Ihr Unternehmen?

Kein Logo hinterlegt

Faigle 
AG
Bewertung

Ihr Unternehmen?

Verkauft Bananen auf der Strasse. Ihr werdet glücklicher sein

1,3
Nicht empfohlen
Ex-FührungskraftHat bis 2025 im Bereich Administration / Verwaltung bei Faigle AG in Zürich gearbeitet.

Gut am Arbeitgeber finde ich

Coop war gleich in der Nähe, die Tramhaltestelle direkt beim Ausgang – also von der Lage her wirklich praktisch. Einen Lift mit Strom gab es natürlich auch.

Wasser durfte ich kostenlos trinken, dafür musste ich tatsächlich nichts bezahlen. Kaffee gab es ebenfalls gratis.

Und der absolute Highlight: Flat White mit Hafermilch. Dafür gibt es definitiv Pluspunkte.

Schlecht am Arbeitgeber finde ich

eschäftsleitung und Kadermitglieder – sorry, aber meine persönliche Erfahrung mit euch war einfach nur enttäuschend.

Fehler machen? Kein Problem. Etwas versauen? Kann passieren. Wir sind alle Menschen. Entscheidend ist für mich aber, wie man danach damit umgeht.

Was ich während meiner Zeit erlebt habe, hat bei mir leider einen sehr schlechten Eindruck hinterlassen. Ich habe das Verhalten teilweise als respektlos, wenig menschlich und ohne echtes Interesse an den Mitarbeitenden empfunden.

Mehr möchte ich dazu eigentlich gar nicht sagen.

Mein persönlicher Rat an Bewerber: Überlegt euch sehr genau, ob Faigle wirklich der richtige Arbeitgeber für euch ist.

Und falls ihr dort unbedingt arbeiten wollt: Vielleicht lieber Zitronen oder Melonen auf der Strasse verkaufen. Vielleicht seid ihr damit am Ende glücklicher.

Verbesserungsvorschläge

Egal, was ich hier schreiben würde – ich glaube, ihr würdet es lesen und darüber lachen. Vor allem habe ich das Gefühl, dass die HR sich eher überlegen würde, was man wieder schreiben oder wie man die Situation nach aussen besser darstellen kann.

Deshalb verzichte ich diesmal bewusst auf Verbesserungsvorschläge. Wenn ich das Gefühl hätte, dass Kritik wirklich ernst genommen und etwas verändert wird, hätte ich hier sehr gerne konkrete Punkte genannt. Dieses Vertrauen hatte ich leider nicht.

Eine Sache möchte ich aber ausdrücklich positiv erwähnen: Es gab im HR eine einzige Person, von der ich mich wirklich gut unterstützt gefühlt habe. Und nein, ich meine damit nicht die HR-Leitung, sondern eine ältere Mitarbeiterin. Sie hat mir persönlich wirklich geholfen und war für mich eine der wenigen positiven Erfahrungen dort.

Ihr wünsche ich von Herzen nur das Beste.

Ansonsten kann ich nur sagen: Für mich persönlich war irgendwann der Punkt erreicht, an dem ich keine Verbesserungsvorschläge mehr machen wollte. Nicht weil es keine gäbe – sondern weil ich nicht mehr daran geglaubt habe, dass sie tatsächlich etwas bewirken würden.

Arbeitsatmosphäre

Meine persönliche Erfahrung war leider durchweg negativ. Im Grossraumbüro herrschte eine bedrückende Atmosphäre. Es war fast immer totenstill, Gespräche waren kaum vorhanden und viele Mitarbeitende wirkten auf mich wie versteinert oder eingeschüchtert. Statt eines kollegialen Miteinanders hatte ich den Eindruck, dass manche eher beobachteten, analysierten und Klatsch weitertrugen, als offen miteinander zu kommunizieren.

Ich hatte ständig das Gefühl, dass jeder Schritt bewertet wurde. Schon wenn man etwas sagte oder sich anders verhielt, wurde man mit irritierten oder verurteilenden Blicken bedacht. Das Arbeitsklima empfand ich als extrem angespannt und von Misstrauen geprägt. Für mich fühlte sich die Atmosphäre bedrückend an zeitweise sogar so, als würde man nur funktionieren und bloss nicht auffallen dürfen.

Nach allem, was ich später gehört habe, sollen inzwischen viele Mitarbeitende das Unternehmen verlassen haben. Ob sich die Situation inzwischen verbessert hat, kann ich allerdings nicht beurteilen.

Work-Life-Balance

Work-Life-Balance? Im Vorstellungsgespräch wurde gross mit Homeoffice und Work-Life-Balance geworben. Kaum hatte ich angefangen, war das Thema Homeoffice plötzlich wieder vom Tisch. Haha das war schon ziemlich lächerlich.

Wenn der Früchtekorb, der am Montagmorgen um 9 Uhr ins Büro kam und innerhalb von gefühlt 2,4 Sekunden von allen weggefressen wurde wie von Kannibalen, als Work-Life-Balance zählt, dann gebe ich dafür gerne noch einen zusätzlichen Stern. Das war tatsächlich gut.

Allerdings war danach eine Woche lang wieder nichts davon zu sehen.

Mein Fazit: Mit Work-Life-Balance wurde im Vorstellungsgespräch ordentlich Marketing gemacht. Die Realität danach war aus meiner Sicht eine ganz andere. Den Früchtekorb nehme ich aber mit – der war immerhin schnell und effizient.

Karriere/Weiterbildung

Eine Karriere kann man hier bei Faigle meiner persönlichen Erfahrung nach nur machen, wenn man einen sehr guten Draht zu den richtigen Leuten und vor allem zu anderen Abteilungen hat. Leistung alleine reicht aus meiner Sicht nicht immer aus.

Man muss sich gut verkaufen können und wissen, bei wem man gut ankommen muss. Wer sich bei den richtigen Leuten beliebt macht und ihnen sprichwörtlich die Füsse küsst, hat meiner Wahrnehmung nach deutlich bessere Chancen weiterzukommen. Und ich bin kein guter Fussküsser.

Und bevor es falsch verstanden wird: Das ist nicht ironisch gemeint. Genau diesen Eindruck hatte ich während meiner Zeit dort.

Gehalt/Benefits

Hier möchte ich fair bleiben und der Firma nichts Unrechtes tun: Ich persönlich habe einen fairen Lohn verdient und kann mich diesbezüglich nicht beschweren.

Was ich allerdings teilweise bei Kollegen mitbekommen habe, fand ich nicht wirklich fair. Einige haben deutlich weniger verdient, obwohl sie meiner Meinung nach gute Arbeit geleistet haben. Teilweise wurden Leute zu Löhnen eingestellt, bei denen ich mich schon gefragt habe, wie das funktionieren soll.

Bei meinem eigenen Lohn war es für mich aber absolut in Ordnung – deshalb gibt es dafür von mir 4 Sterne.

Kollegenzusammenhalt

Kollegenzusammenhalt? Also was soll ich sagen. Ich glaube, selbst der deutsche Wortschatz ist zu klein, um das zu beschreiben. Eine einzige grosse Ulra Naturkatastrophe.

Im Team gab es Grüppchen, die teilweise seit Jahren zusammengearbeitet haben. Dadurch hatte man als „Neuer“ schnell das Gefühl, nicht wirklich dazuzugehören. Man musste ständig aufpassen, was man sagt und mit wem man was bespricht.

Eine lockere, kollegiale Atmosphäre habe ich persönlich kaum erlebt. Gelacht wurde selten, stattdessen wirkten viele ständig genervt oder angespannt. Man kam morgens ins Büro und hatte teilweise schon das Gefühl: Oh nein, was ist heute wieder los?

Für mich hatte das mit echtem Kollegenzusammenhalt nicht viel zu tun. Jeder schien irgendwie sein eigenes Ding zu machen und gleichzeitig genau darauf zu achten, was die anderen machen und sagen.

Vorgesetztenverhalten

Hier muss ich sehr genau auf meine Wortwahl achten, weil meine Erfahrung mit einer bestimmten Führungsperson für mich persönlich extrem belastend war.

Ich habe die Zusammenarbeit mit dieser Führungskraft als so belastend empfunden, dass ich selbst gesundheitliche Konsequenzen gespürt habe und ärztliche Unterstützung in Anspruch nehmen musste. Das ist für mich keine Kleinigkeit und auch nichts, was ich einfach vergessen werde.

Was mich zusätzlich schockiert hat: Ich hatte als Mitarbeiter den Eindruck, dass die Geschäftsleitung trotz der Probleme weiterhin hinter dieser Führungskraft stand. Für mich war nicht nachvollziehbar, warum bestimmte Situationen und der Umgang mit Mitarbeitenden offenbar so lange akzeptiert wurden.

Nach aussen wurde teilweise ein völlig anderes Bild vermittelt. Für mich persönlich war die Realität eine andere. Ich hatte den Eindruck, dass sich diese Führungskraft sehr gut verkaufen konnte und dadurch bei bestimmten Entscheidungsträgern einen sehr positiven Eindruck hinterliess.

Ich frage mich bis heute, wie es überhaupt dazu kommen konnte, dass eine solche Führungskonstellation entstanden ist und warum Warnsignale aus meiner Sicht nicht früher erkannt

Arbeitsbedingungen

Bei der Pensionskasse wurde aus meiner Sicht wirklich nur das Minimum gemacht. Auch beim Reglement und beim Arbeitsvertrag hatte ich den Eindruck, dass die Bedingungen sehr stark zugunsten der Firma ausgestaltet waren.

Als Mitarbeiter hatte ich dadurch nicht gerade das Gefühl, dass hier grosszügige Bedingungen oder zusätzliche Benefits im Vordergrund stehen.

Es gibt für Unternehmen mit einer solchen Einstellung ein bestimmtes Wort. Das lasse ich an dieser Stelle lieber weg. Ich glaube, jeder kann sich seinen eigenen Teil dazu denken.

Kommunikation

Die Kommunikation war für mich von Anfang an eine Katastrophe. Was im Vorstellungsgespräch kommuniziert und versprochen wurde, wurde später teilweise nicht eingehalten – im Gegenteil, die Realität war aus meiner Sicht noch schlimmer.

Kommunikation scheint in vielen Abteilungen ein Fremdwort zu sein. Probleme werden meiner Erfahrung nach lieber in die Schublade gesteckt, damit möglichst nichts auffällt, anstatt offen darüber zu sprechen und Lösungen zu suchen.

Man bekommt teilweise unterschiedliche Aussagen, Dinge werden nicht klar kommuniziert und wichtige Informationen gehen irgendwo verloren. Dadurch entsteht unnötiges Misstrauen und Frust.

Auch ich hatte mehrfach das Gefühl: Hauptsache, die Sache bleibt in der Schublade und nach aussen sieht alles gut aus. Für mich ist das keine offene und ehrliche Kommunikation.

Gleichberechtigung

HAHA – vor lauter Lachen konnte ich hier keinen Kommentar schreiben.

Interessante Aufgaben

Gab es für mich keine leider. Es traurig.


Image

Umwelt-/Sozialbewusstsein

Umgang mit älteren Kollegen

1Hilfreichfindet das hilfreich2Zustimmenstimmen zuMeldenTeilen
Loading...
Puls

Bewertungen zeigen das große Ganze. Puls zeigt den Moment.

Wie läuft deine Arbeitswoche?

Anonym · Sieh, ob’s deinen Kolleg:innen auch so geht.