Viel Potenzial, aber Bürokratie wie beim Staat vor 20 Jahren
Gut am Arbeitgeber finde ich
Die Softwareentwicklung ist fachlich spannend. Positiv fand ich ausserdem die regelmässigen Mitarbeitenden-Events sowie die Innovation Days. Auch die guten Sozialleistungen und die Pensionskasse sind ein Pluspunkt.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Die ausgeprägte Bürokratie, langsame Entscheidungsprozesse und die teilweise fehlende Umsetzung von besprochenen Themen. Viele Abläufe wirken träge und Veränderungen sind nur schwer möglich.
Verbesserungsvorschläge
Prozesse vereinfachen und Entscheidungen konsequenter umsetzen, statt endlos darüber zu diskutieren. Mehr Eigenverantwortung fördern, moderne Werkzeuge einsetzen und Veränderungen aktiv vorantreiben. Aus meiner Sicht würde dem Unternehmen zudem eine stärkere Ergebnisorientierung guttun.
Arbeitsatmosphäre
Die Arbeitsatmosphäre war insgesamt in Ordnung, allerdings wird das Unternehmen von einer ausgeprägten Bürokratie geprägt. Obwohl Bison rund 500 Mitarbeitende beschäftigt, fühlte sich vieles schwerfällig und stark reglementiert an. Der Fokus liegt häufig darauf, Fehler zu vermeiden, statt pragmatische Lösungen zu finden oder Innovation voranzutreiben.
Image
Das Image ist nicht besonders gut.
Work-Life-Balance
Die Arbeitsbedingungen sind gut und bieten eine ausgewogene Work-Life-Balance. Zwei von 5 Tagen HomeOffice ist ein guter Kompromiss
Karriere/Weiterbildung
Weiterbildungs- und Karrieremöglichkeiten sind vorhanden, aus meiner Sicht jedoch eher eingeschränkt.
Gehalt/Benefits
Das Gehalt ist gut und die Sozialleistungen sind attraktiv. Besonders positiv hervorzuheben ist die sehr gute Pensionskasse.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Nach meinem Eindruck wird das Thema Umwelt- und Sozialbewusstsein vor allem kommunikativ betont. Im Arbeitsalltag habe ich davon jedoch wenig gespürt.
Kollegenzusammenhalt
Der Umgang unter den Kolleginnen und Kollegen war grundsätzlich gut. Gleichzeitig gibt es viele Mitarbeitende, die seit 20 oder 30 Jahren im Unternehmen tätig sind. Das sorgt zwar für Stabilität, führt aber teilweise auch dazu, dass Veränderungen nur schwer möglich sind und langjährige Strukturen kaum hinterfragt werden.
Umgang mit älteren Kollegen
Der Umgang mit älteren und langjährigen Mitarbeitenden ist respektvoll. Viele Kolleginnen und Kollegen sind seit 20 oder sogar 30 Jahren im Unternehmen.
Vorgesetztenverhalten
Mein direkter Vorgesetzter war freundlich und respektvoll. Gleichzeitig hatte ich den Eindruck, dass es auf höheren Führungsebenen an echter Führungskompetenz fehlt. Einzelne Manager äusserten sogar offen, dass sie Mitarbeitende nicht gerne führen. Das spiegelt sich aus meiner Sicht in der Unternehmenskultur wider: Es wird viel diskutiert, aber zu wenig entschieden und umgesetzt.
Arbeitsbedingungen
Die Arbeitsbedingungen sind gut. Positiv sind unter anderem die kostenlosen Parkplätze sowie die insgesamt angenehme Infrastruktur.
Kommunikation
Es findet regelmässig Kommunikation statt und Mitarbeitenden-Events werden organisiert. Dennoch hatte ich oft den Eindruck, dass in Meetings sehr viel diskutiert wird, ohne dass konkrete Entscheidungen getroffen oder Massnahmen umgesetzt werden. Dadurch ziehen sich viele Themen unnötig in die Länge.
Gleichberechtigung
Es gibt Frauen im Management. Auf Ebene der Geschäftsleitung ist die Diversität aus meiner Sicht jedoch noch ausbaufähig.
Interessante Aufgaben
Die Softwareentwicklung ist aus meiner Sicht einer der stärksten Bereiche des Unternehmens. Meine eigenen Aufgaben waren jedoch sehr repetitiv und wenig herausfordernd. Zudem werden teilweise Werkzeuge und Prozesse eingesetzt, die nicht mehr zeitgemäss wirken. Ich war selten so unterfordert und gelangweilt wie in dieser Position.