Gut am Arbeitgeber finde ich
Fahrten zur Berufsschule werden finanziell übernommen. Es gibt Azubiausflüge. Auf psychische oder private Probleme wird oft Rücksicht genommen (untypisch für amerikanische Konzerne).
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Den gesamten Aspekt der Ausbildung. Sehr sehr veraltete Strukturen und Regeln.
Verbesserungsvorschläge
Ausbilden nur wenn die Kapazitäten bestehen! 1. Wenn man kompetente, fachlich gerechte Ausbilder zur Verfügung stellen kann. Nur 1 Azubi pro Ausbilder würde stellenweise wohl auch schon helfen.
2. Wenn man die angelernten Arbeitskräfte auch prozentual übernehmen kann und nicht wegen wirtschaftlicher Missplanungen die Übernahme unmöglich machen.
Arbeitsatmosphäre
Hierarchisch. Feste, unbewegliche, teilweise absolut unangepasste Hierarchie. Das Putzpersonal ist für empathische oder private Gespräche die nicht gegen einen verwendet werden sollen, oder sofort firmenweit im Flurfunk aufgenommen werden sollen der einzig richtige Ansprechpartner.
Karrierechancen
Azubis auf das Unternehmen geschnitten Auszubilden und ein Wertegefühl/Wir-Gefühl zu schaffen ist sinnvoll. Wenn man einen Azubi übernehmen will.... Jedoch ist man bei der Planung der Einsetzung dieser Azubis entweder dermaßen verplant, oder man versucht nur die "3 Jahre billige Arbeitskraft mitzunehmen", den Mensch dahinter zu verunsichern und ihn dann aus einem grausigen Hierarchie System auf den Arbeitsmarkt zu spucken. Übernahme ist hier selten und das höchste der Gefühle besteht darin, ausgebildete Fachkräfte absolut displaziert in der Produktion unterzubringen.
Arbeitszeiten
Flexibel da Gleitzeit-System
Ausbildungsvergütung
Einer der wenigen mir bekannten Vorteile.
Die Ausbilder
Kaum emphatisch eher unhuman. Die meisten Ausbilder tun es wegen dem Gehaltszuschuss.
Lust auf den Job, Spass an der Arbeit mit Jugendlichen/Berufseisteigern oder die Kompetenz auszubilden und zu unterstützen, geschweigedenn Verantwortung für eigene Azubis übernehmen? Fehlanzeige!
Meistens übernehmen andere Kollegen die Ausbilderpflichten aus Mitleid oder Mitgefühl.
Aufgaben/Tätigkeiten
"Dumme Fragen gibt es nicht" - könnte man meinen, aber wenn die Eigeninitiative, es dir selbst anzulernen" nicht ausgereicht hat kannst du bei 3M als Azubi schauen wo du bleibst und dir dann die Kritik an jeder Ecke abholen. Es gibt freundliche Kollegen die sich einem annehmen und unterstützen, allerdings werden diese dafür nicht vergütet, und machen es auf Ihre bestehenden Tätigkeiten "noch dazu".
Variation
Man wird von Abteilung zu Abteilung geschoben, die Zuwendung/Einbindung des Azubis variiert hier von Abteilung zu Abteilung stark. Der Ausbildungsplan wird nicht eingehalten, es wird so gemacht wie es dem Unternehmen gerade passt, oder sogar falsch eingesetzt um fehlendes Personal auszugleichen.
Respekt
Lehrenjahre sind keine Herrenjahre wird hier großgeschrieben. Vom Postversand übers Regale putzen bis hin zum Kaffee holen ist hier alles dabei. Ob der Ausbildungsplan eingehalten wird oder wichtige Themen besprochen werden ist Ausbilder-Kompetenzabhängig (sehr dürftig). Es wird von Azubis der größtmögliche Respekt erwartet, jedoch werden sie großteils von der einen Seite (auch abteilungsabhängig) eher denunziert und von der anderen Seite bemitleidet. Den Gehaltsunterschied bekommst du ab dem morgendlichen "Hallo" im Umgang grundsätzlich zu spüren. Steht man hier als Azubi Kritik gegenüber dann am besten "Ja und Amen" sonst kann es zu persönlichen, langanhaltenden Spannungen kommen die das Betriebsklima, oder sogar die Ausbildungsstelle gefährden.