Ungehaltensein und Unbereitschaft zu zuverlässigen Aussagen führte zum Zerwürfnis mit dem Standortleiter in Schwielowsee
Verbesserungsvorschläge
Standort Schwielowsee. Erzähle hier mal meine Erfahrungen. Der Standortleiter kam im Jahr 2015 direkt zu mir nach Hause, weil ich damals Schwierigkeiten hatte die Anfahrt für den Honorarvertrag zu realisieren.
Der Honorarvertrag wurde schließlich geschlossen und Schüleraufträge begannen.
Das lief so mehrere Jahre und es wurden mit der Zeit eine beachtliche Anzahl von Schülern aller Altersstufen und Schulformen zu Hause versorgt.
Auf diese Weise lernte ich viele Eltern und Schüler kennen. Darunter Kinder von Wissenschaftlern und Kinder, die eigentlich hätten scheinbar so leicht von ihren eigenen Eltern lernen müssen, und dies doch nicht klappte.
Mit den Eltern klappte die Kommunikation meistens, gelegentlich wurde allerdings fehlverstanden, dass für die Durchführung der Nachhilfe der Nachhilfelehrer Ansprechperson ist und ihm die sorgfältige Durchführung und Gestaltung der Nachhilfe unterliegt.
Teils waren die Eltern nämlich mit bei der Nachhilfe ihrer Schüler dabei, was eigentlich auch kein Problem an sich darstellt.
Ein potentielles Fettnäpfchen hat die Zuhause-Nachhilfe für den Lehrer schon. Nämlich dass er jedes Mal direkt in privaten Räumlichkeiten der Familien steht.
Dies wiederum erweckt gelegentlich auch das Missverständnis, dass die doch fremde Person zum Wohlgefallen und zur persönlichen Zufriedenstellung des emotionalen Wohlgefallens nach Hause kommt. Soll heißen, dass mit der Zeit sehr deutlich auch die emotionalen Erwartungen dominieren und teils durch die Kinder launisch ausgelebt und ausgenutzt werden. Zum Schluss geht es wieder um das Bauchgefühl und die grenzenlose Übersteigerung der Verhältnisse, für Ungefallen der häufig anfangs noch weiter schlechten Noten des Schülers ist der Nachhilfelehrer auch viel mehr direkt Schuldiger für alles. Weil in einer privaten Häuslichkeit der Nachhilfelehrer leicht zum Schuldigen für alles gemacht werden kann, bei wenig ausgewogenen Persönlichkeitscharakteren(gemeint Schüler und Eltern) entgleist so was ganz leicht und der feine Ton ist dann eingetrübt.
Das Fass zum Überlaufen brachte eine offenbar mit dem Leiter wohl von DDR-Zeiten persönlich bekannte Familie in Jüterbog. Der Vater war wohl wirtschaftlich geschlagen und in der Familie herrschte auch die Atmosphäre politischer Riegenkonflikte alter Zeiten. Eigentlich eine Problemfamilie, die mit der neuen Zeit Probleme hatte und nicht zurecht kam.
Problematisch nur, wenn diese Probleme am Nachhilfelehrer ausgelassen werden.
Im Zusammenhang dieser Familie gab es dann Rücksprachebedarf, weil die Eltern zusammen mit dem Jugendlichen zu dem sehr emotionalen Geschmack übergegangen sind nicht zu verstehen und die Noten seien innerhalb von wenigen Besuchen auch nicht verbessert.
Hinweise, dass eine langjährig eingefleischte Lernschwäche und Wissenslücken zu Mathe und Englisch nicht einfach nach zwei drei Seitzungen erledigt seien drangen in den Verstand nicht mehr vor.
Leistungserbringung erfolgte tadellos, alle Hausaufgaben sauber erledigt und Fragen wurden stets beantwortet.
Der Rücksprachebedarf führte dann auf ein Telefonat mit einer mir unbekannten sehr überlegen und abgehoben klingenden Mitarbeiterin am Standort Schwielowsee.
Sie redete befremdlich zu und ergriff auch über alle Maßen sehr persönliche Partei für die Jüterboger Familie, sie stänkerte aber auch suchte förmlich Konflikte wo keine waren und Selbstverständnis vorherrschen sollte. Offenbar bestand eine Bekanntschaft, die so bei anderen Familien nicht bestand.
Das Prinzip, dass ich als Nachhilfelehrer die Ausgestaltung vor Ort leite wurde dabei dann auch vergessen.
Ich finde aus heutiger Sicht, das war Stänkerei weil es das alte System nicht mehr gab und Einflusskreise ihre Macht verloren und in der Folge Verdrieslichkeit einkehrte.
Die Erledigung des Honorarvertrages brachte ein launischer Ausbruch des Standortleiters Schwielowsee am Telefon über unbearbeitete und unpünktliche Honorarabrechnungen, es handelte sich aber nur um eine Anfrage mit dem Wunsch eine verlässliche Aussage zu erhalten, wann mit dem Lehrerhonorar zu rechnen sei. Ich glaube es schwang auch im unhöflichen Tonfall des Standortleiters mit, dass ich im Grunde genommen gar kein
Geld zu bekommen habe. Dieser Eindruck führte mich erneut auf die Erkenntnis, dass offenbar im Hintergrund politische Sichtweisen existierten.
Ich halte es für problematisch, wenn ein Standortleiter keine zuverlässige Aussage zum geschuldeten Lehrerhonorar machen will, die Fahrtkosten zum Schüler wurden immerhin ausgelegt.
Mit diesem letzten Telefonat hatte sich die Angelegenheit für mich erledigt.
Kann den Standort nicht empfehlen. Und das ist nicht nur Einzelmeinung.
