Fing sehr gut an... und ging immer weiter bergab
Gut am Arbeitgeber finde ich
Vielfältige Aufgaben mit viel Verantwortung, sodass die Arbeit nicht langweilig wird. Flexible Gleitzeit. Modernes Büro. Guter Kollegenzusammenhalt.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Schlechte Kommunikation, fehlende echte Wertschätzung.
Verbesserungsvorschläge
Bessere Kommunikation und professioneller Umgang mit Mitarbeitern, auch in schwierigen Situationen. Allgemein die Führungskompetenz stärken. Motivation der Mitarbeiter fördern durch Einführung von Sozialleistungen wie Hansefit oder Jobbike.
Arbeitsatmosphäre
Gemischt. Teamgefühl zwischendurch zu fühlen, aber dann wiederum war jeder Einzelkämpfer.
Kommunikation
Die Arbeitsatmosphäre unter den Kollegen war angenehm und kollegial. Leider war die Kommunikation mit der Geschäftsführung jedoch mangelhaft. Ein Vorgesetzter grüßte selten, selbst wenn er direkt am Büro vorbeiging, was den Eindruck von Distanz vermittelte. Zudem war es üblich, dass Vorgesetzte das Büro ohne Angabe verließen, ob oder wann sie zurückkehren. Besonders in einem kleinen Team wäre es wichtig, über die Erreichbarkeit der Geschäftsführung informiert zu sein, etwa bei Anrufen von Kunden oder Lieferanten. Eine offene und höfliche Kommunikation seitens der Führungsebene hätte die Zusammenarbeit deutlich verbessert.
Kollegenzusammenhalt
In der Regel arbeitet in jeder Abteilung ein Mitarbeiter, der weitgehend eigenständig für seine Aufgaben verantwortlich ist. Trotz dieser Einzelarbeit war der Zusammenhalt unter den Kollegen sehr gut. Man konnte jederzeit Rückfragen stellen, Informationen zu Vorgängen einholen oder Rat suchen, und die Kollegen waren stets hilfsbereit. Besonders positiv war, dass ein Kollege regelmäßig einmal wöchentlich kochte oder ein gemeinsames Frühstück organisiert wurde, was das Teamgefühl stärkte.
Work-Life-Balance
Die Gleitzeit von 7:00 bis 9:00 Uhr morgens sowie die Möglichkeit, freitags ab 12:00 Uhr zu gehen, bieten eine hohe Flexibilität, die sehr positiv hervorzuheben ist. Es wurden keine Vorwürfe gemacht, wenn man frühzeitig Feierabend gemacht hat, solange die vereinbarten Arbeitsstunden erfüllt wurden. Zudem wurden keine Überstunden verlangt, was die Work-Life-Balance zusätzlich unterstützt. Die Vorgesetzten zeigen Verständnis, wenn Mitarbeiter Stunden reduzieren möchten, und suchen nach individuellen Lösungen.
Allerdings ist die Flexibilität eingeschränkt, wenn es um Termine während der Arbeitszeit geht (z. B. Arzttermin). So etwas führt oft zu Kritik in der nächsten Teambesprechung, was die gesamte Belegschaft betrifft. Gleichzeitig nehmen sich Vorgesetzte selbst die Freiheit, ihre Arbeitszeiten flexibel nach ihrem privaten Alltag zu gestalten. Hier wäre es wünschenswert, wenn die Führungskräfte mit einem vorbildlichen Umgang mit Flexibilität vorangehen würden.
Vorgesetztenverhalten
Die Kommunikation der Vorgesetzten mit dem Team und den einzelnen Mitarbeitern ist deutlich verbesserungsfähig. Wichtige Informationen für den Betriebsablauf werden oft nicht oder nur beiläufig mitgeteilt, was zu Unsicherheiten führt und das Gefühl vermittelt, nicht vollständig in die Abläufe eingebunden zu sein.
Unter den Kollegen besteht der Eindruck, dass die Interessen der Vorgesetzten im Vordergrund stehen und das Wohl der Mitarbeiter oft erst dann berücksichtigt wird, wenn es für die Führungskräfte einen Vorteil bringt. Zwar wirken die Vorgesetzten oberflächlich freundlich, jedoch mangelt es häufig an Führungskompetenz. Ein gezieltes Training in diesem Bereich könnte helfen, die Führungsqualität zu verbessern.
Besonders problematisch ist der Umgang mit Krankmeldungen: Bei mehreren Kollegen kam es vor, dass während einer Krankheit ihre Stelle auf Online-Plattformen neu ausgeschrieben wurde. Zudem erhielten Mitarbeiter teils subtile, teils direkte Vorwürfe per WhatsApp. Nach der Rückkehr wurden erkrankte Mitarbeiter zeitweise ignoriert, was als unprofessionell wahrgenommen wurde.
Interessante Aufgaben
Die Arbeit zeichnete sich durch eine große Aufgabenvielfalt aus, die viel Abwechslung und Eigenverantwortung bot. Die Zusammenarbeit mit Lieferanten war stets angenehm und konstruktiv. Durch die hohe Verantwortung, die den Mitarbeitern übertragen wurde, machte die Arbeit großen Spaß und bot die Möglichkeit, sich aktiv einzubringen und weiterzuentwickeln.
Arbeitsbedingungen
Zwei Bildschirme, wer ergnomische Tastatur/Maus braucht, bekommt sie problemlos. Chices Büro insgesamt.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Mittlerweile wird der Müll getrennt :-)
Gehalt/Benefits
Das Einstiegsgehalt war niedrig, und Gehaltserhöhungen waren schwer zu erreichen. Trotz zunehmender Aufgaben und Verantwortungsbereiche musste man hart um jede Erhöhung verhandeln. Am Ende war das Gehalt akzeptabel, aber keinesfalls überdurchschnittlich, während einige Kollegen keine Fortschritte bei ihrem Gehalt erzielten.
Weihnachts- oder Urlaubsgeld gab es nicht, was für ein junges Unternehmen nachvollziehbar ist. Dennoch hätte ein steuerfreier Sachbezug, wie etwa Gutscheine, die Motivation und Wertschätzung der Mitarbeiter gesteigert. Leider schien die Geschäftsführung solche Maßnahmen primär als Kostenfaktor zu betrachten, anstatt als Investition in die Mitarbeiterzufriedenheit.
Karriere/Weiterbildung
Während meiner Zeit im Unternehmen gab es kaum Möglichkeiten für Weiterbildungen. Die einzigen angebotenen Schulungen waren kostenlose Online-Kurse, beispielsweise von Herstellern, die schnell absolviert werden konnten. Weiterführende oder externe Weiterbildungsmaßnahmen wurden nicht unterstützt. Auch die Teilnahme an Fachmessen, die für Mitarbeiter eine wertvolle Gelegenheit zur Weiterentwicklung und zum Einblick in die Branche gewesen wäre, war nicht möglich. Ein stärkeres Engagement in die berufliche Entwicklung der Mitarbeiter würde die Attraktivität des Unternehmens deutlich steigern.