Die Entwicklung ist eher schade
Gut am Arbeitgeber finde ich
Pünktliche Zahlung des Gehalts
Bei schwierigen, privaten Belangen wurde zumindest in meinem Fall sehr viel Rücksicht genommen wofür ich extrem Dankbar bin.
Verbesserungsvorschläge
Ich würde mir wünschen, dass Hinweise und Feedback von Mitarbeitern noch stärker als Chance zur Weiterentwicklung gesehen werden. In den Stellungnahmen des Unternehmens auf Kununu ist mehrfach zu lesen, dass man geschlossen hinter seinen Führungskräften steht. Grundsätzlich halte ich Rückhalt für Führungskräfte für wichtig und auch richtig. Gleichzeitig kann eine solche Aussage aber auch den Eindruck erwecken, dass kritisches Feedback von Mitarbeitern gegenüber Führungskräften weniger Gewicht hat.
Aus meiner persönlichen Wahrnehmung wurden die Ursachen für Probleme häufig eher im Verhalten der Mitarbeiter gesucht, anstatt auch das eigene Führungshandeln kritisch zu hinterfragen. Gerade wenn in einem Bereich über einen längeren Zeitraum viele Mitarbeiter kündigen (darunter auch langjährige Beschäftigte) , sollte meiner Ansicht nach offen geprüft werden, ob neben persönlichen Gründen auch organisatorische oder Führungsaspekte eine Rolle spielen. Ich finde, eine offene Feedbackkultur würde sowohl den Mitarbeitern als auch dem Unternehmen langfristig zugutekommen.
Arbeitsatmosphäre
In meinen Augen lief es seit ca. 1 1/2 Jahren darauf hinaus, dass die Arbeitsatmosphäre leider immer schlechter wurde. Teils hatte ich das Gefühl, dass der Ton unter aufkommenden Druck und Stress der Leitungskräfte spürbar rauer wurde. Es gab natürlich auch Lob, allerdings empfand ich die allgemeine Stimmung eher als angespannt und wenig motivierend.
Image
Man hört sehr viel. Ob das Gehörte immer positiv ist, ist fraglich.
Work-Life-Balance
Auch in diesem Bereich zeichnete sich, in meinen Augen, seit einiger Zeit ein bestimmtes und leider gleichbleibendes Bild ab: Immer mehr Kollegen wurden krank, teils auch länger und somit wurde es fast unmöglich die Dienste adäquat zu besetzen. Dies hat wiederum dazu geführt, dass Mitarbeiter regelmäßig gefragt wurden, ob sie einspringen können. Eine Zeit lang ist dies bei erhöhtem Krankheitsaufkommen sicher tragbar. Ich persönlich bin allerdings der Auffassung, dass bei einem anhaltenden, hohen Ausfall des Personals eindringlich hinterfragt werden sollte, woran dies liegt.
Kollegenzusammenhalt
Den reinen Kollegenzusammenhalt habe ich zumeist als gut empfunden. In Zeiten erhöhten Stressaufkommens konnte man sich immer auf die Kollegen verlassen.
Umgang mit älteren Kollegen
Ich habe diesbezüglich nie etwas negatives mitbekommen oder erlebt. Der Umgang war professionell.
Vorgesetztenverhalten
In den meisten Fällen war es mir gegenüber zumeist adäquat und auf respektvoller Augenhöhe. Nach einem Wechsel in der Führung hatte ich dieses Gefühl teilweise nicht mehr.
Als ich beispielsweise meine Kündigung persönlich abgegeben habe, habe ich nicht mal ein "Alles Gute" bekommen.
Ich war langjährige Mitarbeiterin in der WG, habe mir nie etwas zu Schulden kommen lassen. Ich habe keinen Knicks oder Schulterklopfer erwartet, jedoch ein Mindestmaß an Wertschätzung und Anstand.
Beim Rausgehen hatte ich im Anschluss das Gefühl mit meiner Kündigung alles richtig gemacht zu haben.
Arbeitsbedingungen
Ich persönlich finde diese Kategorie sehr ausbaufähig. Ich habe Verständnis dafür, dass es sehr viele Wohngemeinschaften gibt aber nur bedingt Servicekräfte aus dem Facility Management.
So dauerte es zeitweise viele Wochen, bis Reparaturen (Licht in Fluren und Bädern, defekte Waschmaschinen) in Augenschein genommen und repariert/ ausgebessert wurden. Darüber hinaus gab es beispielsweise lange Wartezeiten bezüglich einer defekten Telefonanlage, die für uns Pflegekräfte natürlich ein sehr wichtiges Arbeitsmittel ist.
Kommunikation
Meines Erachtens nach hätte die Kommunikation zum Teil erheblich besser und schneller sein können.
Gehalt/Benefits
Ich glaube Gehälter können immer höher sein. Branchenüblicher Durchschnitt würde ich sagen. Konnte mich nie beschweren, so fair muss ich sein.
Interessante Aufgaben
Im Prinzip ist es ein routinierter "Alltag" der sich irgendwann einpendelt.
Die anfallenden Aufgaben sind weder spektakulär noch besonders aufregend. Es ist ein normaler Pflegealltag.
