Von Top zu Flop
Gut am Arbeitgeber finde ich
In vielen Bereichen freie Arbeitsgestaltung, vielseitiger Alltag, gute Möglichkeiten zur Selbstverwirklichung. Internes wechseln der Abteilungen ist bei passender Qualifikation möglich.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
In den letzen Jahren hab es deutliche Einsparungen auf Kosten der Mitarbeiter und deren Moral (Benefits und Veranstaltungen die es regelmäßig gab wurden gecancelt ohne Info an die Mitarbeiter, oder nur in kleinem Rahmen, oder mit begrenzter Teilnehmerzahl abgehalten - first come first serve, viele die Lust hatten konnten so nicht teilnehmen).
Auf Klagen zu hoher Belastung wird nicht gehört, weder seitens der Geschäftsführung noch in der HR.
Keine Wertschätzung langjähriger Mitarbeiter - diese werden wenn es ihnen nicht gut geht oder diese überlastet sind eher gegangen als gemeinsam eine Lösung zu suchen.
Verbesserungsvorschläge
- Bei Entscheidungen sollte die Moral der Mitarbeiter berücksichtigt werden - sie halten das Rad am laufen und sind nicht die Last die gezogen werden muss.
- Klare und DURCHGÄNGIGE Kommunikation über das gesamte Unternehmen
- mehr Transparenz gegenüber der Mitarbeiter über Entscheidungswege.
- Führungskräfte sollen Führungskräfte sein, vor allem für ihre Mitarbeiter! Die beste Schulung hat keinen Sinn wenn es nicht gelebt wird.
- Die psychische Gesundheit der Mitarbeiter sollte nicht zweitrangig sein. Bei konstanter Überlastung sollte genauer hingeschaut werden. Ein Burnout-Präventions-Programm würde dem dynamischen Unternehmen und durchschnittlich jungen und motivierten Mitarbeitern sehr zuvorkommen.
- Es benötigt dringend einen Betriebsrat.
Arbeitsatmosphäre
Ich habe mitbekommen, die Arbeitsatmosphäre schwankt sehr stark zwischen den Abteilungen. Sie steht und fällt vor allem mit den entsprechenden Führungskräften.
Lobende Worte seitens der Geschäftsführung sind kaum vorhanden und wenn fühlen sich diese eher wie ein abspeisen an als ein ehrlicher Dank.
In den letzten Jahren stieg der Druck auf die Mitarbeiter enorm (mehr Auslastung, weniger Mitarbeiter, keine definierten Schnittstellen/Prozesse, Einsparungen auf Kosten der Mitarbeiter, ...).
Image
Nach Außen wird ein Bild projiziert, vom modernen, stilvollen & fairen Unternehmen. Intern hats viele Reibungspunkte und unzufriedene Mitarbeiter.
Work-Life-Balance
Urlaub und Zeitausgleich kann flexibel genutzt werden und ist meistens auch spontan möglich, wenn es Urlaubsplanung & Auslastung zulässt.
Aus der schlechten internen Kommunikation resultieren regelmäßig dringende Aufgaben, für die Überstunden gemacht werden müssen um diese zu bewältigen. Dienstreisen sind oft zu kurz bemessen oder es liegen falsche Informationen seitens Sales vor, sodass hier oft ungeplante Mehrarbeit entsteht.
Homeoffice ja, aber nur ein Tag in der Woche.
Karriere/Weiterbildung
Es gibt interne Schulungen & Weiterbildungen für grundlegend notwenige Fähigkeiten, um seine Arbeit zu erledigen. Weiterbildungen oder spezifische Schulungen muss man erkämpfen. Dazu bekommt man dann auch noch eine Ausbildungskostenrückerstattungsvereinbarung aufgebrummt.
Fortbildungen der Mitarbeiter zur Entlastung der Abteilung wurden abgelehnt.
Kollegenzusammenhalt
Der Zusammenhalt in den Teams ist enorm groß, sehr familiär und ein wichtiger Punkt, damit das Rad läuft. Wenn es drauf ankommt ziehen alle Mitarbeiter an einem Strang.
Zwischen den Abteilungen sieht es anders aus, hier gibt es teils keine klaren Grenzen & Zuständigkeiten. Dinge werden im Kreis geschoben oder man stößt direkt auf Widerstand.
Vorgesetztenverhalten
Grundsätzlich schätze ich das Vertrauen, das ich von der Geschäftsführung erhalten habe sehr.
In meinen Augen ist aber auch ein Geschäftsführer eine Führungskraft und für seine Mitarbeiter verantwortlich. Davon habe ich leider nichts gemerkt. Brisante Themen die man Anspricht werden abgewendet oder man soll sich selbst drum kümmern. Berichte über eine durchgehend zu hohe Auslastung werden akzeptiert aber keine Maßnahmen freigegeben. Klare Ziele, Meilensteine und regelmäßige Updates nicht vorhanden.
Aufgaben werden kurz und knapp übermittelt ohne Hintergrundwissen oder Entscheidungswege.
Arbeitsbedingungen
Es gibt schöne und moderne Büros, die man gerne präsentiert. Viele der Arbeitsplätze sehen aber anders aus. Zu kleine Räume, schlechte Frischluftzufuhr, im Sommer zu heiß. Es waren grundlegend zu wenig Arbeitsplätze vorhanden. Mein Team wurde gezwungen zu siedeln weil ein Geschäftsführer ein neues Büro braucht, sinnvolle Alternativen wurden keine gegeben - musste selbst um einen angemessenen Arbeitsplatz für meine Mitarbeiter kämpfen. In das andere Gebäude siedeln und die neuen Arbeitsplätze einrichten mussten wir selbst.
Hardware am Stand der Technik, Werkzeug hervorragend.
Kommunikation
Eine durchgehende Kommunikation, geschweige denn die Wege dafür, von der Geschäftsführung zu den Mitarbeitern ist nicht vorhanden. Regelmäßig haben ich, mich und meine Abteilung betreffende Infos, von Kollegen erfahren, bevor sie von oben kommuniziert wurden - wenn überhaupt.
Wurde von mir öfters angesprochen - nichts hat sich geändert.
Entscheidungen der Geschäftsführung werden nur wage kommuniziert und nicht begründet.
Gehalt/Benefits
Gehälter kommen immer Pünktlich. Entlohnung grundsätzlich nach Kollektiv, für Gehaltserhöhungen muss man kämpfen. Durch die Bank werden Überstundenpauschalen als Gehaltserhöhung verkauft. Aufgaben & Verantwortungen werden einem übertragen ohne entsprechende Entlohnung. Neue Mitarbeiter steigen tendenziell besser aus als langjährige Kollegen.
Gleichberechtigung
Das Unternehmen ist klar Männer dominiert. Es gibt sehr wenige Frauen in Führungspositionen. Gefühlt haben e Frauen auch deutlich schwieriger führende Positionen zu erlangen.
Interessante Aufgaben
Als Abteilungsleiter bleibt einem nichts anderes übrig als viele Dinge selbst in die Hand zu nehmen. Ohne Unternehmensweite Strukturen, Prozesse, Schnittstellen und ein Gerüst, auf dem Abteilungen aufbauen, trifft man auf sehr viele herausfordernde Aufgaben, die einem in anderen Unternehmen abgenommen werden. Ich durfte sehr viel in meiner Zeit bei XAL lernen und tiefer in Themen die mich interessieren eintauchen.