Leider in fast allen Belangen nicht up to date. Wertschätzung, egal welcher Art, ist leider Fehlanzeige.
Gut am Arbeitgeber finde ich
Der Versuch sich strukturell neu aufzustellen, das alte Image sowie veraltete Strukturen zu ersetzen ist löblich. Das sollte nur nicht zu sehr zu Lasten der Angestellten passieren. Bürokratisch bringt der Umstrukturierungsprozess viele zusätzliche Arbeitsschritte. Leider fehlt das Verständnis dafür, dass diese auch Zeit benötigen.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Zwischenmenschlicher Umgang ist mangelhaft. Hohe Erwartungshaltung bzgl. der Arbeitsleistung, dafür sehr geringe Kompensation bzw. Vergütung. Kleinliche Entscheidungen im Hinblick auf Arbeitszeiten (Komm- und Gehzeit) und Rechtfertigung bei Überstundenabbau. Urlaub ist immer ein Diskussionsthema. Nicht-offizielle Regelungen werden hinter verschlossenen Türen vereinbart, sind von den Mitarbeitern als gesetzt zu akzeptieren, entbehren allerdings jeglicher (gesetzlicher) Grundlage. Sammeln und warten auf Fehler um die große Keule auszupacken.
Verbesserungsvorschläge
Taten sprechen mehr als Worte. Daher sollte der Fokus darauf gelegt werden die Mitarbeiterzufriedenheit zu erhöhen. Dadurch lassen sich etwaige Probleme weitsichtig vermeiden, statt im Nachgang durch Richtlinien und Sanktionen dagegen angehen zu müssen. Schelte und Kritik scheinen Alltagsumgang zu sein, statt zu hinterfragen wo es klemmt.
Arbeitsatmosphäre
Wenig bis kaum Freiraum, übertriebene Kontrolle durch Vorgesetzte (Abteilungsleiter) und dadurch stets spannungsgeladene und selten gute Atmosphäre.
Image
Sehr gut Dank der Präsenz auf den Strassen und der Funktion als Meinungsbildnder.
Work-Life-Balance
Durch eine „Betriebssportgruppe“ wird der Eindruck erweckt so etwas wie Work-Life-Balance im Angebot zu haben. Durch fehlende Dusch- und Umkleidemöglichkeiten sowie den Mangel an weiteren Angeboten wird dieser Eindruck entkräftet.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Elektromobilität steht hoch im Kurs, nicht zuletzt wegen des Images.
Karriere/Weiterbildung
Kaum bzw. so gut wie keine Angebote. Aufstiegschancen gleich Null.
Kollegenzusammenhalt
Soweit es zugelassen wird guter Zusammenhalt und gegenseitige Hilfsbereitschaft. Wird leider von oben häufig unterbunden.
Vorgesetztenverhalten
Entgegen der nach Außen hin „kommunizierten“ Unternehmensphilosophie keinen Funken respektvoll. Stattdessen herablassend, ausbeuterisch. Wirklich alle Mittel sind recht um der GF zu gefallen und die Ziele zu erreichen. Mitarbeiter ist ein Mittel zum Zweck.
Arbeitsbedingungen
Veraltete Einrichtung, veraltete Hardware, leider viel zu oft defekte Klimanlagen (Lüften aufgrund der Lage im Stuttgarter Zentrum (Neckartor) nicht wirklich praktikabel. Schlechte Parkplatzsituation (Tiefgaragenplätze werden lieber vermietet statt an Mitarbeitet zu geben).
Kommunikation
E-Mail ist das Mittel der Wahl wenn es um Kommunikation geht. Verhältnis Tadel/Kritik zu Lob/Ermutigung sehr diskrepant.
Gehalt/Benefits
Man wäre gerne ein Unternehmen, zahlt jedoch weiterhin wie ein Verein. Vor allem junge Mitarbeiter spüren das. Löhne stehen zu den Lebenshaltungskosten im Stuttgarter Speckgürtel leider in keinem Verhältnis. Auch die Fahrtkostenzuschüsse sind leider nur ein Tropfen auf den heissen Stein angesichts der Kosten für den ÖPNV.
Gleichberechtigung
Mir sind keine Ungleichbehandlungen bekannt.
Interessante Aufgaben
Tatsächlich sehr vielfältige Aufgaben. Je nach Aufgabe und Projekt auch vereinzelt Entfaltungsspielraum.