Lehrkräfte werden hier nicht wertgeschätzt
Arbeitsatmosphäre
Es ist chaotisch und stressig. Einzelne Projektleiter:innen und Verwaltungsmitarbeiter:innen bemühen sich zwar, die Lehrkräfte zu unterstützen. Meist ist man aber auf sich allein gestellt. Bei Konfliktsituationen mit schwierigen Teilnehmern steht die Leitung oft auf der Seite Letzterer. Man wird stets mit neuen und sich immer ändernden Anforderungen und Regeln überlastet, es gibt Teammeetings ohne Ende, sodass man kaum mehr Zeit für den Unterricht hat und die Übersicht über all die Neuerungen verloren wird.
Darüber hinaus werden Lehrkräfte die ganze Zeit bewertet. Wöchentlich, monatlich, am Kursanfang und -ende. Das macht noch mehr Angst und Stress. Oft sind Teilnehmer nicht imstande, die professionelle Leistung des Trainers objektiv zu beurteilen, und lassen bei diesen (anonymen) Bewertungen einfach ihren Frust raus. Auch an ehrlicher, ernst gemeinter Wertschätzung der Leitung, die dem kritischen Feedback entgegenwirken könnte, fehlt es.
Kommunikation
Zu viele Meetings, zu viele Mails, das Wesentliche geht in der Informationsflut oft verloren.
Kollegenzusammenhalt
Klar, man hält zusammen, wenn man mit einer anspruchsvollen Zielgruppe in einer chaotischen und stressigen Umgebung arbeitet, sonst geht man verrückt. Ist aber im Anbetracht aller anderen Umstände nicht wirklich als Pluspunkt der Firma zu sehen.
Work-Life-Balance
Vielleicht kann man hier auch ein “Life” haben, wenn man dickhäutig ist und sich sehr gut abgrenzen kann. Sonst begleiten einen manch so Arbeitssituationen auch in der “arbeitsfreien” Zeit. Mal abgesehen davon, dass die bezahlte VZNZ kaum für die Vorbereitung mitsamt aller einem aufgedrängten administrativen Tätigkeiten ausreicht.
Vorgesetztenverhalten
Gibst du dein Bestes, so wirst du vielleicht mal ab und zu gelobt, aber grundsätzlich wird deine Leistung für selbstverständlich gehalten. Für Fehler hingegen muss man bei dieser Firma sehr teuer zahlen — und da werden auch alle Erfolge sofort vergessen.
Allgemein ist alles sehr unpersönlich. Die meisten Vorgesetzten interessieren sich für Mitarbeiter:innen nicht wirklich. Manche werden meinem Eindruck nach sogar gefürchtet, was sich auf das allgemeine Arbeitsklima negativ widerspiegelt.
Interessante Aufgaben
Lehrkräfte müssen immer mehr administrative Arbeit erledigen. Die Anforderungen an die Qualität dieser überschreiten alles Zumutbare und sind auch mit den anderen Betrieben nicht zu vergleichen. Es bleibt immer weniger Zeit und Energie für die Teilnehmer:innen übrig, die eigentlich im Mittelpunkt stehen sollten.
Arbeitsbedingungen
Marodes Gebäude, vieles ist kaputt, unbenutzbar und sogar gefährlich. Keine Klimaanlage trotz Sommerhitze, winzige Trainer:innenküchen — man hat keinen Platz, um sich in der Pause kurz zurückzuziehen und Atem zu holen. Laute Bauarbeiten vor dem Fenster stören im Unterricht. Auf Beschwerden der Lehrkräfte wird keinerlei Rücksicht genommen.
Gehalt/Benefits
Das mickrige KV-Gehalt und keinen Cent mehr.
Image
Kolleg:innen aus anderen Unternehmen raten wegen autoritärer Leitung und ständigen Stress davon ab, bei ZIB zu arbeiten — leider habe ich zu spät darüber erfahren.