Lieber ein Ende mit Schrecken als ein Schrecken ohne Ende
Gut am Arbeitgeber finde ich
da war doch was...
... ach ja, Soziallleistungen, WorkLife-Balance und Home Office
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Kurz Zusammengefasst:
- Führung: Überfordert, abgehoben, planlos.
- Kommunikation: Spät, unvollständig, beschönigend, teilweise Augenwischerei.
- Werte & Kultur: Broschürenware. In echt kaum noch vorhanden.
- Stimmung: Von angespannt zu toxisch.
- Umgang mit Menschen: Kalt. Austauschbar. Unwürdig.
- Strategie: PowerPoint-Folklore (wenn dann mal eine "kommuniziert" wird).
- Arbeitsrealität: Chaos und Überlastung.
Ich habe schon einiges gesehen im Arbeitsleben. Firmen, die straucheln. Chefs, die überfordert sind. Teams, die kämpfen. Aber was Aveniq in den letzten zwei Jahren abgeliefert hat, ist ein ganz eigenes Kapitel – eines, das man eher in einem schlechten Unternehmensdrama als im echten Leben erwartet.
Man hat es drei Jahre lang versäumt, die bevorstehenden Krise abzuwenden - 3 Monate vor Jahresende eine Taskforce zu bilden ist halt zu spät…
Jetzt bezahlt das Unternehmen den Preis – und die, die gegangen wurden bzw. noch gehen werden müssen, zahlen ihn gleich doppelt.
Verbesserungsvorschläge
Alter Wein in neuen Schläuchen reich nicht - das bezieht sich nicht nur auf die Fokusthemen, sondern auch auf die Führung!
Durch die ewigen Restrukturierungen, natürlichen Abgängen, Rochaden und Entlassungen der letzten 2 Jahre weiss leider Aveniq nicht mehr, welches Potential und KnowHow die Firma in ihren Mitarbeitern hat.
Die stark hierarchischen Strukturen müssen aufgebrochen werden und wechselt das (Top-)Management aus.
Hört wieder auf Eure Mitarbeiter und bezieht sie in Eure Entscheidungen mit ein. So könnt Ihr wieder das Potential der Mitarbeiter & Lösungen fördern und nutzen.
Ach ja - Wenn ein Vorgesetzter nur noch den ganzen Tag im Meeting ist, sollte man das System mal überdenken.
Arbeitsatmosphäre
„frostiger Stimmung“, „fehlender Respekt“, „save-my-ass Mentalität“.
Wenn das nur Übertreibungen wären … aber vieles davon habe ich selbst miterleben dürfen.
Die Atmosphäre hat sich spürbar verändert:
Früher gab es mal Kollegialität – jetzt gibt es vor allem Unruhe, Unsicherheit und dieses subtile Gefühl, jederzeit selbst dran sein zu können.
Diese seltsame Mischung aus Chaos und Gleichgültigkeit frisst einen irgendwann von innen an.
Image
Vor 2 Jahren war das Image immerhin nach aussen noch Hui - heute ist auch das Vergangenheit. Sogar Kunden spüren das schon selber und sehen sich nach Alternativen um. Fehlende Ressourcen werden nun mit Partnerschaften "aufgefüllt".
Work-Life-Balance
Hier gibt es eigentlich nichts zu meckern.
Eigentlich das einzig Positive, was zumindest in meinem Bereich geblieben ist.
Karriere/Weiterbildung
Mitarbeiterentwicklung – ein schönes Konzept, das nie angekommen ist
* Karrierechancen? „Mau.“
* Weiterbildung? „Theorie ja, Praxis nein.“
* Beförderungen? „Politik statt Leistung.“
Gehalt/Benefits
Gehalt war mal gut, wird aktuell nach unten korrigiert.
Gute PK
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Alles Schall und Rauch
Kollegenzusammenhalt
Stark Teamabhängig
Umgang mit älteren Kollegen
Es hiess immer, man wolle junge Leute fördern, Seniorität wertschätzen, Wissen aufbauen.
In der zweiten Kündigungswelle innert nicht mal einem Jahr wurden nun einige Mitarbeiter mit Seniorität entlassen, somit verschwand innert kurzer Zeit einiges an KnowHow. #Lohnbandkorrektur
Vorgesetztenverhalten
Führung war hier eher ein Konzept als eine Realität.
„unfähiges Management“, „Führung ohne Know-how“, "starre Strukturen" und „ständiges Feuerlöschen“.
Und ich kann’s nicht mal kritisieren – das ist ja das Traurige.
Strategie? Ja, klar, die wurde erwähnt. Am liebsten in PowerPoint-Folien, deren Inhalt man nach drei Minuten wieder vergessen hat, weil die Umsetzung ohnehin lange geht bzw. wieder geändert wurde.
Arbeitsbedingungen
Sinnlose interne Awards - Es zählt die interne Sichtbarkeit, nicht die Leistung! #savemyass
Im Homeoffice super - jeder Tag im Office führte zu einem persönlichen Stress.
Wenn man Vorgesetzte bzw. das Management auf dem Flur sah, wurde immer freundlich gegrüsst. Es wurden Info's zur eigenen Tätigkeit "abgefragt", was aber eher in Richtung "Small Talk" ging.
Am Teamtag war der Teamleiter den ganzen Tag in Meetings, zum Teil nicht mal am gleichen Standort.
Kommunikation
Kommunikation – ein Meisterwerk der Intransparenz
Die interne Kommunikation ist „alles andere als offen, transparent oder ehrlich“.
Informationen kamen spät, lückenhaft oder gar nicht.
Und das was kam, war’s so verpackt, dass man dachte, es handle sich um eine Mischung aus Rätsel, Schadensbegrenzung und Schönwetterrhetorik.
Interessante Aufgaben
Die Aufgaben wäre sehr Interessant gewesen, wenn man davon etwas Umsetzen hätte dürfen.


