Nach ERP-Umstellung: gute Teams, aber massive Führungs- und Kommunikationsprobleme
Gut am Arbeitgeber finde ich
Die Mitarbeitenden, die täglich mit Kunden am Telefon im Austausch stehen, sowie die Techniker im Aussendienst, bekommen die Unzufriedenheit der Kunden direkt zu spüren. Sie müssen oft Rückmeldungen entgegennehmen, die eigentlich auf interne Prozesse und Entscheidungen zurückzuführen sind. Das ist für die betroffenen Mitarbeitenden sehr belastend und sollte stärker berücksichtigt werden.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Gewisse Personen in der Geschäftsleitung haben keine ausreichenden Führungsqualitäten und werden trotzdem in die Führungsetage gewählt. Wenn man eng mit bestimmten Personen aus der Geschäftsleitung oder dem Verwaltungsrat befreundet ist, hat man offenbar deutlich bessere Chancen, in eine Führungsposition zu kommen.
Verbesserungsvorschläge
Die Firma sollte ihre Mitarbeitenden mehr wertschätzen, anstatt dass sich die Führungsetage selbst dafür lobt, wie gut sie ist und wie gut sie angeblich alles macht. Statt Sitzungen abzuhalten, in denen alle für die vermeintlich grossartigen Leistungen applaudieren sollen, sollte man die tatsächlichen Probleme ernst nehmen und die Mitarbeitenden aktiv einbeziehen.
Arbeitsatmosphäre
Seit der ERP-Umstellung ist die Arbeitsatmosphäre stark belastet. Die Mitarbeitenden arbeiten sich an künstlich verlängerten Prozessen ab, während die Daten teilweise nicht einmal korrekt abgebildet werden. Gleichzeitig feiert die Geschäftsleitung, wie gut es seit der Umstellung angeblich läuft, anstatt offen und ehrlich mit den Mitarbeitenden zu kommunizieren.
Kritische Rückmeldungen zum neuen ERP-System werden kaum zugelassen. Sobald Mitarbeitende einen Kommentar dazu abgeben, werden sie zurechtgewiesen oder es wird ihnen sogar mit Konsequenzen gedroht. Das führt zu Frust, Unsicherheit und dem Gefühl, dass die tatsächlichen Probleme nicht ernst genommen werden.
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Kommt darauf an, wen du fragst.
Work-Life-Balance
Die Work-Life-Balance ist grundsätzlich gut. Allerdings gibt es Abteilungen, die teilweise 60–80 % Homeoffice machen können, während andere weiterhin nur die üblichen 40 % erhalten. Dadurch entsteht der Eindruck, dass nicht alle Mitarbeitenden gleich behandelt werden.
Karriere/Weiterbildung
Weiterbildungen werden angeboten. In vielen Abteilungen gibt es Mitarbeitende, die sich weiterbilden lassen.
Gehalt/Benefits
Das Gehalt sollte überprüft werden. Teilweise sind die Lohnbänder sehr veraltet und hinken dem Markt hinterher. Dementsprechend ist es schwierig, die besten Mitarbeitenden zu finden und langfristig im Unternehmen zu halten.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Nicht vorhanden.
Kollegenzusammenhalt
Der Kollegenzusammenhalt in den Abteilungen ist sehr gut.
Vorgesetztenverhalten
Mein Vorgesetzter war grundsätzlich gut, stand jedoch zeitweise selbst stark unter Druck durch die Geschäftsleitung und den Verwaltungsrat mit ihren utopischen Zielsetzungen.
Arbeitsbedingungen
Die Arbeitsbedingungen sind seit der Renovation des Offices ganz okay.
Kommunikation
Das Thema Kommunikation ist in dieser Firma katastrophal, obwohl eine verantwortliche Person interne Kommunikation studiert hat. Statt aktiv zu handeln und die tatsächlichen Probleme anzusprechen, beschäftigt man sich lieber damit, schlechte Bewertungen auf Kununu entfernen zu lassen.
Interessante Aufgaben
In unserer Abteilung war die Aufgabenverteilung gut.
