wenigstens gibt es den Obstkorb noch
Gut am Arbeitgeber finde ich
Zum Schluss war es nur mehr noch der gratis Obstkorb.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Es wird an der falschen Stelle gespart. Immer mehr unkompetente Verantwortliche bzw. "Verbesserer" die eigentlich gar nichts verbessern sondern sich nur an anderer Stelle profilieren.
Arbeitsatmosphäre
Durch die vielen Abgänge in der jüngsten Vergangenheit im Team deutlich belastend und der Umgang war von Spannung geprägt.
Auch durch die Abgänge in anderen Abteilungen, gab es keine klaren Zuständigkeiten mehr. Somit herrschte mehr Chaos und Durcheinander als eine angenehme Atmosphäre.
Jeder hält sich die Themen vom Hals fern, keiner möchte mehr die "Extrameile" gehen.
Image
Die wiederholt wahrgenommene Unzufriedenheit unter den Mitarbeitern und die hohe Fluktuation wirken sich negativ auf das Arbeitgeberimage aus. Wenn sich innerhalb des Unternehmens zunehmend kritisch über die Arbeitsbedingungen und Führung geäußert wird, hinterlässt das langfristig keine guten Eindruck - weder bei bestehenden noch bei potenziellen Mitarbeitern.
Work-Life-Balance
Meine persönliche Work-Life-Balance war grundsätzlich in Ordnung - jedoch nur bevor die neue Regelung betreffend Home Office am Tisch gelangt ist.
Die Home-Office-Policy vieles ins negative gedreht. Vor der neuen Regelung war es mir zumindest egal, wenn ich kränklich war und eine Woche nur im Home Office verbracht hatte - als "good will". Mit der neuen Regelung, darf man nur eine bestimmte Anzahl an Tagen das Home Office nutzen. Wenn man aber krank ist, sich sein Bein gebrochen hat, das eigene Kind krank ist oder was auch immer hat man gemerkt, dass die Leute nun wirklich in den Krankenstand/Pflegeurlaub gehen - und jetzt wäre es doch in Ordnung seine Arbeit aus dem Home Office zu verrichten?
Bitte vertraut euren Mitarbeitern wieder mehr. Leute, die im Home Office nicht arbeiten, sind auch bei Anwesenheit in der Firma nicht produktiv.
Zudem war die Arbeitsbelastung und insbesondere die Übernahme von Verantwortung innerhalb der Abteilung nicht gleichmäßig verteilt. Wer "good will" gezeigt hat und sich um ein Thema angenommen hat, hatte dies automatisch auf seiner Aufgabenliste stehen.
Gehalt/Benefits
Wie bereits erwähnt - es werden Verspechungen gemacht, welche nicht mehr als heiße Luft sind. Wer sich sein Gehalt nicht bereits beim Vertrag ausmacht, hat wenig bis keine Chance auf eine Gehaltserhöhung. Auch nicht bei Übernahme weiterer Verantwortung.
Kollegenzusammenhalt
Im Team ist der Zusammenhalt da - jedoch bereits durch die vielen Abgänge geprägt. Abteilungsübergreifend gibt es wenig bis keinen Zusammenhalt. Durch das herrschende und übergreifende Chaos besteht kein Durchblick und kein gemeinsames Denken mehr. Jeder möchte seinen Kopf durchsetzen - derjenige, mit der Jobbetitelung "Manager" oder dergleichen gewinnt. Zudem wird auch abteilungsübergreifend mehr Fingerpointing betrieben, anstatt das Problem tatsächlich zu beseitigen.
Umgang mit älteren Kollegen
Wenn man sieht wie teilweise mit älteren Kollegen umgegangen wird, wird einem schlecht. Langjährige und ältere Mitarbeiter, welche tatsächlich noch arbeiten WOLLEN sowie Mitarbeiter, welche wirklich eine Leistung erbringen, werden einfach vor die Türe gesetzt.
Vorgesetztenverhalten
Micro-Management auf höchstem Niveau. Jeder schaut nur auf sich selbst, um seine eigene Haut zu retten.
Schon alleine, dass man hier nicht mal die Reißleine zieht und die ganzen Möchtegern-Manager unter die Lupe nimmt. Jeder zweite "schimpft" sich mittlerweile Manager - und wo bleibt das dazugehörige Management? Was wird gemanaget?
Es wird lieber das Geld beim Fenster rausgepulvert für irgendwelche externen Beratungsfirmen.
Kommunikation
Eine klare Kommunikation gibt es leider meiner Ansicht nach schon lange nicht mehr.
Man erfährt vieles - auch was die eigene Abteilung betrifft - hauptsächlich über den Flurfunk.
Townhalls sind nicht mehr aussagekräftig und es wird Fingerpointing betrieben. Zudem passieren Versprechungen, welche schlussendlich nichts weiter als heiße Luft waren.
Interessante Aufgaben
Die Aufgaben an sich waren interessant und abwechslungsreich - zumindest in meinem Bereich.

