Gut am Arbeitgeber finde ich
Das Unternehmen ist eine etablierte, solide Firma mit einer langen Geschichte und verlässlichen Produkten. Die Arbeitsumgebung ist ansprechend und bietet gute Rahmenbedingungen.
Auch das Team ist überwiegend positiv zu bewerten. Die Zusammenarbeit mit den Mitarbeitenden ist meist angenehm und kollegial.
Die Tätigkeiten selbst sind insgesamt in Ordnung und praxisnah, auch wenn sie naturgemäss im Rahmen eines klassischen Industriebetriebs bleiben. Bei EF werden nun mal keine Raumschiffe gebaut... :-)
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Kritisch sehe ich die unterschiedlichen Arbeits- und Anstellungsmodelle innerhalb des Unternehmens. Diese führen teilweise zu spürbar verschiedenen Rahmenbedingungen zwischen den einzelnen Mitarbeitergruppen.
Gleichzeitig ist anzumerken, dass gewisse Unterschiede aufgrund der unterschiedlichen Tätigkeitsbereiche und betrieblichen Anforderungen teilweise nachvollziehbar sind. Dennoch besteht hier aus meiner Sicht noch Potenzial.
Verbesserungsvorschläge
Ein zentraler Punkt betrifft die unterschiedlichen Anstellungsmodelle innerhalb des Unternehmens. Hier wäre es aus meiner Sicht sinnvoll, stärker auf eine Gleichbehandlung bzw. Angleichung der Rahmenbedingungen zwischen den verschiedenen Gruppen hinzuarbeiten, um bestehende Unterschiede weiter zu reduzieren.
Im Bereich der Sozialleistungen besteht grundsätzlich ein solides Niveau. Potenzial sehe ich insbesondere bei der Pensionskasse, mit dem Ziel, deren Leistungsfähigkeit und Rendite langfristig zu verbessern. Aktuell bewegen sich die Verzinsungen häufig nahe am gesetzlichen Minimum, was aus Sicht der Mitarbeitenden oft nicht nachvollziehbar ist.
Ein möglicher Ansatz zur Weiterentwicklung wäre, nach aussen hin selbstbewusster und präsenter aufzutreten. Das Unternehmen verfügt über solide Grundlagen und Leistungen, die stärker sichtbar gemacht werden könnten.
Mehr Präsenz in der Kommunikation und im öffentlichen Auftritt könnte dazu beitragen, das bestehende Image zu stärken und die tatsächliche Entwicklung des Unternehmens besser widerzuspiegeln.
Arbeitsatmosphäre
Wie in den meisten Unternehmen gibt es vereinzelt Personne, auch in der Führung, die ihre Position stärker betonen, als es für eine konstruktive Zusammenarbeit notwendig wäre. Solche Verhaltensweisen könnten aus meiner Sicht konsequenter erkannt, adressiert und eventuell ersetzt werden.
Insgesamt überwiegt jedoch klar das Positive: Meine Erfahrung bei EF war nahezu durchgehend sehr gut. Der überwiegende Teil der Mitarbeitenden begegnet sich auf Augenhöhe, ist hilfsbereit, freundlich und professionell. Vereinzelte negative Ausnahmen fallen im Gesamtbild eines ansonsten sehr angenehmen und wertschätzenden Arbeitsumfelds kaum ins Gewicht.
Image
Dieser Arbeitgeber verdient ein gutes Image!!
Leider ist das Image des Unternehmens als Arbeitgeber aus meiner Sicht teilweise durch frühere Ereignisse und damit verbundene negative Schlagzeilen geprägt. Diese Historie wirkt bis heute nach, auch wenn sich die Situation inzwischen deutlich verändert hat.
Nach meiner Wahrnehmung hat sich das Unternehmen in den letzten Jahren spürbar weiterentwickelt und bemüht sich aktiv um Verbesserungen in verschiedenen Bereichen. Dadurch entspricht das heutige Bild nicht mehr in allen Punkten dem noch teilweise bestehenden Ruf.
Wie bei jedem Arbeitgeber lassen sich auch hier einzelne Kritikpunkte finden, was jedoch nicht ungewöhnlich ist. Insgesamt empfinde ich es als schade, wenn Bewertungen ausschließlich aus einer negativen Grundhaltung heraus abgegeben werden, ohne die aktuellen Entwicklungen und Verbesserungen angemessen zu berücksichtigen.
Personen, die 1 und 2 Sterne Bewertungen raushauen, sollten sich vielleicht mal überlegen, ob nicht sie das Problem waren.
Work-Life-Balance
In meiner Position kann ich die Work-Life-Balance insgesamt positiv bewerten. Ferien konnten in der Regel flexibel und nach eigenen Bedürfnissen geplant werden. Gleichzeitig war auch eine gewisse Eigenverantwortung gefragt, sodass ich meine Ferien teilweise an laufende Projekte angepasst habe (freiwillig).
Sehr positiv ist das inzwischen eingeführte, moderne Arbeitszeitmodell, das deutlich über klassische Gleitzeit hinausgeht und ein hohes Mass an Flexibilität bietet.
Einschränkend ist anzumerken, dass es im Unternehmen unterschiedliche Anstellungsmodelle gibt, vereinfacht zwischen der Produktion und anderen Bereichen. Mitarbeitende ausserhalb der Produktion profitieren dabei von spürbar mehr Flexibilität und gewissen Vorteilen. Diese Unterschiede werden jedoch aktiv angegangen, und die Lücke hat sich in letzter Zeit bereits merklich verkleinert.
Die eingeschränkte Flexibilität in der Produktion ist aufgrund des Linienbetriebs nachvollziehbar und betriebsbedingt.
Karriere/Weiterbildung
Die Verantwortung für die eigene berufliche Weiterentwicklung liegt aus meiner Sicht in erster Linie bei der einzelnen Person. Der Arbeitgeber kann und soll Rahmenbedingungen schaffen, die Entwicklung ermöglichen, die aktive Initiative muss jedoch vom Mitarbeitenden selbst kommen.
Bei entsprechender Motivation und passender Position steht die Firma Weiterbildungs- und Entwicklungsschritten grundsätzlich offen gegenüber. Solche Bestrebungen werden berücksichtigt, und bei sich ergebenden internen Möglichkeiten bestehen auch realistische Chancen auf Weiterentwicklung.
Ergänzend dazu unterstützt das Unternehmen Weiterbildungen teilweise auch finanziell, was als klarer Pluspunkt zu werten ist.
Gehalt/Benefits
Die Vergütung liegt aus meiner persönlichen Sicht eher knapp unter dem durchschnittlichen Bereich im Vergleich zum Markt. Diese Einschätzung ist jedoch stark von der individuellen Ausgangslage abhängig, da ich insgesamt stets gut entlohnt wurde und meine persönliche Marktposition entsprechend berücksichtige.
Differenzierter betrachtet spielen auch hier die unterschiedlichen Anstellungsmodelle zwischen Produktion und anderen Bereichen eine Rolle. Insbesondere in der Produktion erscheint das Lohnniveau im Vergleich zum Markt eher tiefer angesetzt.
Die Sozialleistungen bewegen sich insgesamt im soliden Rahmen und liegen etwa im Durchschnittsbereich.
Positiv hervorzuheben ist das Engagement bei internen Anlässen: Wenn EF Firmenfeste oder Events organisiert, wird dafür sichtbar viel Aufwand betrieben und entsprechend investiert. Diese Anlässe sind gut organisiert und tragen spürbar zur Unternehmenskultur und zum Zusammenhalt bei.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Im Bereich Infrastruktur und technische Weiterentwicklung zugunsten der Umwelt besteht, wie in vielen Industriebetrieben, grundsätzlich noch deutliches Verbesserungspotenzial.
Letztlich spielen Investitionsentscheidungen jedoch eine zentrale Rolle, und hier sind wirtschaftliche Prioritäten spürbar. Aus meiner Sicht wären teilweise stärkere Investitionen in die Arbeitsumgebung und technische Infrastruktur wünschenswert. Gleichzeitig ist erkennbar, dass finanzielle Mittel vorhanden sind, diese jedoch nicht immer im Sinne der heutigen Kenntnisse bezüglich Umwelt und operativen Optimierung eingesetzt werden.
Kollegenzusammenhalt
Mit zunehmender Teamgrösse steigt naturgemäss die Wahrscheinlichkeit, dass nicht alle Personen gleich gut ins Gesamtgefüge passen. Insgesamt habe ich mich in meinem Team jedoch sehr wohlgefühlt. Der Zusammenhalt war stark, die Zusammenarbeit von gegenseitiger Unterstützung geprägt. Besonders positiv ist für mich, dass über die berufliche Ebene hinaus auch persönliche Kontakte entstanden sind. Ich nehme aus dieser Zeit einige Freundschaften mit.
Umgang mit älteren Kollegen
Ältere Mitarbeitende sind in der Regel gut integriert und bringen ihre Erfahrung aktiv ins Team ein, wovon insbesondere jüngere Kolleginnen und Kollegen profitieren. Der Austausch funktioniert dann besonders gut, wenn beide Seiten offen aufeinander zugehen, Einsatz zeigen und sich in das Team einbringen.
Schön an EF empfinde ich auch, dass man auch ältere Personen anstellt. Ich habe da schon die eine oder andere "Perle" miterlebt, die den Laden gerockt hat! :-)
Vorgesetztenverhalten
Die große Mehrheit der Führungskräfte erfüllt ihre Rolle überzeugend, engagiert sich und ist aus meiner Sicht zurecht in dieser Position. Entsprechend waren meine persönlichen Erfahrungen mit Vorgesetzten überwiegend sehr positiv.
Wie bereits erwähnt, gibt es vereinzelt Ausnahmen, die das insgesamt gute Bild etwas trüben. Diese fallen jedoch im Verhältnis zur insgesamt freundlichen und hohen Qualität der Führung weniger ins Gewicht.
Arbeitsbedingungen
In meiner bisherigen Laufbahn habe ich noch nie in so ansprechenden und hochwertigen Räumlichkeiten gearbeitet – das ist definitiv ein großer Pluspunkt.
Die technische Ausstattung ist insgesamt zweckmäßig: Die PCs erfüllen ihren Zweck, bieten jedoch noch Luft nach oben. Der IT-Bereich wirkt im Vergleich eher unterdurchschnittlich und könnte die Mitarbeitenden stärker unterstützen.
Abgesehen davon ist die Infrastruktur solide und funktional. Sie ist nicht in allen Bereichen auf dem neuesten Stand, erfüllt jedoch die Anforderungen des Arbeitsalltags zuverlässig.
Kommunikation
Die interne Kommunikation funktioniert grundsätzlich, könnte jedoch stellenweise klarer und effizienter gestaltet werden. Aktuell werden Informationen über mehrere Kanäle verteilt, was die Übersicht erschwert und zu unnötigem Aufwand führen kann. Auch die eingesetzte Technik hat aus meiner Sicht noch Potenzial, die Zusammenarbeit stärker zu unterstützen, anstatt sie teilweise zu verkomplizieren.
Verbesserungsbedarf sehe ich insbesondere im IT-Bereich, wo Entscheidungen und Strukturen nicht immer optimal zur Unterstützung des Arbeitsalltags beitragen. Der Haupt-IT Verantwortliche empfinde ich klar als schwächstes Glied in der Kette.
Positiv hervorzuheben ist jedoch, dass relevante Informationen im Team in der Regel geteilt werden und eine gegenseitige Unterstützung vorhanden ist. Insgesamt ergibt sich damit trotz genannter Schwächen ein solides und insgesamt gutes Bild.
Gleichberechtigung
Eine systematische Ungleichbehandlung zwischen Frauen und Männern habe ich persönlich nicht wahrgenommen. Aus meiner Erfahrung heraus werden Mitarbeitende unabhängig vom Geschlecht fair behandelt. Individuelle Wahrnehmungen von Ungleichbehandlung können natürlich vorkommen, lassen sich jedoch nicht pauschal dem Arbeitgeber zuschreiben.
Verbesserungspotenzial sehe ich eher in den unterschiedlichen Anstellungsmodellen innerhalb des Unternehmens, insbesondere zwischen Produktion und anderen Bereichen. Diese wirken teilweise noch recht traditionell und führen zu spürbaren Unterschieden. Hier besteht aus meiner Sicht weiterhin Handlungsbedarf, auch wenn bereits Schritte in die richtige Richtung erkennbar sind.
Interessante Aufgaben
EF entwickelt und produziert Kaffeemaschinen, ein etabliertes Produktfeld, das es seit Jahrzehnten gibt. Entsprechend sind die Innovationsschritte bei neuen Modellen häufig eher evolutionär als revolutionär. Die eigentliche Herausforderung liegt dabei oft im Detail, wo Präzision und Sorgfalt entscheidend sind.
Das mag für manche weniger spektakulär wirken, ist jedoch typisch für viele Unternehmen in reifen Märkten. Wer Freude daran hat, bestehende Produkte kontinuierlich zu verbessern und technisch sauber weiterzuentwickeln, findet hier durchaus interessante und anspruchsvolle Aufgaben.