig eine angespannte Atmosphäre, in der Mitarbeitende das Gefühl haben, sich sehr vorsichtig äußern zu müssen, um nicht in eine ungünstige Position zu geraten. Die zunächst freundliche Einstellung gegenüber Mitarbeiter*innen kann sich bei kleineren Fehlern rasch verändern, was zu einer allgemeinen Verunsicherung führt. Die Vorgesetzten reagieren oft impulsiv. Kolleg*innen werden teils unter falschen Vorwänden zu einem Meeting eingeladen, es fehlt oft eine klare Kommunikation zum Anlass des Meetings. Es entsteht der Eindruck, dass Mitarbeitende, die nicht dem persönlichen Sympathiebereich der Vorgesetzten entsprechen, benachteiligt oder weniger wertgeschätzt werden. Die Behauptung einer anderen Bewertung, das Klima gleiche “einer Familie”, lässt meiner Meinung nach ziemlich deutlich auf eine mögliche persönlich-familiäre Verbindung zu einer der Gründerinnen schließen.

Arbeitsbedingungen

In einem der Studios besteht während der Arbeitszeit keine Möglichkeit, sich zu setzen, da an der Rezeption keine Sitzmöglichkeit vorhanden ist. In anderen Studios ist die Musik aus den Trainingsräumen mitunter so laut, dass eine konzentrierte Arbeitsweise an der Rezeption erschwert wird. Bis vor kurzem mussten dienstliche E-Mails über private Mail-Accounts versendet werden, was zu einer unangemessenen Durchmischung von Berufs- und Privatleben führte.

Kommunikation

Veränderungen in Arbeitsbereichen und Abläufen, Arbeitszeiten oder gar die vollständige Umverteilung von Aufgaben werden kurzfristig und unter erheblichem Entscheidungsdruck kommuniziert, obwohl dies nicht nötig wäre. Mitarbeitende sehen sich oft vor vollendete Tatsachen gestellt und haben die Wahl sich innerhalb weniger Tage den Änderungen zu fügen oder das Unternehmen zu verlassen. Es herrscht wenig Bereitschaft zur Kommunikation und gemeinsamen Lösungsfindung. Umstrukturierungen werden selten nachvollziehbar begründet, und während hohe Flexibilität von den Mitarbeitenden erwartet wird, bleibt diese auf Arbeitgeberseite weitgehend aus. Der Wegfall bestimmter Benefits wird nicht kompensiert oder thematisiert, was zu zusätzlicher Unzufriedenheit beiträgt.

Gehalt/Benefits

Abgesehen von der Möglichkeit, außerhalb der Arbeitszeit an Classes teilzunehmen, werden keine weiteren Benefits angeboten. Das Gehalt wurde seit mehreren Jahren nicht angepasst – weder inflationsbedingt noch im Verhältnis zur gestiegenen Arbeitsbelastung und gesteigerten Aufgaben in den vergangenen Monaten. Ein 13. und 14. Gehalt, wie es in vergleichbaren Studios der Branche üblich ist, wird nicht angeboten.

Gleichberechtigung

Die Gehaltsstruktur im Unternehmen ist für Mitarbeitende nur schwer nachvollziehbar; Gehaltserhöhungen werden weder offen kommuniziert noch aktiv angeboten. Seit längerer Zeit kursieren Gerüchte über einen mögliche internen Gender-Pay-Gap. Auswahlprozesse im Trainer*innen-Team wirken häufig intransparent und sind nicht immer nachvollziehbar. Es entsteht der Eindruck, dass persönliche Präferenzen der Führungsebene die Auswahl stark beeinflussen.
Zwar wird versucht, gendersensible Sprache im Unternehmen zu etablieren (vor allem gegenüber Kund*innen) jedoch fehlt es bei sensiblen oder strukturellen Themen häufig an tiefgreifenden, nachhaltigen Lösungsansätzen. Stattdessen wird oftmals auf kurzfristige, oberflächliche Maßnahmen zurückgegriffen. Es entsteht sich oft das Gefühl, dass eher ein performativer Akt der Gleichberechtigung angestrebt wird, anstatt durch ernsthafte Auseinandersetzung tatsächlich verbessernde Strukturen zu etablieren. Das Unternehmen positioniert sich nach außen als sicherer Raum für alle Mitarbeitenden. Dies scheint jedoch fragwürdig, da bei unangemessenem Verhalten einzelner Mitarbeitender keine klaren Konsequenzen folgen. Dies untergräbt das Vertrauen in eine


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Kollegenzusammenhalt

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Arbeitgeber-Kommentar

Chiara WittigHR Managerin

Vielen Dank für dein Feedback.
Wir nehmen Rückmeldungen – ob intern oder extern – sehr ernst, denn sie helfen uns, unser Arbeitsumfeld kontinuierlich weiterzuentwickeln.
Es ist uns ein großes Anliegen, regelmäßig Feedback einzuholen – sei es in Mitarbeiter:innengesprächen, Gruppen-Feedbackrunden, über unser anonymes Feedback-Tool, oder im Alltag. Viele Rückmeldungen aus dem Team konnten wir in den letzten Jahren bereits erfolgreich umsetzen. Als Unternehmen mit knapp 100 Mitarbeitenden sind wir uns der Verantwortung bewusst, ein vielfältiges Team zu führen und gleichzeitig auf individuelles Feedback einzugehen. Deshalb ist es für uns oberste Priorität, Transparenz, Offenheit und kontinuierliche Verbesserung aktiv zu fördern.
Auch wenn uns einige deiner Punkte bisher nicht zugetragen wurden, nehmen wir sie ernst. Eine offene Kommunikation auf Augenhöhe ist uns wichtig – besonders im direkten Austausch. Wir laden jederzeit dazu ein, diesen Weg zu nutzen – denn nur so können wir gemeinsam an Lösungen arbeiten und uns als Arbeitgeber weiterentwickeln.
Wenn du das möchtest, kannst du dich jederzeit schriftlich, telefonisch oder persönlich bei mir melden – ich bin gerne für ein Gespräch da!

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Puls

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Anonym · Sieh, ob’s deinen Kolleg:innen auch so geht.