Die 365 Lügen des Pflegeleitbildes der Firma
Gut am Arbeitgeber finde ich
Aktuell gar nichts. Bin nur da, weil ich zu faul bin irgendwo neu anzufangen.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Alle genannten Punkte.
Verbesserungsvorschläge
Alles erläutert.
Wertschätzung an das „Fussvolk“ - wie man uns bei der Verabschiedungsfeier des vorherigen Chefs genannt hat.
Mehr Gehalt für die täglich geleistete Arbeit.
Mehr Lob, weniger Druck.
Arbeitsatmosphäre
Die Arbeitsatmosphäre empfinde ich als sehr angespannt und zunehmend belastend. Statt Wertschätzung und gegenseitiger Unterstützung steht häufig der Druck von oben im Vordergrund. Entscheidungen und Vorgaben werden teilweise ohne ausreichende Kommunikation weitergegeben, wodurch zusätzlich Unsicherheit und Frust entstehen.
Man hat nicht selten das Gefühl, dass die Belastung der Mitarbeiter wenig berücksichtigt wird und Probleme eher weitergereicht als gemeinsam gelöst werden. Besonders schade ist, dass dadurch auch das eigentlich gute Miteinander unter den Kollegen belastet wird.
Insgesamt fehlt mir eine offene, respektvolle und wertschätzende Führungskultur. Gerade in der Pflege, wo die tägliche Arbeit ohnehin körperlich und psychisch anspruchsvoll ist, sollte der Mitarbeiter nicht das Gefühl bekommen, ständig unter Druck zu stehen oder jederzeit ersetzba
Kommunikation
Die Kommunikation empfinde ich als sehr schlecht und wenig transparent. Wichtige Informationen werden von der Bereichs- bzw. Teamleitung häufig nicht rechtzeitig oder gar nicht an die Mitarbeiter weitergegeben. Teilweise erfährt man von Änderungen erst sehr kurzfristig oder über Umwege durch Kollegen.
Hinzu kommen immer wieder sehr kurze Fristen, obwohl die entsprechenden Informationen vorher hätten kommuniziert werden können. Dadurch entsteht unnötiger Stress und man hat das Gefühl, ständig hinter Informationen herlaufen zu müssen.
Auch innerhalb der Teams funktioniert die Weitergabe von Informationen nicht zuverlässig. Absprachen werden teilweise nicht an alle Beteiligten weitergegeben, wodurch Missverständnisse und unnötige Rückfragen entstehen. Besonders problematisch ist das, wenn es um Dienstplanänderungen, organisatorische Abläufe oder wichtige Absprachen in der Versorgung geht.
Eine offene und verlässliche Kommunikation würde vieles erleichtern. Stattdessen entsteht häufig der Eindruck, dass Informationen nur
Kollegenzusammenhalt
Kollegenzusammenhalt
Der Kollegenzusammenhalt ist aus meiner Sicht leider eher schlecht. Ein echtes Gefühl von Teamarbeit und gegenseitiger Unterstützung fehlt häufig. Informationen werden nicht immer untereinander weitergegeben, wodurch schnell Missverständnisse und unnötige Spannungen entstehen.
Teilweise hat man das Gefühl, dass jeder eher für sich arbeitet und Probleme lieber weitergegeben als gemeinsam gelöst werden. Gerade bei hoher Arbeitsbelastung wäre ein stärkerer Zusammenhalt im Team besonders wichtig.
Auch bei kurzfristigen Änderungen oder schwierigen Situationen fehlt mir häufig die Bereitschaft, sich gegenseitig wirklich zu unterstützen.
Insgesamt würde ich mir deutlich mehr gegenseitige Rücksichtnahme, offene Kommunikation und echtes Teamgefühl wünschen.
Work-Life-Balance
Die Work-Life-Balance empfinde ich als schlecht. Eine verlässliche Planung des Privatlebens ist aus meiner Sicht teilweise schwierig, da sich Arbeitszeiten und organisatorische Abläufe kurzfristig ändern können.
Kurzfristige Anfragen und Änderungen erschweren es, private Termine und Verpflichtungen vernünftig zu planen. Teilweise entsteht der Eindruck, dass die betrieblichen Anforderungen deutlich stärker berücksichtigt werden als die persönliche Situation der Mitarbeiter.
Gerade in der Pflege ist die Arbeitsbelastung ohnehin hoch. Wenn zusätzlich die nötige Planbarkeit fehlt und kurzfristig auf die Mitarbeiter zugegriffen wird, führt das langfristig zu zusätzlichem Stress und Unzufriedenheit.
Ich würde mir hier deutlich mehr Verlässlichkeit, frühzeitige Planung und Rücksicht auf die Freizeit der Mitarbeiter wünschen.
Vorgesetztenverhalten
Das Verhalten der Vorgesetzten empfinde ich als einen der größeren Kritikpunkte. Entscheidungen und Vorgaben werden teilweise von oben getroffen, ohne die Mitarbeiter ausreichend einzubeziehen oder nachvollziehbar zu erklären. Rückmeldungen und Anliegen werden aus meiner Sicht nicht immer ernst genommen.
Kritik wird nicht unbedingt als Möglichkeit zur Verbesserung wahrgenommen, sondern kann schnell dazu führen, dass man sich eher unter Druck gesetzt fühlt. Gleichzeitig fehlt mir häufig eine klare und wertschätzende Kommunikation.
Auch bei Problemen im Arbeitsalltag wünsche ich mir mehr Unterstützung und lösungsorientiertes Handeln. Statt gemeinsam nach einer Lösung zu suchen, entsteht teilweise der Eindruck, dass die Verantwortung an die Mitarbeiter weitergegeben wird.
Insgesamt fehlt mir eine Führungskultur, die von Respekt, Vertrauen, Wertschätzung und gegenseitiger Kommunikation geprägt ist. Gerade in einem ohnehin anspruchsvollen Pflegeberuf sollte man von seinen Vorgesetzten mehr Rückhalt und Verständnis erwarten können.
Interessante Aufgaben
Mein Eindruck ist leider, dass die Dokumentation teilweise einen höheren Stellenwert hat als der tatsächliche Mensch und die erbrachte Pflege. Entscheidend scheint häufig zu sein, dass alles korrekt und vollständig dokumentiert wurde.
Ob eine pflegerische Maßnahme tatsächlich durchgeführt wurde oder wie viel Zeit man sich für den Patienten genommen hat, wird aus meiner Sicht weniger hinterfragt als die Frage, ob anschließend alles entsprechend dokumentiert wurde.
Es entsteht dadurch teilweise das Gefühl: Hauptsache, die Dokumentation stimmt. Ob beispielsweise der Blutdruck tatsächlich gemessen wurde, scheint weniger zu interessieren, solange die entsprechende Dokumentation vorhanden ist.
Gerade in der Pflege finde ich diese Prioritätensetzung bedenklich. Dokumentation ist natürlich wichtig und notwendig, aber sie sollte aus meiner Sicht niemals wichtiger werden als der Mensch, seine Bedürfnisse und die tatsächlich geleistete Pflege.
Ich wünsche mir mehr Fokus auf die Qualität de
Umgang mit älteren Kollegen
Den Umgang mit älteren bzw. langjährigen Mitarbeitern empfinde ich als besonders kritisch. Aus meiner Wahrnehmung wird von der Bereichsleitung eher Wert auf junge und möglichst flexible Mitarbeiter gelegt. Mitarbeiter, die aufgrund ihrer Berufserfahrung eigene Vorstellungen haben oder nicht jede kurzfristige Vorgabe ohne Weiteres mittragen können, scheinen weniger erwünscht zu sein.
Für mich entsteht dadurch der Eindruck, dass nicht Erfahrung und fachliche Kompetenz im Vordergrund stehen, sondern vor allem die Bereitschaft, Vorgaben ohne große Diskussion umzusetzen. Gerade in der Pflege halte ich das für problematisch, denn ältere und erfahrene Kollegen bringen viel Wissen und praktische Erfahrung mit, von der ein Team profitieren kann.
Besonders befremdlich fand ich außerdem die Aussage der Bereichsleitung, dass wir Mitarbeiter sie „nach oben bringen“ müssten, damit sie auf der Karriereleiter weiter aufsteigen könne. Das hat bei mir den Eindruck hinterlassen, dass die persönliche Karriere der Führun
Arbeitsbedingungen
Die Arbeitsbedingungen empfinde ich insgesamt als sehr belastend und wenig verlässlich. Aus meiner Sicht wird sich organisatorisch häufig so entschieden, wie es für den Betrieb gerade am günstigsten ist. Für die Mitarbeiter bedeutet das allerdings eine erhebliche zusätzliche Belastung und wenig Planbarkeit.
Wenn Mitarbeiter krank oder im Urlaub sind oder kurzfristig ausfallen, kann es vorkommen, dass man alleine für bis zu sechs Patienten verantwortlich ist. Statt die Situation personell vernünftig aufzufangen, wird die vorhandene Besetzung immer wieder neu verteilt.
Auch die Stationseinteilung ist für mich ein großes Problem. Gefühlt wechseln wir ständig die Stationen, damit andere Kollegen beispielsweise mit vier Patienten nicht alleine arbeiten müssen. Im Gegenzug steht man selbst dann mit fünf Patienten alleine da. Dadurch entsteht der Eindruck, dass die Belastung lediglich innerhalb des Teams verschoben wird, anstatt die eigentliche personelle Situation zu lösen.
Was heute vereinbart oder geplant ist, kann morgen schon wieder a
Gehalt/Benefits
Gehalt
Das Gehalt empfinde ich im Verhältnis zur Verantwortung und zur tatsächlichen Arbeitsbelastung als zu niedrig. Aktuell liegen wir bei etwa 23 € pro Stunde. Gleichzeitig bekommt man aus meiner Sicht für die hohe Verantwortung, den Arbeitsdruck und die teilweise schwierigen Arbeitsbedingungen zu wenig zurück.
Besonders ärgerlich ist, dass vergleichbare Tätigkeiten bei anderen Arbeitgebern teilweise mit 27–29 € pro Stunde vergütet werden. Dadurch entsteht für mich der Eindruck, dass die Leistung und Verantwortung der Mitarbeiter finanziell nicht ausreichend wertgeschätzt werden.
Gerade wenn man regelmäßig unterbesetzt arbeitet, mehrere Patienten alleine versorgt und zusätzlich einen hohen Dokumentations- und Organisationsaufwand hat, sollte sich das auch entsprechend in der Bezahlung widerspiegeln.
Insgesamt empfinde ich die Vergütung daher als nicht angemessen und im Vergleich zu anderen Arbeitgebern in diesem Bereich als wenig konkurrenzfähig.
Karriere/Weiterbildung
Nicht gegeben…