Zwei-Klassen-Gesellschaft, schlechte Führung und Bezahlung ohne Perspektive
Gut am Arbeitgeber finde ich
Zusammenhalt unter den Kollegen: Der Zusammenhalt und der Umgang direkt unter den gewöhnlichen Arbeitern im Hof- und Fahrerbereich stimmen.
Sicheres Überstundenkonto: Überstunden bauen sich schnell auf und können theoretisch als Freizeitausgleich abgebummelt werden.
Sichere Aufgaben: Durchgehend hohe Auslastung, sodass es immer reichlich Arbeit gibt.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Zwei-Klassen-Gesellschaft & Führung: Starke Trennung zwischen Büro, Fahrern und Hofmitarbeitern; Vorgesetzte und Geschäftsleitung wirken abgehoben, sind kaum präsent und die Kommunikation ist mangelhaft.
Bezahlung & Karriere: Sehr niedriges Gehalt ohne Tarifbindung, frühe Gehaltsdeckelung und keinerlei Weiterbildungs- oder Aufstiegsmöglichkeiten.
Verbesserungsvorschläge
Kommunikation & Nahbarkeit: Vorgesetzte und Geschäftsleitung sollten die Präsenz auf dem Hof suchen, auf Augenhöhe kommunizieren und Absprachen zuverlässig einhalten bzw. weitergeben.
Gleichberechtigung & Wertschätzung: Die Trennung zwischen Büro, Fahrern und Hofmitarbeitern aufheben; ältere und langjährige Kollegen schonen und wertschätzen, statt sie auszunutzen.
Faire Bezahlung nach Tarif, echte Aufstiegschancen bieten und den Krankenstand durch bessere Rahmenbedingungen senken.
Arbeitsatmosphäre
Leider herrscht keine angenehme Atmosphäre. Man spürt eine klare Trennung zwischen Büro, Fahrern und dem Hof. Echtes Miteinander fehlt hier leider.
Image
Ein Blick auf die öffentlichen Google- und Facebook-Bewertungen spricht Bände. Das Ansehen in der Region und bei den Kunden ist extrem angeschlagen, was sich leider auch auf die Stimmung im Betrieb auswirkt. Das Außenbild spiegelt die internen Probleme recht gut wider.
Work-Life-Balance
Eine echte Work-Life-Balance ist kaum vorhanden. Positiv ist zwar, dass man rasch viele Überstunden ansparen und diese theoretisch zeitnah abbauen kann. Durch den dauerhaft hohen Krankenstand ist ein tatsächlicher Freizeitausgleich in der Praxis jedoch meist unmöglich.
Karriere/Weiterbildung
Aufstiegsmöglichkeiten oder berufliche Weiterbildung sucht man hier vergebens. Man wird im Betrieb bewusst klein gehalten, und das maximale Gehalt sowie die berufliche Entwicklung sind bereits nach kurzer Zeit komplett ausgereizt.
Gehalt/Benefits
Die Gehälter sind sehr niedrig und es gibt keine Einhaltung von Tarifverträgen – trotz versprochener Anlehnung an Branchenstandards. Nach wenigen Jahren ist das Gehaltspotenzial bereits komplett ausgeschöpft, Aufstiegsmöglichkeiten fehlen und man wird spürbar klein gehalten. Das 13. Gehalt wird lediglich in zwei halben Tranchen (alle 6 Monate zu 50 %) ausgezahlt. Die angebotenen Benefits (Brillen- und Zahnzuschuss über eine Gemeinschaftskasse, Wellpass/E-Gym mit Eigenanteil sowie Standard-Rabattportale) wiegen das schlechte Grundgehalt keineswegs auf.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Von einem Wertstoffhof erwartet man in dieser Kategorie naturgemäß Vorzeigequalität. Umso enttäuschender ist es, wenn im Alltag Abläufe und Praktiken stattfinden, die ökologisch und sozial schwer nachvollziehbar sind und nicht zum eigentlichen Firmenzweck passen.
Kollegenzusammenhalt
Unter den gewöhnlichen Mitarbeitern ist der Zusammenhalt ok und man versteht sich untereinander. Allerdings lässt sich die Geschäftsleitung nie blicken. Unter einem echten, gesamtbetrieblichen Team versteht man etwas anderes.
Umgang mit älteren Kollegen
Ältere Kolleginnen und Kollegen werden leider nicht geschont oder wertgeschätzt, sondern regelrecht ausgenutzt. Auf langjährige Treue oder körperliche Einschränkungen wird im Arbeitsalltag kaum Rücksicht genommen.
Vorgesetztenverhalten
Die Führungskräfte wirken stark abgehoben und zeigen wenig Bezug zum Arbeitsalltag der Mitarbeiter. Führung auf Augenhöhe oder ein wertschätzender Umgang finden leider nicht statt.
Arbeitsbedingungen
Auf einem Wertstoffhof ist ein gewisses Geruchs- und Schmutzaufkommen vollkommen normal. Allerdings sind die hygienischen Zustände wie starker Rattenbefall und extrem verschmutzte, stinkende Bunker, sehr belastend. Unverständlich ist zudem, wenn sich die Führungsebene über betriebstypische Gegebenheiten beschwert, anstatt für Abhilfe zu sorgen.
Kommunikation
Die Kommunikation verläuft sehr schleppend. Absprachen werden von Vorgesetzten oft vergessen oder nicht weitergegeben. Zudem wirkt es, als würden die einzelnen Bereiche völlig aneinander vorbeiarbeiten, statt sich untereinander auszutauschen.
Gleichberechtigung
Von Gleichberechtigung kann hier keine Rede sein. Bestimmte Abteilungen und Personalgruppen werden spürbar bevorzugt, während andere das Nachsehen haben. Eine faire und gleiche Behandlung aller Mitarbeiter existiert nicht.
Interessante Aufgaben
Die Arbeit auf dem Wertstoffhof bringt viel Beschäftigung mit sich und es gibt durchgehend reichlich zu tun. Die Aufgaben entsprechen den typischen Abläufen der Branche – körperlich fordernd, aber gut ausgelastet.