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Bewertung

Es kann immer besser sein

3,5
Empfohlen
Angestellte/r oder Arbeiter/inHat zum Zeitpunkt der Bewertung für dieses Unternehmen in Wien gearbeitet.

Gut am Arbeitgeber finde ich

Da gibt es viel:
- Homeoffice
- grundsätzlich eine gute Unternehmenskultur (eher keine Intrigen, und wenn dann nicht zu offensichtlich, höchstens ab und zu Meinungsverschiedenheiten)
- die Lage mitten auf der Mariahilfer Straße (öffentliche Anbindung ist sehr gut)
- die beiden Circles, die sich mit Nachhaltigkeit und Diversität laufend beschäftigen und hier zwar kleine aber wichtige Weiterentwicklungsschritte setzen
- der Betriebsrat ist sehr engagiert, hat immer ein offenes Ohr (mir wurde in einer zum Teil privaten Angelegenheit sogar weitergeholfen) und die Süßigkeiten im Betriebsratbüro sind sehr verlockend
- generell offene Feedbackkultur, zumindest hat man das Gefühl, das Feedback willkommen ist (wie damit umgegangen wird, steht auf einem anderen Blatt)
- ich genieße die Gleitzeit sehr und das Vertrauen meiner Führungskraft (nach dem Motto: die Arbeit muss erledigt sein - das wie? obliegt mir und das ist nicht selbstverständlich)

Schlecht am Arbeitgeber finde ich

- Feedbackschleifen (lange Abstimmungswege; wenig Konsistenz bei Entscheidungen; permanent wird etwas verändert und damit wird mit der Ressource Zeit nicht sehr sorgsam umgegangen)
- manchmal ist die Selbstverherrlichung etwas übertrieben
- Umgang mit den Fragen zum neuen Fair-Pay; nach dem Motto: „Habt ihr das jetzt immer noch nicht verstanden?“; System an sich ist OK, transparent ist es aber nicht und das wird es nicht, solange man permanent nur das System erklärt
- Negative Schlagzeilen in den Medien
- das Gefühl, das vermittelt wird, wir sollen froh sein, einen Job zu haben aufgrund von Sparmaßnahmen der Stadt; auch das Gefühl, dass langjährige Unternehmenszugehörigkeit eher nicht erwünscht ist, macht sich breit
- die inHouse-First-Strategie scheint ebenfalls nur Marketing zu sein

Verbesserungsvorschläge

Nach fast 2 Jahren Veränderungsprozess sollte langsam Klarheit her, wohin es hingeht. Irgendwann muss die „Beschäftigung mit sich selbst“ als Organisation abgeschlossen sein (was nicht heißt, dass man sich nicht weiterentwickeln darf oder soll). Wir MitarbeiterInnen sollten uns wieder auf unser Kerngeschäft konzentrieren können. Die Zeit, die in interne (Re)Organisation derzeit fließt, ist enorm. Was die strategische Neuausrichtung der Agentur konkret für jeden einzelnen von uns bedeutet, das ist weder klar, ableitbar, absehbar, noch wird darüber gesprochen. Deshalb kann ich mich auch noch nicht zu 100 %, wie hier in einem Beitrag gelesen, mit der Richtung identifizieren und das hat nichts mit „jammern“ zu tun. Die Ausrichtung ist vielleicht gesetzt, die Konsequenzen für mich als MitarbeiterIn (was die Neuausrichtung für den Alltag konkret bedeutet) ist derzeit, meiner Meinung nach alles andere als klar. Derzeit sieht es so aus, dass der Leistungsdruck und die Messung der eigenen Leistung deutlich an Bedeutung gewinnen wird (ob man aber tatsächlich die Wirkung selbst beeinflussen wird können, ist für mich das größte Fragezeichen). Auch finde ich es persönlich schade, dass der Change-Prozess nicht professionell begleitet wird - dies würde helfen, das ein oder andere Fragezeichen zu lösen.


Arbeitsatmosphäre

Image

Work-Life-Balance

Karriere/Weiterbildung

Gehalt/Benefits

Umwelt-/Sozialbewusstsein

Kollegenzusammenhalt

Umgang mit älteren Kollegen

Vorgesetztenverhalten

Arbeitsbedingungen

Kommunikation

Gleichberechtigung

Interessante Aufgaben

HilfreichHilfreich?ZustimmenZustimmen?MeldenTeilen

Arbeitgeber-Kommentar

Wirtschaftsagentur Wien, Recruiting / Personalentwicklung
Wirtschaftsagentur WienRecruiting / Personalentwicklung

Vielen Dank für deine ausführliche und differenzierte Rückmeldung. Besonders schön finden wir, dass du neben den kritischen Punkten auch viele Dinge hervorhebst, die du an deinem Arbeitsumfeld schätzt.

Gleichzeitig sprichst du Themen an, die gerade in einer Phase der Veränderung nicht unerheblich sind. Lange Abstimmungswege, wechselnde Entscheidungen oder das Gefühl, dass interne Themen manchmal sehr viel Raum einnehmen, können im Arbeitsalltag durchaus belastend sein. Deine Rückmeldung dazu nehmen wir daher gerne mit.

Auch deinen Punkt zum neuen Fair-Pay-System finden wir wichtig. Ein System zu erklären und seine Grundlogik transparent zu machen, ist das eine, nachvollziehbar zu machen, wie es sich konkret auf die eigene Situation auswirkt, das andere. Dass hier noch Fragen und Unsicherheiten bestehen, nehmen wir ernst. Gerade bei einem Thema, das so unmittelbar mit der eigenen Arbeit und Entwicklung verbunden ist, ist es wichtig, dass Mitarbeiter*innen ihre Fragen stellen können und auch Raum für diese Fragen bleibt. Daher auch hier nochmals das Angebot, jederzeit bei uns in HR vorbeizukommen und direkt und konkret nachfragen, dann wird es vielleicht auch nochmals transparenter.

Deine Wahrnehmung, dass langjährige Unternehmenszugehörigkeit derzeit eher nicht erwünscht sein könnte, möchten wir aufgreifen. Wir verstehen, dass Veränderungen und die aktuellen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen diesen Eindruck entstehen lassen können. Gleichzeitig ist das ein Punkt, den wir aus unserer Perspektive ganz klar anders sehen. Die langjährige Zugehörigkeit unserer Mitarbeiter*innen ist für uns etwas, worauf wir sehr stolz sind und die wir auch bewusst als eine wichtige Stärke unserer Organisation kommunizieren. Viele Kolleg*innen begleiten uns seit vielen Jahren und bringen Erfahrung, Wissen und ein tiefes Verständnis für unsere Arbeit mit.

Wenn du noch Fragen hast oder dich ein Thema besonders interessiert, melde dich jederzeit gerne bei uns im HRO-Team. Unsere Türen stehen dir jederzeit offen!

Alles Liebe,
Julia aus dem HRO-Team

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Anonym · Sieh, ob’s deinen Kolleg:innen auch so geht.