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Careerplus 
AG
Bewertung

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Mehrfachbewertung

Kein Ponyhof, kein Callcenter: Nicht perfekt, aber ziemlich nah dran - zumindest für mich :)

4,1
Empfohlen
Mehrfachbewertung
Angestellte/r oder Arbeiter/inHat zum Zeitpunkt der Bewertung bei Careerplus AG in Bern gearbeitet und diesen Arbeitgeber mehrfach bewertet. (Mitarbeiter:innen dürfen ihren Arbeitgeber einmal im Jahr bewerten.)

Gut am Arbeitgeber finde ich

Hohe Flexibilität, Eigenverantwortung, flache Hierarchien, Teamzusammenhalt, DU-Kultur mit offenen Türen und Ohren, Lage und Infrastruktur, meinen Chef und meine Chefinnen, der breite und abwechslungsreiche Inhalt, eigene Entscheidungsfreiheit, das geschenkte Vertrauen und der grenzenlose Optimismus (und alle positive Themen, die bei den Sternchen stehen?)

Verbesserungsvorschläge

In das Fördern, Halten und Entwickeln von starken Beratungspersönlichkeiten können wir mehr investieren - wir können so viel richtig gut, wir sollten versuchen, dass es allen Spass macht und alle zusammen etwas erreichen möchten, um das grosse Ganze zu sehen.
Beim Thema Kommunikation können wir uns ebenfalls verbessern, keine leichte Aufgabe, aber absolut machbar denke ich.
Schnelligkeit was Umsetzung von Baustellen angeht: für unsere Firmengrösse als KMU dauern manche Sachen zu lange, versanden hier und da, egal ob grosse oder kleine Themen (manchmal ist es zu spät und zu wenig).

Arbeitsatmosphäre

Easy going mit familiärem Umfeld. Völlig egal ob man viel auf dem Tisch hat und sich mal zurückzieht mit aufgesetzten Kopfhörern oder am Halligalli im Büro/Pantomime beim Mittagessen/Witzen durchs Grossraumbüro teilnehmen möchte. Jeder ist willkommen und das wird auch gelebt. Fragen zu jeder Zeit möglich, keine verschlossenen Türen, Wertschätzung und Augenhöhe.

Kommunikation

In letzter Zeit nicht mehr so punktgenau wie früher, oft hat Timing und Wording leider nicht gestimmt. Überstürzte Entscheidungen, verzögerte Kommunikation, das hat es in letzter Zeit öfter gegeben als auch schon. Verschiedene Kanäle werden für verschiedene oder auch gleiche Informationen genutzt (Teams Channel, Teams Chats, Mails, Plenum, Brown Bag, Video Calls, überregional, obligatorisch / nicht obligatorisch etc.). Das kann für uns Mitarbeitende verwirrend sein und zerstreut Wichtiges. Subjektiv für mich aber eine Momentaufnahme, dazu lernen können wir alle. Nichtsdestotrotz aber immer wohlwollend und vom Kern des Inhalts im Sinne der Mitarbeitenden und Firma.

Kollegenzusammenhalt

Im Team, in dem ich arbeite? Klare 12 von 10.
Wir springen regelmässig füreinander ein, Stellvertretung ist Teil des Alltags und Vertrauen ist sehr ausgeprägt. Wir besprechen vor allem Arbeitsthemen miteinander, aber sind auch neben dem 9 to 5 füreinander da. Die MEMEs, die nach einer Ferienabwesenheit auf dem Arbeitsplatz vorbereitet werden, sind Comedy Gold.

Work-Life-Balance

Man sollte sich schon gut abgrenzen können - unser Job könnte niemals an einem Tag zu 100% fertig sein. Irgendwo brennt es immer. Man könnte immer noch an der Stellenausschreibung feilen, immer noch eine neunte Suche zur eierlegenden Wollmilchsau starten, immer noch die Kandidatin anrufen und über die Position sprechen, immer noch die Firmen kennenlernen, immer noch die Referenzauskunft einholen, immer noch die Interviewvorbereitung durchführen, immer noch ein Profil nachbereiten... Die Liste ist endlos. Wer nicht von 7 bis 7 im Büro sitzen möchte, sollte lernen sich abgrenzen (geht halt auch, da wir sehr flexible Arbeitszeiten im normalen Rahmen haben - gefährlich für Workaholics habe ich gehört).

Vorgesetztenverhalten

Subjektiv und in meiner Bubble: einwandfrei. Mir gegenüber gab es im richtigen Moment Förderung und Unterstützung und Wohlwollen. Mein Chef hat sicherlich keinen einfachen Führungsjob. Aber mit seinem offenen Ohr, seiner unkomplizierten Art und dem Humor schlägt er sich sehr gut. Ich schätze ihn als Vorgesetzten extrem. Wir sind oft der gleichen Meinung und wenn mal nicht, dann ist er ein respektabler Diskussionspartner. Mit ihm gehe ich gerne über Stock und Stein, auch wenn er es nicht immer einfach mit mir hat.
Der lockere Führungsstil ist vielleicht nicht für alle Mitarbeitenden gleichermassen passend und zukunftsorientiert und KANN ausgenutzt werden, daher ein Sternchen weniger.

Interessante Aufgaben

Ich liebe die Aufgaben. Der Prozess ist auf Kandidaten- und Kundenseite so vielfältig, jeder hat andere Bedürfnisse, jede Rekrutierung ist anders, so viele Variablen. Wenn man in der Beratung richtig aufgeht und das Gegenüber verstehen möchte und sich die Zeit nimmt, dann SEHR abwechslungsreich und interessant. Phasenweise kommt man mit den Admin-Tätigkeiten nicht mehr hinterher aber fair enough, Qualität und Zeitmanagement sind Königsdisziplinen.

Gleichberechtigung

FAIR. Alle starten beim gleichen Punkt, jeder ist seines eigenen Glückes Schmied.

Umgang mit älteren Kollegen

Wir sind an meinem Standort ein gemischtes Team zwischen fast 10 Jahren Betriebszugehörigkeit, mit 3-4 Jahren auf der Uhr oder auch weniger im Rahmen von etwa einem Jahr. Ich finde den Mix sehr angenehm, Wissen darf natürlich nicht verloren gehen aber der "frische Wind" tut auch gut. Dadurch wird jeder abgeholt egal ob länger dabei oder weniger lang. Vom effektiven Alter her haben wir kaum "ältere Kollegen", was für mich in Ordnung ist.

Arbeitsbedingungen

Modern, höhenverstellbare Tische, top Laptop, qualitative Kopfhörer, Ball oder Stuhl oder was man möchte, Laptophalterung am Tisch wenn man möchte. Wenn man mehr auf Papier arbeitet, dann alles mögliche Zeug an Notizbücher, Post-Its, Blöcken, Leuchtstifte, und und und. Unkompliziert können Bestell-Wünsche erfüllt werden, man muss keinen "Kaufantrag" ausfüllen für Materialien sondern einfach fragen und bestellen. Räumlichkeiten gross und hell, für alle genug Platz, sehr zentral gelegen. Homeoffice möglich, sofern man das möchte und seinen Terminkalender im Griff hat sowie Prioritäten eigenständig setzen kann.

Umwelt-/Sozialbewusstsein

In manchen Dingen Luft nach oben? Das leidige Thema des Druckens... Ich persönlich finde ich es überholt, für jedes Interview den Lebenslauf des Bewerbenden auszudrucken, manchen Beratern hilft es jedoch bei der Vor- und Nachbereitung sowie dem Interview an sich. Auch für Kundenbesuche kann eine saubere Übersicht ein Plus sein, vieles geht mit der richtigen Kommunikation und dem passenden Erwartungsmanagement aber digital. Ansonsten sind wir all in all mindestens durchschnittlich was das Bewusstsein als solches angeht. Dass wir nach Möglichkeit den Zug statt dem Auto nehmen ist für uns alle selbstverständlich, Mehrweg-Geschirr zum Essen holen ebenfalls. Es hat sich einiges getan im Bereich des betrieblichen Gesundheitsmanagements und passenden Initiativen aber da geht sicher noch mehr, wenn man sich mit anderen Firmen unserer Grösse in der Schweiz vergleichen möchte.

Gehalt/Benefits

Das Gehalt an sich finde ich in Ordnung, finanzielle Entwicklung sowie Benefits auch gut. Wir könnten beim Thema Sozialleistungen einen Schritt weiter gehen oder einen individuellen Ansatz in Erwägung ziehen: nicht für alle Berater ist dies der erste Job, Altersvorsorge ist für manche wichtiger als für andere, da könnte sich ein Investment lohnen und für bessere Retention sorgen.

Image

Seit Jahren setze ich mich nun dafür ein, dass wir keine "Vermittlungsbude" und kein "TEMP-Büro" sind - wir sind eine Personalberatung, welche Dienstleistungen anbietet und keine Verkäufer. Meiner Meinung nach ist dies auch anerkannt vom Gegenüber, wenn man den Job richtig macht. Muss man was dafür tun? Ja aber klar. 08/15 kann jeder andere Dienstleister. Kunden und Kandidaten werden aber zu echten "Fans", wenn man mal gezeigt hat, was Beratung wirklich bedeutet. Daher habe ich das Gefühl, dass das Image gut ist, wenn man einen guten Job gemacht hat. Egal ob der Stempel "Careerplus" drauf steht oder "der eigene Name, angestellt bei Careerplus".

Karriere/Weiterbildung

Wer auf Titel und High Class Positionsbezeichnungen steht, der wird bei uns nicht glücklich. In der Selbstorganisation gibt es flache Hierarchien, was einer erfolgreichen inhaltsstarken Karriere nicht im Weg steht. Die Karriereleiter wird man aber nicht in zwei Jahren hochklettern können. Wer das sucht, ist am falschen Ort oder kann Careerplus als gutes Fundament nutzen um weiterzuziehen. Weiterbildungen werden finanziell im kleinen Rahmen unterstützt, eher mehr symbolisch und weniger als Investition in Fähigkeiten.

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Anonym · Sieh, ob’s deinen Kolleg:innen auch so geht.