Gut am Arbeitgeber finde ich
Positiv hervorzuheben sind die vielseitigen und interessanten Aufgaben, die guten Möglichkeiten zur Weiterbildung sowie insbesondere der starke Kollegenzusammenhalt. Die Zusammenarbeit unter den Mitarbeitenden hat mir viel Freude bereitet und war für mich einer der größten Pluspunkte des Unternehmens
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Insbesondere das Vorgesetztenverhalten und die damit verbundene Führungskultur habe ich als problematisch empfunden. Häufige kurzfristige Veränderungen, hoher operativer Druck und teilweise wenig nachvollziehbare Entscheidungen haben die tägliche Arbeit unnötig erschwert.
Besonders kritisch sehe ich rückblickend die Art und Weise, wie mit personellen Veränderungen und insbesondere mit Trennungen umgegangen wurde. Hier hätte ich mir deutlich mehr Transparenz, Wertschätzung und Professionalität gewünscht. Gerade in schwierigen Situationen zeigt sich aus meiner Sicht die Qualität einer Führungskultur – und hier sehe ich einen deutlichen Verbesserungsbedarf.
Auch die teilweise fehlende Verbindlichkeit bei Entscheidungen und die nicht immer ausreichende Kommunikation haben das Vertrauen in die Führungsebene aus meiner Sicht beeinträchtigt.
Verbesserungsvorschläge
Aus meiner Sicht besteht der größte Verbesserungsbedarf auf Ebene der Führung und der internen Organisation. Entscheidungen sollten stärker gemeinsam mit den verantwortlichen Führungskräften getroffen, nachvollziehbar kommuniziert und anschließend auch verlässlich umgesetzt werden. Häufige Richtungswechsel, kurzfristige Prioritäten und operative Eingriffe haben aus meiner Sicht unnötigen Druck erzeugt und eigenverantwortliches Arbeiten erschwert.
Insbesondere das Vorgesetztenverhalten sollte stärker von Vertrauen, Verbindlichkeit und Wertschätzung geprägt sein. Mitarbeitende und Führungskräfte sollten mehr Verantwortung übernehmen können, ohne dass laufend korrigierend eingegriffen oder bereits getroffene Entscheidungen wieder verändert werden.
Auch bei personellen Veränderungen wäre eine deutlich offenere und professionellere Kommunikation wünschenswert. Insgesamt würde ich mir weniger kurzfristiges Reagieren und mehr vorausschauende Führung, klare Strukturen und nachvollziehbare Entscheidungen wünschen. Hier liegt aus meiner Sicht der entscheidende Ansatzpunkt, um die vorhandenen fachlichen Stärken des Unternehmens langfristig besser zur Geltung zu bringen.
Arbeitsatmosphäre
Die Arbeitsatmosphäre habe ich insgesamt als schwierig und wenig vertrauensvoll wahrgenommen. Viele Entscheidungen wurden stark von oben vorgegeben, ohne die zuständigen Abteilungsleitungen ausreichend einzubinden. Dadurch entstand teilweise der Eindruck eines ausgeprägten Mikromanagements.
Hinzu kamen häufige Änderungen von Entscheidungen und Prioritäten, teilweise innerhalb sehr kurzer Zeit. Das erschwerte eine verlässliche Planung und führte zu unnötiger Unruhe im Arbeitsalltag. Aus meiner Sicht fehlte es insbesondere an klarer Kommunikation, Verbindlichkeit und dem notwendigen Vertrauen in die verantwortlichen Führungskräfte und Mitarbeitenden.
Insgesamt hätte ich mir hier deutlich mehr Eigenverantwortung, eine stärkere Einbindung der Führungsebenen und einen konsistenteren Umgang mit getroffenen Entscheidungen gewünscht.
Image
Das Image der ACP-Gruppe insgesamt nehme ich grundsätzlich als positiv und professionell wahr. Die Marke verfügt aus meiner Sicht über eine gute Positionierung und einen entsprechenden Bekanntheitsgrad im Markt.
Beim Standort Berlin fällt meine Einschätzung allerdings differenzierter aus. Die aus meiner Wahrnehmung über längere Zeit sehr hohe Mitarbeiterfluktuation wirkt sich aus meiner Sicht zunehmend auf die Außen- und Innenwahrnehmung des Standorts aus. Gerade bei einem Unternehmen, das stark von seinen Mitarbeitenden und deren Beziehungen zu Kunden und Partnern lebt, sollte dieser Entwicklung entsprechende Aufmerksamkeit geschenkt werden.
Insgesamt sehe ich das Image der ACP-Gruppe daher positiv, beim Standort Berlin jedoch deutliches Potenzial, die Entwicklung der vergangenen Jahre zu stabilisieren und wieder mehr Kontinuität zu schaffen.
Work-Life-Balance
Die Work-Life-Balance habe ich in meiner Position als deutlich herausfordernd empfunden. Aufgrund der Verantwortung und der internen Abläufe war eine hohe Erreichbarkeit erforderlich, die teilweise auch außerhalb der regulären Arbeitszeiten erwartet wurde.
Insbesondere durch kurzfristige Anforderungen und interne Versäumnisse kam es wiederholt dazu, dass Aufgaben spätabends, früh morgens sowie an Wochenenden oder während des Urlaubs erledigt werden mussten. Dies war zwar nicht die tägliche Regel, kam aus meiner Erfahrung jedoch mit einer zu hohen Regelmäßigkeit vor, um von einzelnen Ausnahmen zu sprechen.
Gerade in verantwortungsvollen Positionen halte ich eine gewisse Flexibilität für selbstverständlich. Entscheidend ist aus meiner Sicht jedoch, dass solche Situationen die Ausnahme bleiben und nicht durch fehlende Planung oder interne Abstimmungen regelmäßig entstehen. Hier hätte ich mir eine deutlich bessere Organisation und eine stärkere Berücksichtigung der persönlichen Erholungszeiten gewünscht.
Karriere/Weiterbildung
Diesen Bereich bewerte ich positiv. Mitarbeitende, die sich fachlich oder persönlich weiterentwickeln möchten, erhalten grundsätzlich die Möglichkeit, entsprechende Weiterbildungsmaßnahmen wahrzunehmen.
Auch das dafür erforderliche Budget wird zur Verfügung gestellt, sodass Weiterbildungswünsche nicht grundsätzlich an finanziellen Rahmenbedingungen scheitern. Die Bereitschaft, in die fachliche Entwicklung der Mitarbeitenden zu investieren, habe ich daher als positiv wahrgenommen
Gehalt/Benefits
Das Gehalt habe ich insgesamt als marktgerecht und angemessen für die jeweilige Position empfunden. Auch die zusätzlichen Leistungen und Angebote waren aus meiner Sicht grundsätzlich passend.
Positiv hervorzuheben sind insbesondere die regelmäßigen Firmen- und Mitarbeiterevents, die eine gute Möglichkeit für den persönlichen Austausch und das Miteinander außerhalb des normalen Arbeitsalltags geboten haben.
Insgesamt bewerte ich das Verhältnis von Gehalt und Benefits daher positiv.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
In diesem Bereich habe ich weder besonders positive noch negative Aspekte wahrgenommen. Umwelt- und soziale Themen waren aus meiner Sicht im Arbeitsalltag kein wesentlicher Schwerpunkt des Unternehmens.
Es gab diesbezüglich keine Punkte, die mir negativ aufgefallen wären, gleichzeitig wurden entsprechende Themen aus meiner Wahrnehmung auch nicht besonders aktiv kommuniziert oder hervorgehoben. Insgesamt würde ich diesen Bereich daher als neutral bewerten.
Kollegenzusammenhalt
Der Kollegenzusammenhalt war über weite Strecken sehr gut. Auch in herausfordernden Situationen konnte man sich auf die Kolleginnen und Kollegen verlassen und gegenseitig unterstützen. Die Zusammenarbeit im Team war unkompliziert, kollegial und von gegenseitiger Hilfsbereitschaft geprägt.
Gerade dieser Zusammenhalt hat für mich einen wesentlichen Teil der positiven Erfahrungen im Unternehmen ausgemacht. Die Zusammenarbeit mit den Kolleginnen und Kollegen hat mir insgesamt viel Freude bereitet und war ein wichtiger Grund dafür, dass ich gerne dort gearbeitet habe.
Umgang mit älteren Kollegen
Der Umgang unter den Mitarbeitenden war unabhängig vom Alter durchweg respektvoll und kollegial. Eine Ungleichbehandlung innerhalb der Belegschaft konnte ich in diesem Bereich nicht feststellen.
Auf Ebene der Führung hatte ich allerdings teilweise den Eindruck, dass jüngere Mitarbeitende stärker in den Fokus gerückt wurden. Vereinzelt entstand dabei der Eindruck, dass bei älteren Kolleginnen und Kollegen deren Leistungsfähigkeit oder Anpassungsfähigkeit an neue Anforderungen kritischer bewertet wurde.
Aus meiner Sicht sollte gerade die langjährige Erfahrung älterer Mitarbeitender stärker als wertvolle Ressource betrachtet und entsprechend eingebunden werden. Hier hätte ich mir einen noch stärker altersunabhängigen Blick auf Kompetenzen, Leistung und Entwicklungsmöglichkeiten gewünscht.
Vorgesetztenverhalten
Das Vorgesetztenverhalten habe ich rückblickend als sehr problematisch und belastend empfunden. Der Arbeitsalltag war häufig von hohem Druck, kurzfristigen Änderungen und einer wenig planbaren Aufgabenverteilung geprägt.
Besonders belastend war für mich, dass sich Situationen und Prioritäten teilweise sehr kurzfristig änderten. Dadurch entstand ein hoher operativer Druck, der aus meiner Sicht durch eine vorausschauendere Planung und klarere Verantwortlichkeiten deutlich hätte reduziert werden können.
Auch die spätere Trennung vom Unternehmen habe ich als wenig vertrauensvoll und nicht angemessen begleitet empfunden. Die Hintergründe und die Vorgehensweise waren für mich in Teilen nicht nachvollziehbar. Im Zusammenhang mit der Beendigung meines Arbeitsverhältnisses bestehen zudem noch offene Punkte hinsichtlich der vereinbarten Abfindung, die derzeit rechtlich geklärt werden.
Insgesamt habe ich das Führungsverhalten daher als wenig wertschätzend, wenig verlässlich und stark von kurzfristigem Handeln geprägt erlebt. Gerade in einer verantwortungsvollen Position hätte ich mir deutlich mehr Klarheit, Planungssicherheit, Vertrauen und einen konstruktiven Umgang gewünscht.
Arbeitsbedingungen
Die Arbeitsumgebung war grundsätzlich in Ordnung und die vorhandenen Räumlichkeiten waren insgesamt angemessen ausgestattet.
Als nachteilig habe ich allerdings die häufige Nutzung von Co-Working-Spaces empfunden. Durch die teilweise sehr beengten Platzverhältnisse und das entsprechend hohe Geräusch- und Gesprächsniveau waren konzentriertes Arbeiten an Präsenztagen nicht immer optimal möglich.
Gerade bei Aufgaben, die ein hohes Maß an Konzentration und ungestörtem Arbeiten erfordern, hätte ich mir etwas mehr räumliche Möglichkeiten und ruhigere Arbeitsbereiche gewünscht. Insgesamt war die Arbeitsumgebung damit grundsätzlich in Ordnung, hatte aber insbesondere hinsichtlich der räumlichen Situation und der Möglichkeiten für konzentriertes Arbeiten noch Verbesserungspotenzial.
Kommunikation
Im Laufe der Zeit wurden regelmäßige Meetings etabliert, was grundsätzlich positiv zu bewerten ist. Allerdings hatte ich teilweise den Eindruck, dass Informationen eher selektiv weitergegeben wurden und nicht immer alle relevanten Aspekte einer Situation transparent dargestellt wurden.
Aus meiner Sicht wäre insbesondere bei Veränderungen und schwierigen Entwicklungen eine offenere und vollständigere Kommunikation wünschenswert gewesen. Teilweise entstand der Eindruck, dass vor allem die Informationen vermittelt wurden, die für die jeweilige Situation als passend erachtet wurden. Dadurch war es nicht immer einfach, Entscheidungen und Entwicklungen in ihrer Gesamtheit nachzuvollziehen.
Besonders bei personellen Veränderungen habe ich die Kommunikation als sehr unzureichend empfunden. Informationen wurden teilweise sehr spät oder nur unvollständig kommuniziert, wodurch unnötige Unsicherheit und Spekulationen innerhalb der Belegschaft entstanden sind. Gerade in solchen Situationen wäre eine frühzeitige, klare und wertschätzende Kommunikation aus meiner Sicht besonders wichtig gewesen.
Gleichberechtigung
Grundsätzlich habe ich die Gleichberechtigung im Unternehmen als angemessen wahrgenommen. Zwischen den Geschlechtern oder beispielsweise bei Wiedereinsteigerinnen und Wiedereinsteigern konnte ich keine wesentlichen Benachteiligungen feststellen.
Allerdings hatte ich teilweise den Eindruck, dass nicht alle Mitarbeitenden in der Praxis mit den gleichen Maßstäben betrachtet wurden. Insbesondere die persönliche Nähe zur Führungsebene schien mitunter einen Einfluss darauf zu haben, wie Entscheidungen getroffen, Informationen weitergegeben oder bestimmte Situationen bewertet wurden.
Vereinfacht gesagt entstand stellenweise der Eindruck, dass manche Mitarbeitenden aufgrund ihrer größeren Nähe zur Führungsebene über gewisse Vorteile verfügten. Hier hätte ich mir eine noch konsequentere Gleichbehandlung und nachvollziehbare, einheitliche Maßstäbe gewünscht.
Interessante Aufgaben
Diesen Punkt kann ich klar positiv bewerten. Das Aufgabengebiet war sehr vielseitig und thematisch breit aufgestellt, sodass man regelmäßig mit neuen Fragestellungen und Herausforderungen konfrontiert wurde.
Dadurch war es erforderlich, sich kontinuierlich neues Wissen anzueignen und sich in unterschiedliche Themenfelder einzuarbeiten. Diese Vielfalt habe ich als sehr bereichernd empfunden, da sie sowohl fachlich als auch persönlich zur Weiterentwicklung beigetragen hat.
Insbesondere die Möglichkeit, sich in neue Themen einzuarbeiten und dadurch den eigenen Erfahrungshorizont kontinuierlich zu erweitern, war für mich ein klarer positiver Aspekt der Tätigkeit.