Ihr Unternehmen?

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Takeda
Bewertung

Ihr Unternehmen?

Die Produktion wird kaputtgespart, Hauptsache oben stimmt der Bonus.

2,5
Nicht empfohlen
Angestellte/r oder Arbeiter/inHat zum Zeitpunkt der Bewertung im Bereich Produktion bei Takeda in Wien gearbeitet.

Gut am Arbeitgeber finde ich

Ganz klar die Kollegen. Der Zusammenhalt untereinander macht vieles erträglicher und ist für mich einer der wenigen wirklich positiven Punkte. Leider fällt mir darüber hinaus mittlerweile nicht mehr viel ein. Über die Jahre ist die Verbitterung durch immer neue Entscheidungen, steigenden Druck und die allgemeine Entwicklung im Unternehmen zunehmend größer geworden.

Schlecht am Arbeitgeber finde ich

Personalmangel, Personalabbau an den falschen Stellen, hoher Zeit- und Leistungsdruck, steigende Arbeitsbelastung, störungsanfällige Anlagen, schlechte Kommunikation, fehlende Unterstützung durch Vorgesetzte, praxisferne Entscheidungen des Managements, zu wenig Wertschätzung der Produktion, fragwürdige Sparmaßnahmen, fehlende Entwicklungsmöglichkeiten für schwer ersetzbare Mitarbeiter und das Gefühl, dass gute Zahlen wichtiger sind als die Menschen, die den Laden tatsächlich am Laufen halten.

Verbesserungsvorschläge

Wenn man schon unbedingt beim Personal sparen möchte, dann sollte man vielleicht einmal dort richtig durchputzen, wo tatsächlich Einsparpotenzial besteht, bei LoS- und Managementebenen. Gleichzeitig sollte man endlich anfangen, auf die Mitarbeiter in der Produktion zu hören. Denn wisst ihr was? Wir produzieren die Medikamente. Wir stehen an den Anlagen. Wir kennen die tatsächlichen Probleme und wir sind diejenigen, die jeden Tag versuchen, diesen Laden am Laufen zu halten. Entscheidungen über die Produktion sollten nicht ausschließlich von Menschen getroffen werden, die vom tatsächlichen Produktionsalltag kaum noch etwas mitbekommen. Ist ein Witz.

Arbeitsatmosphäre

Die Arbeitskollegen sind das, was die Atmosphäre noch rettet. Ansonsten bestimmen Stress, permanenter Zeitdruck und ständig steigende Anforderungen den Alltag. Gleichzeitig soll mit Anlagen gearbeitet werden, die regelmäßig den Geist aufgeben. Personal wird abgebaut, obwohl offensichtlich Personal gebraucht wird.
Teilweise sind Entscheidungen so schwer nachvollziehbar, dass man als Mitarbeiter den Eindruck bekommt, es gehe weniger darum, die Situation in der Produktion tatsächlich zu verbessern, sondern vielmehr darum, irgendwo Einsparungen vorweisen zu können. Manchmal fühlt es sich fast so an, als würden gewisse Maßnahmen hauptsächlich deshalb umgesetzt, damit am Ende auf höherer Ebene die Zahlen stimmen und möglicherweise auch der Bonus.

Image

Das Image nach außen zu polieren, beherrscht das Unternehmen sehr gut. Wenn man allerdings selbst dort arbeitet und mitbekommt, was intern teilweise passiert, sieht die Sache schnell anders aus. Probleme werden meiner Erfahrung nach lieber kleingeredet oder unter den Teppich gekehrt. Mir wurde sogar schon sinngemäß gesagt, ich solle bei gewissen Dingen „nicht so genau hinschauen“. Ich denke, damit ist genug gesagt.

Work-Life-Balance

Welche Work-Life-Balance? Es ist Schichtarbeit, und wer dort anfängt, weiß natürlich grundsätzlich, worauf er sich einlässt. Trotzdem machen hoher Arbeitsdruck, Personalmangel und die Belastung im Schichtbetrieb eine vernünftige Work-Life-Balance schwierig.

Karriere/Weiterbildung

Grundsätzlich sind Weiterentwicklung und interne Wechsel möglich,zumindest theoretisch. In meinem Fall sieht es anders aus: Wer in der Produktion gute Arbeit leistet und schwer zu ersetzen ist, kommt gefühlt kaum noch weg. Wenn kein geeigneter Ersatz gefunden wird, kann die eigene Leistung schnell zum Nachteil für die persönliche Weiterentwicklung werden. Dann heißt es sinngemäß: Glückwunsch, du bist zu wichtig für deinen aktuellen Bereich, viel Spaß mit deiner mehrjährigen „Haftstrafe“, denn geeignetes Personal wird offenbar nicht so schnell nachbesetzt.

Gehalt/Benefits

Das Gehalt ist grundsätzlich gut. An ruhigen Tagen denkt man sich manchmal, dass man für die Arbeit fast zu viel bekommt,an richtig schlechten Tagen dagegen deutlich zu wenig. Wer bereit ist, dauerhaft Stress und Belastung gegen ein gutes Gehalt einzutauschen: viel Spaß mit dem Geld. Ob es einen möglichen frühzeitigen Burnout wert ist, muss jeder selbst entscheiden.

Umwelt-/Sozialbewusstsein

Das Unternehmen wirbt stark mit Umwelt- und Sozialbewusstsein. Inwieweit das im Hintergrund tatsächlich umgesetzt wird, kann ich nicht beurteilen. Wird schon passen.

Kollegenzusammenhalt

Die Kollegen sind wirklich einer der wenigen Gründe, warum man dort gerne zur Arbeit kommt. Der Zusammenhalt untereinander ist gut und vieles funktioniert überhaupt nur, weil man sich gegenseitig unterstützt und gemeinsam versucht, die Probleme aufzufangen.

Umgang mit älteren Kollegen

Hier gibt es meiner Erfahrung nach wenig zu kritisieren. Mit meinen älteren Kollegen wurde immer respektvoll und fair umgegangen. In diesem Punkt habe ich überwiegend positive Erfahrungen gemacht.

Vorgesetztenverhalten

Welche Vorgesetzten? Mittlerweile hat man teilweise das Gefühl, dass ihre Hauptaufgabe nur noch darin besteht, Arbeitszeiten und Stunden zu genehmigen. Bei konkreten Fragen oder Problemen in der Produktion ist die Unterstützung oft kaum vorhanden oder schlicht nicht hilfreich. Fachliche Kompetenz und tatsächliche Problemlösung sucht man teilweise vergeblich. Wenn eine Führungsposition im Arbeitsalltag kaum einen Mehrwert bietet, stellt sich irgendwann die Frage, ob man sich nicht genau dort Personalkosten sparen könnte, anstatt bei den Mitarbeitern in der Produktion abzubauen.

Arbeitsbedingungen

Personalmangel, Personalabbau trotz Unterbesetzung, hoher Zeitdruck, steigende Arbeitsbelastung, ständig höhere Erwartungen, veraltete bzw. störungsanfällige Anlagen, fehlende Unterstützung durch Vorgesetzte, fragwürdige Entscheidungen von oben, Schichtarbeit, hoher Stresspegel und immer mehr Leistung mit immer weniger Ressourcen.

Kommunikation

Welche Kommunikation? Wer hier arbeitet oder bereits die Kommunikation bemängelt hat, weiß genau, was damit gemeint ist. Informationen kommen zu spät, unvollständig oder teilweise gar nicht dort an, wo sie gebraucht werden. Entscheidungen werden getroffen, deren praktische Auswirkungen in der Produktion offenbar kaum berücksichtigt werden.

Gleichberechtigung

Von wirklicher Gleichbehandlung hat man nicht immer den Eindruck. In Konfliktsituationen wirkt es teilweise so, als würde Frauen eher Recht gegeben bzw. ihre Sichtweise stärker berücksichtigt unabhängig davon, wer tatsächlich richtig oder falsch liegt. Gleichberechtigung sollte für beide Seiten gelten und bedeuten, Situationen objektiv und anhand der Fakten zu beurteilen, nicht anhand des Geschlechts.

Interessante Aufgaben

Was für interessante Aufgaben? Natürlich kommt es stark darauf an, in welchem Bereich man arbeitet, aber grundsätzlich wiederholen sich die Tätigkeiten sehr schnell. Irgendwann besteht der Arbeitsalltag größtenteils aus denselben Abläufen und Aufgaben. Fairerweise muss man aber sagen, dass das wahrscheinlich bei vielen Jobs irgendwann der Fall ist.

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Anonym · Sieh, ob’s deinen Kolleg:innen auch so geht.