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Zuletzt aktualisiert am 17.12.2025
Die SIX Group wird von ihren Mitarbeiter:innen insgesamt neutral bewertet, wobei besonders das Führungsverhalten kritisch gesehen wird. Vorgesetzte werden als entscheidungsschwach beschrieben, die häufig persönliche Beziehungen über fachliche Expertise stellen und mehr um ihre eigene Position als um ihr Team besorgt sind. Die Arbeitsatmosphäre leidet unter einem ausgeprägten Fokus auf Zahlen, mangelndem Teamgeist und einer teilweise von Intrigen geprägten Zusammenarbeit. Die Kommunikation wird als intransparent und manipulativ wahrgenommen, wobei wichtige Informationen oft zurückgehalten werden. Beim Kollegenzusammenhalt zeigt sich ein gemischtes Bild - in einigen Abteilungen herrscht gute Zusammenarbeit, in anderen dominiert ein "Jeder für sich"-Mentalität. Besonders kritisch wird der Umgang mit älteren Mitarbeit...
Zusammenfassung nach Kategorie
Das Führungsverhalten bei der SIX Group wird von den Mitarbeiter:innen überwiegend kritisch gesehen. Besonders problematisch erscheint, dass Führungskräfte häufig aufgrund persönlicher Beziehungen statt fachlicher Kompetenz eingestellt werden, was internen Mitarbeiter:innen den Aufstieg erschwert. Mehrere Bewertungen deuten auf ein Führungsverhalten hin, das von Eigeninteresse geprägt ist - Vorgesetzte scheinen mehr an ihrer Position als an ihrem Team interessiert zu sein. Auch wird die Führungsqualität auf höheren Ebenen als rückständig beschrieben, mit mangelnder Entscheidungskompetenz insbesondere in Personalfragen.
Problematisch ist zudem die Wahrnehmung von Schwäche und Bevorzugung einzelner Mitarbeiter:innen durch Vorgesetzte, was zu Demotivation durch ungerechtfertigtes Misstrauen führt. Im mittleren Management wird die Kompetenz als mittelmäßig eingeschätzt. Der Abbau alter Hierarchien scheint zu einem Umfeld geführt zu haben, in dem Ellbogenmentalität vorherrscht - wenn Führungskräfte primär ihre eigene Position sichern wollen, übernehmen auch Mitarbeiter:innen dieses selbstbezogene Verhalten, was im Kontrast zum Ideal einer fürsorglichen und visionären Führung steht.
Die Arbeitsatmosphäre bei SIX Group wird überwiegend negativ bewertet. Mitarbeiter:innen kritisieren insbesondere das Fehlen einer Teamkultur und ein Arbeitsklima, das durch gegenseitige Intrigen und Gruppenbildungen belastet wird. Die Führungsebene wird dafür kritisiert, diese problematischen Dynamiken nicht zu unterbinden, was die Stimmung im Unternehmen deutlich verschlechtert. Zudem berichten einige Beschäftigte von einem übermäßigen Fokus auf Zahlen und Dividendenzahlungen, was zu Einsparungsmaßnahmen und erhöhtem Druck auf die Mitarbeiter:innen am Schweizer Standort führt.
Besonders negativ fällt auf, dass höhere Führungskräfte, oft ehemalige Projektmanager:innen, wirtschaftliche Kompetenz vermissen lassen und sich mehr auf Macht und Status als auf Zusammenarbeit konzentrieren. In der BBS-Abteilung schaffen Projekt- und Produktmanager:innen durch ihr Selbstverständnis als alleinige Entscheidungsträger:innen Reibungen mit anderen Abteilungen. Diese Faktoren tragen zu einer allgemein schlechten Stimmung bei, während das Management die Kosteneinsparungen als Erfolg verkauft und keine Verantwortung übernimmt.
Die Kommunikation bei der SIX Group wird von Mitarbeiter:innen überwiegend negativ bewertet. Besonders kritisch sehen die Beschäftigten die mangelnde Transparenz, wobei wichtige Informationen oft zurückgehalten werden, während Unwichtiges geteilt wird. Einige berichten, dass vertrauliche Informationen über informelle Kanäle verbreitet werden und unangekündigte Änderungen zu Unsicherheit im Team führen. Es wird auch bemängelt, dass der Informationsfluss hauptsächlich von oben nach unten verläuft und teilweise manipulativ eingesetzt wird, um Wissen zu kontrollieren.
Besonders problematisch erscheint auch die Kommunikation der Führungsebene. Mitarbeiter:innen kritisieren, dass das Management finanzielle Probleme leugnet und der Kommunikationsstil des neuen CEOs als wenig einfühlsam wahrgenommen wird – etwa wenn Entlassungen als "langweiliges" Thema bezeichnet werden. Die allgemeine Wahrnehmung zeigt, dass die Kommunikationskultur bei SIX Group intransparent und unklar ist, was sich negativ auf das Arbeitsklima auswirkt.
Der Kollegenzusammenhalt bei der SIX Group wird von den Mitarbeiter:innen unterschiedlich wahrgenommen. Einige Beschäftigte schätzen die gute Teamarbeit, bei der alle zusammenarbeiten und Wissen zum Nutzen des Unternehmens teilen. Es gibt Berichte, dass die Zusammenarbeit mit langjährigen Kolleg:innen nach anfänglichen Schwierigkeiten sehr harmonisch wurde. Allerdings variiert der Zusammenhalt stark zwischen den Abteilungen - während er in manchen Bereichen sehr gut ist, erscheint er in anderen weniger ausgeprägt. Negative Stimmen kritisieren ein "Ellenbogen-Prinzip" und ein "Jeder-für-sich"-Denken. Auch Gruppenbildungen, unkollegiales Verhalten und hierarchisches Denken der Führungsebene werden als problematisch für die Teamarbeit und die Arbeitsatmosphäre angesehen. Zudem wird bemängelt, dass Kostendruck und Managementfehler zur Entlassung gut ausgebildeter, langjähriger Mitarbeiter:innen führen.
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