AI can't believe this
Gut am Arbeitgeber finde ich
Wir haben viel Deko und stellen alle paar Wochen Mobiliar um. Wir sagen viele Worte.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Seit mehreren Jahren keine positive Geschäftsentwicklung (wir sehen es an den Shares - mittlerweile ist es da ruhig geworden). Vom starken Wachstum bleibt gefühlt nichts übrig. Nach aussen machen wir ein zu grosses Tamtam auf LinkedIn und aus meiner Sicht ist das nur noch Selbstdarstellung.
Wir haben keine klare Stundenerfassung, keine Überstundenregelung und nur fakturierbare Arbeit zählt etwas. Mehrleistungen sonst werden nicht anerkannt. Da wir Vertrauensarbeitszeit haben, gibt es auch keine Stundenerfassung.
In unserem Bereich weiss ich von Leuten, die seit Jahren Workation machen (die sehe ich nur zur Weihnachtsfeier) und es gibt Sonderabsprachen, dass auch Leute Homeoffice nehmen können, obwohl sie nicht fakturierbar sind.
Es macht keinen Spass mehr. Egal was man bringt und mit Freude zeigt, es wird von einigen GLs zertreten. Von denen kommt Anfeindung und Besserwissertum - besonders von der oberen Etage.
Es ist vieles nicht stimmig bei uns. Handover Sales zu Projektleitung. Verkaufte Budgets, die kaum einzuhalten sind. Innerbetriebliche Kämpfe zwischen den beiden Delivery Abteilungen. Hohe Fluktuation. Keine standardisierte Ausbildung von neuem Personal. Keine ehrliche Aussagen zum Geschäftsgang. Zu wenig Transparenz in Entscheidungen. Zweifelhafte Beförderungen. Warum sind einzige Erfolgsmeldungen das blinde Personalwachstum, aber nicht wie wir es auslasten werden? Ah ja, es gibt ja nicht genügend Kunden und Projekte dafür.
Ich habe das Gefühl, dass man uns nicht mehr will. Und das sieht man gut daran, dass der Dekoration mehr Liebe gegeben wird, als uns Personal. Wir müssen neu auch stehen zum Mittagessen, die Stühle und den Esstisch haben sie uns genommen. Das war so wichtig für uns, dass wir da gemütlich lachen und essen konnten. Dürfen wir glücklich sein und lachen?
Das GL Niveau ist auch in den letzten 7 Monaten gleich doppelt gesunken. Vielleicht hilft es, dass die nominierte Woman CEO of the year dann besser sich abheben kann.
Es ist ganz traurig, wie hier alles als Selbstverständlichkeit angesehen wird. Das saugt alles aus mir persönlich raus.
Für Juniors ist es OK als Sprungbrett. Danach muss man Distanz gewinnen. Das zeigen die Erfolgsstorys der Ex-Personen, die bei der Konkurrenz Vertrauen erhalten haben, aufgeblüht und erfolgreich sind.
Verbesserungsvorschläge
Auswechseln der Führung und zwar ganz oben
Kollegenzusammenhalt
Es knistert zwischen den Abteilungen - alles zu Lasten der Kunden
Kommunikation
Nur positives darf gesagt werden. Wer etwas sagt, wird sofort verantwortlich gemacht.

