Seit der Übernahme durch eine deutsche Unternehmensgruppe ist es eine einzige KATASTROPHE!
Gut am Arbeitgeber finde ich
Die Mitarbeiter!
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Alles, was bereits oben erwähnt wurde – und noch sehr, sehr viel mehr.
Verbesserungsvorschläge
Ich habe es mittlerweile aufgegeben. Die Mitarbeitenden haben immer wieder versucht, ihre Ideen und Bedenken bei Prozessänderungen einzubringen. Leider wurden diese Anmerkungen meistens in letzter Minute unter den Teppich gekehrt oder schlichtweg ignoriert. Inzwischen kann ich deshalb nur noch sagen: „Good Luck.“
Arbeitsatmosphäre
Seit die Firma von einer deutschen Gruppe übernommen wurde, ist es leider eine einzige Katastrophe. Viele langjährige und sehr gute Mitarbeitende mit enorm viel Know-how wurden entweder gekündigt oder haben das Unternehmen freiwillig verlassen.
Image
Obwohl man sich wirklich bemüht, die „Swissness“ des Unternehmens zu bewahren, funktioniert das mit einem mittlerweile sehr hohen Anteil an deutschen Mitarbeitenden und internationalen Arbeitskräften, die teilweise nicht einmal Deutsch sprechen, leider nur bedingt. Das bekommen auch die Kunden zu spüren – und zwar nicht nur die kleinen, sondern teilweise auch grosse und wichtige Kunden.
Work-Life-Balance
Katastrophe. Es gibt nach wie vor keine Möglichkeit für Homeoffice, obwohl bei der Übernahme ausdrücklich kommuniziert wurde, dass dies künftig möglich sein soll. Nach mittlerweile fast drei Jahren hat sich diesbezüglich immer noch nichts getan. Dasselbe gilt für die Chauffeure – unmenschliche Arbeitszeiten.
Karriere/Weiterbildung
Wenn eine Weiterbildung für die Firma einen konkreten Nutzen bringt, sollte sie grundsätzlich auch ermöglicht und unterstützt werden. Von sich aus würden sie jedoch meiner Meinung nach kaum auf einen Mitarbeitenden zukommen und eine Weiterbildung vorschlagen. Schliesslich könnte eine erfolgreich abgeschlossene Weiterbildung auch eine entsprechende Lohnerhöhung nach sich ziehen – und genau bei diesem Thema hält sich die Bereitschaft der Firma eher in Grenzen.
Gehalt/Benefits
Katastrophe – mit der klassischen Ausrede „Wir sind halt in der Eventbranche“. Eine angemessene Lohnentwicklung scheint erst dann ein Thema zu werden, wenn jemand mit der Kündigung in der Hand im Büro des Chefs steht.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Früher war es unter dem alten Chef deutlich besser. Besonders widersprüchlich finde ich, dass die neue Gruppe nach aussen hin ausdrücklich mit „Kreislaufwirtschaft“ und der Bedeutung von Umweltschutz wirbt, sich innerhalb des eigenen Unternehmens jedoch kaum daran hält. Intern wird meiner Meinung nach lediglich das absolute Minimum umgesetzt, während nach aussen ein deutlich anderes Bild vermittelt wird.
Kollegenzusammenhalt
Das Einzige, was bisher wirklich gut an dieser Firma war, sind die Menschen, die dort arbeiten. Leider werden auch diese zunehmend ausgenutzt und nicht entsprechend wertgeschätzt. Mittlerweile wünscht man sich für viele nur noch, dass sie den Absprung schaffen, etwas Besseres finden und endlich die Anerkennung bekommen, die sie verdienen.
Umgang mit älteren Kollegen
Super
Vorgesetztenverhalten
Nach aussen hin geben sie sich wahnsinnig verständnisvoll und nahbar, hinter den Kulissen wirkt es jedoch oft genau gegenteilig – sehr distanziert und kalt. Vieles bleibt letztlich bei leeren Worten, ohne dass tatsächlich etwas dahintersteckt oder umgesetzt wird. Zudem sind sie häufig abwesend und auf irgendwelchen Networking-Reisen rund um die Welt unterwegs, anstatt sich vor Ort um das Unternehmen und die Mitarbeitenden zu kümmern.
Arbeitsbedingungen
Wie bereits oben erwähnt, fallen insbesondere in der Hauptsaison sehr viele Überstunden an. Aufgrund des katastrophalen Personalmangels ist die Arbeitseinteilung teilweise sehr schlecht und die vorhandenen Mitarbeitenden werden entsprechend stark belastet. Zudem gibt es für die Büroangestellten nach wie vor keine Möglichkeit, im Homeoffice zu arbeiten.
Kommunikation
Die Kommunikation ist ebenfalls katastrophal. Da die Standortleiter selbst kaum Entscheidungsfreiheit haben und wichtige Entscheidungen erst von der obersten Führungsebene abgesegnet werden müssen, dauern Abklärungen zu wichtigen und relevanten Themen teilweise eine Ewigkeit.
Gleichzeitig wird für jedes noch so kleine Thema oder Problem eine interne Sitzung einberufen, die am Ende kaum etwas bringt. Oft steht man danach trotzdem ohne konkrete Lösung oder klare Entscheidung da.
Gleichberechtigung
Ich denke, wie in vielen Betrieben gibt es auch hier gewisse Unterschiede zwischen Frauen und Männern. Das war für mich jedoch nie das eigentliche Problem. Vielmehr empfinde ich den generell sehr tiefen Lohn als problematisch, der immer wieder mit dem Argument „Wir sind in der Eventbranche“ gerechtfertigt wurde.
Interessante Aufgaben
Der Betrieb und die Branche an sich sind zwar stressig, aber gleichzeitig sehr interessant. Man hat abwechslungsreiche, spannende Aufgaben und trägt viel Verantwortung. Leider werden einem aber auch immer wieder kurzfristig zusätzliche oder fachfremde Aufgaben aufgetragen, beispielsweise weil jemand krankheitsbedingt ausfällt. Dann wird einfach erwartet, dass man diese Aufgaben irgendwie übernimmt und erledigt – unabhängig davon, ob man dafür überhaupt zuständig ist oder die nötigen Ressourcen und Kenntnisse hat.