VTU Engineering
Arbeitsatmosphäre
Zusammenhalt unter direkten Kolleg:innen ist gut, ansonsten kommt es immer aufs Projekt und die jeweilige Führungskraft bzw PL an. Von sehr gut bis sehr schlecht war in den letzten Jahren schon alles dabei.
Kommunikation
Die firmeninterne Kommunikation hat sich aus meiner Sicht in den letzten Jahren deutlich verschlechtert. Entscheidungen und Informationen, die Mitarbeitende unmittelbar betreffen, werden teilweise sehr spät oder nur eingeschränkt kommuniziert.
So finden beispielsweise keine Gehaltsgespräche mehr statt und Informationen zu Gehaltsanpassungen werden teilweise bis kurz vor der Auszahlung nicht transparent weitergegeben. Auch Einsatzplanung und Ressourcensteuerung wirken häufig kurzfristig: Informationen zu Projekten, Auslastung oder längeren Dienstreisen werden teilweise erst sehr kurzfristig kommuniziert, was eine verlässliche private und berufliche Planung erschwert.
Bei geringer Auslastung war es wiederholt der Fall, dass Mitarbeitende unter Druck gesetzt werden kurzfristig Urlaub oder Zeitausgleich in Anspruch zu nehmen, anstatt gemeinsam nach alternativen Lösungen zu suchen.
Kollegenzusammenhalt
Das Positivste an der VTU.
Work-Life-Balance
Teilweise sehr spontane Entsendung zu DR, die sich vom vereinbarten kurzen zeitlichen Rahmen auf mehrere Monate ausweiten. Im Rahmen von DR regelmäßig Arbeitseinsatz ohne Möglichkeit zur Mittagspause und über 12h erforderlich. Stunden müssen dann umgeschrieben werden, sodass es im legalen Rahmen zu sein scheint.
Auszahlung aller Stunden über 10h, nach 20:00 und ab Samstag Nachmittag. So entstehen tw. trotz hoher Arbeitslast Minusstunden.
In Planungsprojekten wird maximale Flexibilität von den MA verlangt, also sowohl spontan sehr viel zu arbeiten, also auch spontan ZA zu nehmen.
Ist Urlaub beantragt und freigegeben, kann dieser konsumiert werden, auch in größerem Rahmen.
HO-Möglichkeit 1-2 Tage wenn man nicht auf DR muss.
Vorgesetztenverhalten
Die Qualität der direkten Führungskräfte ist sehr unterschiedlich: von engagiert, unterstützend und auf Weiterentwicklung ausgerichtet bis hin zu chaotischer Führung, eingeschränkter Erreichbarkeit, stark hierarchischem Führungsverständnis und wenig nachvollziehbaren Entscheidungen.
Bei der Besetzung der höheren Führungsebenen habe ich den Eindruck, dass vor allem Anpassung an bestehende Hierarchien und Erwartungshaltungen entscheidend sind. Dadurch wirkt die Unternehmenskultur teilweise wenig offen für kritische Perspektiven und unabhängiges Denken.
Interessante Aufgaben
Abhängig davon, wann man als Ressource frei wird und welches Projekt man zugeteilt bekommt. Meist jedoch fachlich interessant.
Gleichberechtigung
Die Führungsetage ist zum größten Teil männlich besetzt, auch bei den Gehältern und Aufstiegsmöglichkeiten scheinen Männer gegenüber Frauen bevorzugt zu werden.
Umgang mit älteren Kollegen
Älteren Kollegen kommt seitens der FK wenig Wertschätzung zuteil, zudem waren deren letzte Gehaltsanpassungen oftmals unter der Inflation.
Arbeitsbedingungen
Modernes Bürogebäude mit Stehtischen, es gibt eine Küche um selbst Essen zuzubereiten und die Möglichkeit zum HO für 1-2 Tage die Woche. Leider weder Kantine noch Vergünstigungen für die umliegende Gastronomie.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Die Firma gibt sich nach außen hin sehr nachhaltigkeitsfokussiert, nach innen wirkt es aber tw. nach Greenwashing.
Gehalt/Benefits
Gehalt deutlich unter Branchendurchschnitt, auch im Vgl. zu anderen Planungsunternehmen um Graz. Consulting Kollektiv der zwar überbezahlt wird, jedoch deutlich unter Metaller / Chemieindustrie / Pharma. Diäten vergleichsweise niedrig. Gehaltsverhandlungen nicht möglich, Gehaltsanpassungen tw. unter Inflation.
Image
Mein Eindruck ist, dass die VTU lange ein gutes Image hatte, das die letzten Jahre durch die Wiederkehrenden Verkäufe, Fokus auf Wachstum, MA-Fluktuation, etc langsam bröckelt
Karriere/Weiterbildung
Wenig Möglichkeiten zur Karriere oder Weiterentwicklung / Weiterbildung. Wenig externe Schulungen möglich, falls doch passen sie tw. nicht zum Fachbereich in dem man arbeitet.
