Am Standort Eschen (Liechtenstein) gehen die Lichter aus
Gut am Arbeitgeber finde ich
Früher war ich ein großer Fan, jetzt kann ich hier nichts Gutes mehr finden.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Kommunikation, Sozialverhalten, Gehalt, Zukunftsaussichten
Verbesserungsvorschläge
Transparenter Kommunizieren, was wirklich am Standort passiert und wann er endlich geschlossen wird.
Arbeitsatmosphäre
Auf Grund des geplanten Stellenabbaus der sich über ein Jahr hinzieht und der Unsicherheit wenn es treffen wird, ist die Atmosphäre von Angst und Resignation geprägt. Die meisten schauen sich nach Jobs bei anderen Firmen um.
Image
Die Presta war mal ein Top-Arbeitgeber, jetzt nur noch zum Davonlaufen.
Work-Life-Balance
Da kann man sich jetzt entscheiden, ob man zum Team Rettung des sinkenden Schiffs mit viel persönlichem Einsatz gehört, oder das Schiff lieber rechtzeitig verlässt.
Karriere/Weiterbildung
nicht mehr möglich, da Sparmassnahmen die Schulungen auf kostenlose interne Schulungen beschränken. Karriere kann man hier nicht mehr machen, da der Standort aus meiner Sicht bald geschlossen wird.
Gehalt/Benefits
Nach mehreren Nullrunden ist das Gehalt nicht mehr marktüblich, die betriebliche Altersvorsorge stagniert, bzw. die zu erwartende Rente sinkt von Jahr zu Jahr.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Mit den aktuellen Freistellungen und Entlassungen zeigt die Firma kein Sozialbewusstsein, da die Kriterien nach denen die Entlassungen erfolgen nicht transparent sind.
Kollegenzusammenhalt
Innerhalb der Teams noch recht gut, allerdings versucht jeder seine Arbeit an andere Abteilungen abzugeben, da zuviele Projekte für zu wenige Mitarbeiter vorhanden sind. Insgesamt ist man so nicht mehr arbeitsfähig, sondern verwaltet nur noch den Mangel an Ressourcen.
Umgang mit älteren Kollegen
Werden in der aktuellen Lage als Ballast empfunden und man versucht sie loszuwerden
Vorgesetztenverhalten
Einige Vorgesetzte versuchen noch den Untergang aufzuhalten, andere gehen lieber freiwillig. Da die Kommunikation seitens der Geschäftsführung stark eingeschränkt ist, dürfen auch die Vorgesetzten im mittleren Management keine Informationen weitergeben.
Arbeitsbedingungen
Immer mehr Arbeit muss auf immer weniger Kollegen aufgeteilt werden, Großraumbüros mit entsprechendem Lärmpegel, veraltete tools, schlechte Prozesse, Streitigkeiten weil Verantwortungsbereiche nicht klar geregelt sind, kurz: Chaos
Kommunikation
Die Kommunikation ist sehr schlecht, insbesondere was den Stellenabbau und die Verlagerung von Stellen in Best Cost Countries angeht. Keiner weiß, ob er am Ende des Jahres noch einen Arbeitsplatz in Eschen hat.
Gleichberechtigung
Da macht die Firma keinen Unterschied, es werden alle entlassen, egal ob Mann oder Frau, verheiratet oder Single, Kinder oder nicht...
Interessante Aufgaben
Die Automobilindustrie und die damit verbundenen Aufgaben sind sehr spannend, allerdings machen veraltete tools, umständliche Prozesse und zu viel Bürokratie die tägliche Arbeit extrem mühsam. Zusammen mit der fortschreitenden und verständlichen Demotivation der Kollegen sinken die Herausforderungen und man verliert das Interesse an der Arbeit.

