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Blackroll 
AG
Bewertung

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TopCompany6 Jahre
Mehrfachbewertung

Tausche Werte gegen Geld

1,5
Nicht empfohlen
Mehrfachbewertung
Ex-Angestellte/r oder Arbeiter/inHat bis 2025 für dieses Unternehmen in Bottighofen gearbeitet und diesen Arbeitgeber mehrfach bewertet. (Mitarbeiter:innen dürfen ihren Arbeitgeber einmal im Jahr bewerten.)

Gut am Arbeitgeber finde ich

Zukunftsgerichtete Vision und interessante Themenbereiche.

Schlecht am Arbeitgeber finde ich

Große Inkongruenz zwischen den theoretischen Firmen-Werten auf dem Papier und dem Vorgesetztenverhalten.

Die modernen Arbeitszeit- und Werte-Modelle sind leider wenig wert wenn man die verantwortlichen Vorgesetzten hier nicht in die Pflicht zur Umsetzung und Einhaltung nimmt.

Fragwürdige Verhaltensweisen von Vorgesetzten aber auch Kollegen haben je nach Stand der Person kaum Konsequenzen.

Aufstiegs- und gehaltstechnisch kaum bis keine Entwicklungsmöglichkeiten. Man hat das Gefühl, dass der Führungsebene die Mitarbeiter am liebsten sind, die sich mit Anforderungen in diesen Bereichen zurückhalten. Es wird einem teilweise das Gefühl vermittelt, man sollte gefälligst schon dankbar sein, bei Blackroll arbeiten zu dürfen.

Nach kritischen Bewertungen auf Kununu folgen immer recht schnell einige sehr allgemeine und unspezifische All-5-Stars-Bewertungen. Zu meiner Zeit wurde man auch aktiv vom HR individuell oder in kleinen Gruppen zu Bewertungen aufgefordert, das Gehalt sollte man aber außen vor lassen. Da stellt man sich natürlich die Frage, wie aussagekräftig die Bewertungen sind und wie transparent mit dem Gehalt umgegangen wird.

Verbesserungsvorschläge

Vorgesetzte mehr in die Pflicht und Verantwortung nehmen, die sie laut Stellenbeschreibung und Gehaltszettel auch zu tragen haben.

Arbeitsatmosphäre

Sehr volatil und extrem abhängig von der wirtschaftlichen Situation. In der einen Woche läuft es gut und alle sind Happy, in der anderen kann sich das Blatt schon wieder wenden. Das wirkt im Großen und Ganzen etwas angespannt, unreif und wenig souverän im Umgang mit wirtschaftlichem Druck.
Siehe auch Vorgesetztenverhalten.

Image

Die Produktion und Beschaffung von Produkten und Materialien wird leider immer mehr nach China verlagert. Am ursprünglichen "Made in Germany" hält man nicht mehr fest.

Work-Life-Balance

Es gibt Kernarbeitszeiten zu der alle Mitarbeiter verfügbar sein müssen. Drumherum kann man seine Arbeitszeit grundsätzlich flexibel gestalten. Es ist aber leider auch keine Ausnahme, dass Meetings außerhalb dieser Zeiten geplant werden. Einzelne Führungskräfte und Kollegen kontaktierten Mitarbeiter regelmäßig auch spät abends oder am Wochenende oder machten konkrete Vorgaben, wann außerhalb der Kernarbeitszeiten gearbeitet werden sollte. Dadurch besteht die versprochene Flexibilität aus meiner Sicht vor allem auf dem Papier.

Leider gab es innerhalb der Belegschaft im letzten Jahr auch auffällig viele Ausfälle und Kündigungen aufgrund psychischer Belastungen. Nach Gesprächen mit verschiedenen Kollegen wurden diese häufig auch mit der Arbeitssituation und dem bestehenden Arbeitsumfeld in Verbindung gebracht.

Karriere/Weiterbildung

Meine Erfahrung ist, dass man von Vorgesetzten in Sachen Weiterentwicklung nicht gefördert wird. Man hat den Eindruck, diese möchten in erster Linie, dass man einfach nur seine Arbeit erledigt und damit zufrieden ist.
Man hat allerdings die Möglichkeit sich selbst um Weiterbildungen zu kümmern. Die Budgets hierfür sind leider nicht besonders hoch.

Gehalt/Benefits

Ich habe über fünf Jahre hinweg trotz auf dem Papier nachweisbarer Erfolge keine Gehaltserhöhung erhalten.
Immerhin erhält man in den Jahresgesprächen und Midterms auch mal ein Lob. Aber das war es dann meist auch schon. Hinsichtlich Gehaltserhöhung wird man von Mitarbeitergespräch zu Mitarbeitergespräch hingehalten. Unabhängig der wirtschaftlichen Lage wurden regelmäßig neue Gründe genannt, weshalb eine Gehaltserhöhung erneut verschoben wurde. So wurde man wieder und wieder vertröstet. Eine beliebte Strategie die ich persönlich erfahren aber auch von Kollegen mitbekommen habe, ist, dass man von Mitarbeitsgespräch zu Mitarbeitergespräch mit Sätzen wie "da schauen wir in einem halben Jahr nochmal drauf" hingehalten wird. Im Nachhinein erfährt man dann, dass der Vorgesetzte die Erhöhung nie im Budget berücksichtigt hat.

Umwelt-/Sozialbewusstsein

Die Rollen und andere Schaumstoffprodukte bestehen zu 100% aus Plastik. Immerhin teilweise mit recycelten Anteilen. Die Produktion von sonstigen Produkten verlagert sich immer mehr nach China. Allerdings versucht man mit dem Pflanzen von Bäumen in fernen Ländern Ausgleichsmaßnahmen zu schaffen. Ob dies den eigenen Nachhaltigkeitsansprüchen gerecht wird, muss jeder selbst beurteilen.

Kollegenzusammenhalt

Der Kollegenzusammenhalt ist überwiegend gut.

Allerdings habe ich auch die Erfahrung gemacht, dass einzelne Kollegen sehr empfindlich auf Feedback/Kritik reagieren, sich eigene Fehler nicht eingestehen können und folglich versuchen die Schuld für Fehler auf das Gegenüber zu verlagern. Besonders fragwürdig ist es, wenn diese Personen mit ihrem Verhalten auch noch Rückendeckung ihrer Vorgesetzten erhalten ohne das der Sachverhalt/Konflikt objektiv vom Vorgesetzten moderiert wird.

Umgang mit älteren Kollegen

Es gibt nur sehr wenig ältere Kollegen im Betrieb. Hier wurden in der Vergangenheit bevorzugt Studienabgänger eingestellt oder Praktikanten/Werkstudenten übernommen. Auf mich wirkte es so, als hätten Kostengesichtspunkte bei dieser Personalstruktur eine wichtige Rolle gespielt.

Vorgesetztenverhalten

Das Vorgesetztenverhalten ist zum Teil sehr enttäuschend. Aus meiner Sicht wurde Verantwortung teilweise nicht dort übernommen, wo sie eigentlich erforderlich gewesen wäre. Sie geben Druck ungefiltert nach unten weiter wo sie ihn eigentlich abfedern müssten. Erfolge schreiben sie sich aber gerne auf ihre eigene Kappe.

Umgang mit Feedback und Kritik ist sehr ausbaufähig. Verbesserungsvorschläge wurden leider teilweise ins lächerliche gezogen, wodurch man sich nicht ernst genommen fühlt und was letztendlich auch dazu führt, dass man sich mit Feedback zurück hält.

Ich musste leider selbst erleben, dass Vorgesetzte/Berater einen zu unmoralischen Handlungsweisen aufgefordert haben mit dem Ziel Unternehmensziele schneller zu erfüllen. Ich sollte Kunden, so die wörtliche Formulierung, "anlügen" um den Umsatz zu steigern. Das empfand ich als problematisch und nicht vereinbar mit meinem Verständnis einer langfristigen und vertrauensvollen Kundenbeziehung.

Arbeitsbedingungen

Man arbeitet bei Blackroll in einem Großraumbüro. Dementsprechend kann der Lärmpegel auch mal etwas höher sein. Räume für Meetings und Telefonate waren zu meiner Zeit durchweg in unzureichender Menge verfügbar. So mussten viele ihre Calls auch mal auf die Treppe verlagern oder blieben bewusst im Homeoffice um in Ruhe arbeiten zu können.

Grundlegende Arbeitsmittel wie Laptop und zugehörige Technik erhält man. Firmenhandys erhält man keine. Auch in Bereichen mit überwiegend Kundenkontakt nicht.
Ich musste leider die Erfahrung machen, dass ich trotz eines Defekts an meinem Laptop (hat sich regelmäßig aufgehängt inkl. Bluescreens + sehr langsame Geschwindigkeit) über ein halbes Jahr kein neues Gerät erhalten habe, da dies vom Management abgelehnt wurde. Aus meiner Sicht wurde an dieser Stelle zu lange gezögert und an der falschen Ecke gespart, wodurch meine Arbeitsfähigkeit über Monate eingeschränkt war.

Offizielle Firmenchats finden über Whatsapp mit der privaten Nummer statt sodass man ständig auch außerhalb der Arbeitszeiten (Wochenende, Urlaub) auf dem privaten Gerät erreichbar ist und auch kontaktiert wird.

Kommunikation

Ich hatte den Eindruck, dass die Kommunikation auf den ersten Blick offen und proaktiv wirkt. Bei genauerem Hinsehen werden Informationen jedoch zum Teil zurückgehalten, teilweise nur sehr selektiv weitergegeben und nicht immer transparent kommuniziert.

Gleichberechtigung

Das Management ist ausschließlich und die Abteilungsleiterebene überwiegend männlich besetzt. Unter den Fachkräften und Teamleads findet man dann aber auch vermehrt weibliche Mitarbeiter.

Interessante Aufgaben

Grundsätzlich gibt es zahlreiche interessante Aufgaben und Themenbereiche. Leider schaffen es die Vorgesetzten überwiegend nicht diese entsprechend zu kanalisieren, sodass man zielgerichtet und strukturiert an den Themen arbeiten kann.

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Arbeitgeber-Kommentar

Ulrike, HR Manager & Talent Acquisition Partner
UlrikeHR Manager & Talent Acquisition Partner

Vielen Dank für dein offenes Feedback. Wir freuen uns, dass du die interessanten Themen und den Teamzusammenhalt positiv erlebt hast. Deine Rückmeldungen nehmen wir ernst. Für einen persönlichen und vertraulichen Austausch kannst du dich gerne an unser People & Culture Team unter peopleandculture@blackroll.com wenden.

Dieser Kommentar bezieht sich auf eine frühere Version der Bewertung.
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Anonym · Sieh, ob’s deinen Kolleg:innen auch so geht.